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| .htaccess | Standardname einer Konfigurationsdatei, die den Zugriff auf Webservern kontrolliert, ( siehe in Schutzmechanismen und Mehr zur .htaccess, in Apache Webserver ) |
| 7: | |
| 7z | 7z ist ein Format zur komprimierten Archivierung von Dateien, das im Vergleich zu anderen
Formaten eine sehr hohe Datenkompressionsrate aufweist. Daneben zeichnet sich 7z durch eine offene
Architektur, die Unterstützung von sehr großen Datenmengen und die Unterstützung von
Unicode sowie Verschlüsselung nach dem AES-256-Standard aus. Durch die zugrundeliegende Architektur
kann das 7z-Format problemlos um weitere Datenkompressionsmethoden erweitert werden. ( siehe in ) |
| a: | |
| AAC | Advanced Audio Coding, ist ein von der MPEG, "Moving Picture Experts Group"
(Dolby, Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen in Erlangen, AT&T, Nokia, Sony), entwickeltes
Audiokompressionsverfahren, das als Weiterentwicklung des MPEG-2-Standards spezifiziert wurde. ( siehe in Audioformate ) |
| Access Point | Ein Wireless Access Point ist ein elektronisches Gerät, das als
Schnittstelle zwischen einem Funknetz (WLAN) und einem kabelgebundenen
Rechnernetz fungiert. Endgeräte
stellen per Wireless Adapter eine Funkverbindung zum Wireless Access Point her, der
wiederum über ein Kabel mit einem fest installierten Kommunikationsnetz verbunden ist. ( siehe in Die Nutzung von HTWLAN ) |
| Account | Eine Account bezeichnet einen Zugang zu einem IT-System. Üblicherweise muss man sich
vor dem Zugriff mit einem Loginkennzeichen und einem
Passwort authentifizieren. ( siehe im Linux-Skript ) |
| ACL | Die Access Control List, deutsch Zugangskontrollliste, wird von Betriebssystemen
und Anwendungen verwendet, um zu kontrollieren, welcher Benutzer auf welche Dienste und
Dateien (Dateien, Netzwerkdienste) Zugriff hat. Im Unterschied zu den regulären
Zugriffsrechten sind ACLs feiner einstellbar. So können z. B. für eine Datei
für mehrere Benutzer und Gruppen unterschiedliche Rechte vergeben werden, während
reguläre Zugriffsrechte nur die Definition von einem Benutzer und einer Gruppe
zulassen. ( siehe in Zusammenstellung: Zugriffsberechtigung ) |
| ACPI | Das Advanced Configuration and Power Interface ist ein offener Industriestandard
für Energieverwaltung in Desktop-Computern, Notebooks und Servern. Er wird
federführend von den Firmen Hewlett-Packard, Intel, Microsoft, Phoenix und Toshiba
entwickelt und stellt Schnittstellen zur Hardwareerkennung, Gerätekonfiguration und zum
Energiemanagement zur Verfügung. Die Kontrolle über das Energiemanagement liegt
dabei anders als beim älteren APM-Standard komplett beim
Betriebssystem, das einen besseren Überblick über den momentanen Leistungsbedarf und
die Sparmöglichkeiten in einem Rechner hat, als das hardwareorientierte
BIOS. Mit ACPI
ist das BIOS des Rechners nur noch für die Details der Kommunikation mit der Hardware
verantwortlich, die Kontrolle liegt aber beim Betriebssystem. Gegenüber APM werden weiter
gehende Möglichkeiten zum Energiesparen angeboten. ( siehe in SUSE Linux-Dokumentation/ACPI ) |
| Ada | Ada ist eine strukturierte Programmiersprache mit statischer Typenbindung. Sie wurde von
Jean Ichbiah von der Firma Honeywell Bull in den 1970ern entworfen. Ada wurde anfänglich stark vom US-Verteidigungsministerium gefördert und unterstützt. Es war die erste standardisierte Hochsprache. ( siehe in call by copy/restore ) |
| Add-On | Ein Add-On (deutsch etwa „Erweiterungspack“) ist ein optionales Modul, welches bestehende
Hard- oder Software ergänzt oder erweitert. Ein Plugin wird dagegen in
eine bestehende Software integriert und stellt ein eigenständiges Programm dar. |
| ADS | Active Directory Service, der Verzeichnisdienst von Microsoft. ( siehe in LDAP ) |
| AES | Advanced Encryption Standard, ein symmetrisches Kryptosystem, Nachfolger von
DES. Nach seinen Entwicklern Joan Daemen und Vincent Rijmen wird er auch Rijndael-Algorithmus genannt (gesprochen wie dt. „Rheindahl“). ( siehe in Symmetrische Verfahren (AES)) |
| AFS | Andrew File System, ist ein verteiltes Dateisystem. Im Jahr 2000 hat IBM den Code als
Open Source freigegeben. Das AFS ist für eine sehr große Zahl von Workstations (mehr als 10.000) ausgelegt und ermöglicht einen transparenten Datenzugriff. Dabei soll es unerheblich sein, von welchem Rechner auf eine Datei zugegriffen wird. Der Dateizugriff ist dabei im Upload/Download-Verfahren über Sessions realisiert. ( siehe in AFS ) |
| AIFF | Das Audio Interchange File Format ist ein Dateiformat (Containerformat)
zum Speichern
von LPCM-Audiodaten. Es wurde von der Firma Apple entwickelt und wird als Standard-Audioformat
auf dem Macintosh eingesetzt. AIFF basiert auf der Struktur des von Electronic Arts
entwickelten universellen Formats IFF. ( siehe in Audioformate ) |
| AIX | Advanced Interactive eXecutive ist die proprietäre Version des UNIX-Betriebssystems
der Firma IBM. Die erste Version von AIX erschien im Jahre 1986. AIX wurde früher unter anderem für IBM PS/2, IBM RT, IBM RS/6000, IBM PC Power Series, Motorola PowerStack sowie Apple Network Server angeboten. Aktuelle AIX-Versionen unterstützen nur noch POWER- und PowerPC-basierte Hardware von IBM (PSeries bzw. RS/6000) und Bull (Escala). ( siehe Informationen zu AIX ) |
| aktives Warten |
Aktives Warten oder Busy Waiting ist eine Programmiertechnik um einen Prozess
(bzw. einen Thread) auf das Eintreten einer Bedingung warten zu lassen. Dabei läuft
der Prozess so lange „im Kreis“, bis die Bedingung erfüllt ist. Das hat den großen Nachteil, dass der Prozess die Rechenleistung des Systems damit beansprucht, immer wieder die Bedingung zu Prüfen, und damit andere Prozesse ausbremst. Das ist vor allem auch deshalb nachteilig, weil es gerade die anderen Prozesse sind, die dafür sorgen müssen, dass die Bedingung erfüllt wird. ( siehe Allgemeine Verfahren zur Synchronisation ) |
| Alice und Bob |
Alice und Bob sind Synonyme für Sender und Empfänger einer Nachricht. Sie werden
verwendet, um Erklärungen auf den Gebieten der Kryptographie und Physik zu vereinfachen. Sie
stellen also eine metasyntaktische Variable dar und werden verwendet, da Beschreibungen mit „Person A
möchte Person B eine Nachricht zukommen lassen“ schnell unübersichtlich werden. Mallory (von engl. malicious) ist meist das Synonym für einen aktive Angreifer. |
| AltaVista | Zum Ende des Jahres 1995 wurde vom Forschungslabor der Digital Equipment Corporation (DEC)
eine der ersten Suchmaschinen vorgestellt, mit der man eine Volltextrecherche nach relevanten Seiten im
Internet durchführen konnte. Aus diesem Forschungsthema entstand die Suchmaschine AltaVista. Mit der Übernahme von DEC durch Compaq wurde aus AltaVista ein eigenständiges Unternehmen, das eine Zeit lang versuchte, AltaVista als Web-Portal zu profilieren. Inzwischen spezialisiert man sich dort wieder auf das Suchen. Der Umfang der erfassten Websites ist allerdings heute wesentlich geringer als der von Google. ( siehe Beispiele für Informationsdienste im Internet ) |
| Amarok | Amarok ist ein grafisches, freies Programm für Unix-ähnliche Betriebssysteme zum
Abspielen von Audiodateien und um diese beliebig zu ordnen, sortieren und zu gruppieren.
Auch Podcasts und Audiostreams wie Webradios können verwaltet und abgespielt werden. ( siehe in Audio-Player ) |
| AMD64 | AMDs AMD64-Mikroarchitektur für die K8-CPUs ist AMDs Einstieg in den
64-Bit-Mikroprozessor-Markt. Früher war sie auch bekannt als x86-64. Intel verwendet die neuen
64-Bit-Befehle dagegen unter dem Namen Intel 64 in seinen neueren x86-basierten Prozessoren. Anders als die von Intel von Grund auf neuentwickelte 64-Bit-Architektur IA-64, die mit der heute in PCs meistverwendeten IA-32-Architektur nur wenig gemeinsam hat, wählte AMD einen weit weniger radikalen Ansatz: Der Chip ist ein vollwertiger 32-Bit-Prozessor, dessen Register im 64-Bit-Modus verbreitert werden. Er ist dadurch uneingeschränkt zu heutiger 32-Bit- und sogar alter 16-Bit-Software abwärtskompatibel. ( siehe 64 Bit Technologie, Studentischer Vortrag ) |
| Android | Android ist eine Plattform für mobile Geräte wie Smartphones und Mobiltelefone, die
von der Open Handset Alliance entwickelt wird. Sie basiert auf dem Linux-Betriebssystem. Ein
großer Teil der Software ist frei und Open Source. ( siehe Documentation ) |
| Apache | ein HTTP (Web) Server der Apache Software Foundation, ( siehe in Der Apache Webserver ) |
| API | Ein Application Programming Interface (Schnittstelle zur Anwendungsprogrammierung) ist
eine Schnittstelle, die von einem Softwaresystem anderen Programmen zur Anbindung an das System
zur Verfügung gestellt wird (source code interface). ( siehe etwa in Sockets - Einführung ) |
| APM | Advanced Power Management ist ein Standard für Energiesparmethoden für
PCs, entwickelt von Intel und Microsoft in den frühen 1990er Jahren. Heute
unterstützt ihn praktisch jeder moderne PC (allen voran Notebooks, die besonders auf
geringen Energieverbrauch angewiesen sind). Das neuere ACPI, welches
ebenfalls Energiesparmethoden definiert, hat es aber fast schon verdrängt. APM spezifiziert verschiedene Aktivitätsmodi. Je höher der Modus, desto mehr Bestandteile des PCs werden in einen Energiesparmodus geschaltet, wodurch mehr Energie gespart wird aber auch die sogenannte "Aufwachzeit" verlängert wird. Häufig werden weitere Energiesparstandards daran gekoppelt (z.B. DPMS für Bildschirme und ATA für Festplatten), dies ist jedoch nicht Teil des eigentlichen Standards. ( siehe in SUSE Linux-Dokumentation/APM ) |
| Applet | Der Begriff Applet bedeutet soviel wie „kleine Applikation“. Verstanden wird darunter meist
ein Java-Applet, ein kleines Computerprogramm, das in einem Web-Browser läuft und in der
Programmiersprache Java geschrieben ist. Verwendung findet der Begriff auch im Bereich der grafischen Benutzeroberflächen, wie etwa unter GNOME oder KDE. Hier bezeichnet er dynamisch hinzufügbare und entfernbare Dienstprogramme für die Taskleiste. ( siehe in ) |
| APT | APT (Advanced Packaging Tool) ist ein Paketmanager, der im
Bereich des Betriebssystems Debian entstanden ist. Mittels APT ist es sehr einfach, Programmpakete zu
suchen, zu installieren oder auch das ganze System komplett auf den neuesten Stand zu bringen. Obwohl ursprünglich für .deb-Programmpakete geschrieben, wurde APT später auch auf RPM-Systeme portiert. ( siehe in Softwareinstallation ) |
| ARP | Address Resolution Protocol, Zuordnung von Internetadressen zu Hardwareadressen (MAC-Adresse) (rfc826) |
| ASCII | ASCII (American Standard Code for Information Interchange) wird in der Regel [æski]
ausgesprochen und ist eine Zeichenkodierung. Die Zeichen umfassen das lateinische Alphabet in
Groß- und Kleinschreibung, Ziffern, einige Satzzeichen und Steuerzeichen. Der Zeichensatz
entspricht weitgehend der Tastatur einer Schreibmaschine für die englische Sprache. In den Anfängen des Computerzeitalters entwickelte sich ASCII zum Standard-Code für Schriftzeichen ASCII-Tabelle). Zum heutigen Standard-Code entwickelt sich immer mehr UTF-8 ( siehe in Zeichenkodierung ) |
| ASF | Die Apache Software Foundation ist eine ehrenamtlich arbeitende Organisation zur
Förderung der Apache-Softwareprojekte, zu denen unter anderem auch der
Apache-Webserver gehört. Die ASF entstand im Juni 1999 aus der Apache
Group und wurde in Delaware (USA) gegründet. ( siehe in Der Apache Webserver ) |
| ASP | Active Server Pages ist eine von Microsoft entwickelte
SSI-Nachfolgetechnologie, die mit Einsatz einer Skriptsprache wie
VBScript, Perl oder JScript serverseitig Webseiten erzeugt. ASP wurde
ursprünglich nur vom Webserver Internet Information Services (IIS) interpretiert.
Mittlerweile gibt es auch verschiedene Portierungen für den Apache
Webserver. ASP wurde im Jahr 1996 veröffentlicht. ASP wird von Microsoft nicht mehr weiterentwickelt. Die Nachfolgetechnologie ASP.NET hat ASP mit dem Erscheinen des .NET Framework im Jahr 2002 abgelöst. |
| Assembler | Eine Assemblersprache (als Synonym auch kurz Assembler) ist eine spezielle
Programmiersprache, welche die Maschinensprache einer spezifischen Prozessorarchitektur in einer
für den Menschen lesbaren Form repräsentiert.
Jede Computerarchitektur hat folglich ihre eigene Assemblersprache. Ein Programm in Assemblersprache wird auch als Assemblercode bezeichnet. Es wird durch einen speziellen Compiler, ebenfalls Assembler genannt, in direkt ausführbare Maschinensprache (auch Maschinencode) umgewandelt. ( siehe in Einführung in Sprachen zur Systemverwaltung ) |
| ATA | ATA/ATAPI (Advanced Technology Attachment with Packet Interface) ist eine
Schnittstelle zwischen Massenspeicher und Computer. ATA/ATAPI wird beispielsweise in
Personalcomputern verwendet, um Festplatten sowie Laufwerke für CD-ROM und DVD
anzuschließen. Bestimmte Versionen von ATA/ATAPI werden oft auch Fast ATA, Ultra ATA, IDE (Integrated Disc Electronics oder Integrated Drive Electronics oder Integrated Device Electronics) und EIDE (Enhanced IDE) genannt. Neu werden auch die Bezeichnungen P-ATA (Parallel ATA) verwendet, um ATA/ATAPI deutlich vom als Nachfolger entwickelten Industriestandard Serial ATA (SATA) abzugrenzen. ( siehe in Update auf SuSE 9.1 ) |
| Auszeichnungs sprache |
Eine Auszeichnungssprache (Markup Language) dient zur Beschreibung der Daten und
teilweise des Verfahrens, das zur Bearbeitung dieser Daten nötig ist. Ursprünglich dienten
die Auszeichnungen im Text als Anweisungen für die Setzer im Drucksatz. Bei einer Auszeichnungssprache werden die Eigenschaften, Zugehörigkeiten und Verfahren von bestimmten Wörtern, Sätzen und Abschnitten (Elementen) eines Textes oder einer Datenmenge beschrieben bzw. zugeteilt, meist indem sie mit Tags markiert werden. ( ein Beispiel ist HTML ) |
| Authentifizierung | Die Authentifizierung (auch Authentifikation, engl.
authentication) bezeichnet den Vorgang, die Identität einer Person oder
eines Programms an Hand eines bestimmten Merkmals zu überprüfen. Dies
kann zum Beispiel mit einem Fingerabdruck, einem Passwort oder einem
beliebigen anderen Berechtigungsnachweis geschehen. Nah verwandt mit der Authentifizierung ist die Authentisierung. Die Authentisierung ist das Nachweisen einer Identität, die Authentifizierung deren Überprüfung. Bei einer Identitätsüberprüfung gibt es daher immer einen Teilnehmer, der sich authentisiert und einen, der diesen authentifiziert. Im Englischen wird zwischen den beiden Begriffen nicht unterschieden, das Wort authentication steht für beides. ( siehe in Zusammenstellung: Zugangskontrolle ) |
| Autoconf | Autoconf ist eine Software, die automatisch Shell-Skripte generiert, die
Makefiles für ein Softwarepaket erstellen um das Übersetzen des Quellcodes
für verschiedene UNIX-Systeme zu ermöglichen. Der Benutzer muss Autoconf nicht installieren, da
die erzeugten Skripte unabhängig von Autoconf sind. ( siehe in Autoconf ) |
| Autorisierung | Die Autorisierung bezeichnet die Zuweisung und Überprüfung
von Zugriffsrechten auf Daten und Diensten an Systemnutzer. Die
Autorisierung erfolgt meist nach einer erfolgreichen Authentifizierung. ( siehe in Zusammenstellung: Zugriffsberechtigung ) |
| Avahi | Avahi ist eine freie Implementierung von
Zeroconf, einer Technik zur Vernetzung von Geräten in einem lokalen
Netzwerk (LAN), ohne dass diese manuell konfiguriert werden müssen.
Avahi ist heutzutage in allen Linux-Distributionen Standard. ( siehe in ) |
| AVI -Dateien |
Audio Video Interleaved (AVI) ist ein von Microsoft definiertes Video-Containerformat, das von dem für Windows 3.1 eingeführten RIFF (Resource Interchange File Format) abgeleitet ist. In einer AVI-Datei können mehrere Video-, Audio- und Text-Untertiteldatenströme vorhanden sein, die mit verschiedenen Verfahren kodiert sein können (daher auch Containerformat). Der Typ eines Videostreams wird über so genannte FourCCs (Four Character Code) gespeichert. Für Audiostreams kommen TwoCCs zum Einsatz. Zum Kodieren oder Dekodieren wird für jeden Stream ein entsprechender Codec benötigt. |
| awk | Leistungsfähige Programmiersprache zur Analyse und Manipulation von Daten.
Entwickler - A. V. Aho, P. J. Weinberger und B. K. Kernighan. ( siehe in awk ) |
| b: | |
| Base64 | Base64 ist ein Verfahren zur Kodierung von 8-Bit-Binärdaten (z. B.
ausführbare Programme, ZIP-Dateien), in eine Zeichenfolge, die nur aus wenigen
Codepage-unabhängigen ASCII-Zeichen besteht. Im Zusammenhang mit OpenPGP
wird noch eine Prüfsumme (CRC-24) angehängt und es als Radix-64 bezeichnet. Zur Kodierung werden jeweils drei Byte des Bytestroms (=24 bit) in vier 6-bit-Blöcke aufgeteilt. Jeder dieser 6-bit-Blöcke bildet eine Zahl zwischen 0 und 63. Diese Zahlen werden an Hand einer Umsetzungstabelle in „druckbare ASCII-Zeichen“ umgewandelt und ausgegeben. Nach jeweils 76 ausgegebenen Zeichen wird spätestens ein Zeilenumbruch eingefügt, welcher jedoch ansonsten für die Kodierung nicht von Belang ist. ( siehe in Zertifikate ) |
| Batch (-betrieb) |
Batchverarbeitung (Stapelverarbeitung) bezeichnet die sequentielle, nicht-interaktive
Bearbeitung von Aufgaben. Die Bezeichnung "Stapelverarbeitung" stammt aus der Anfangszeit der Datenverarbeitung, als interaktive Verarbeitung noch nicht möglich war. Programme und Datensätze wurden damals auf Lochkarten gestanzt, die Lochkarten wurden auf einen Kartenstapel (batch) gelegt und nacheinander abgearbeitet. Heute wird der Begriff für nicht-interaktive Datenverarbeitung in zwei Bedeutungen verwendet. Batch-Dateien, in Unix als Shellskript. Batch-Jobs, in Unix Hintergrundprozesse oder Daemon. ( siehe in Einteilung von Betriebssystemen ) |
| bdb | Die Berkeley-Datenbank ist eine hochperformante, eingebettete Datenbank-Bibliothek
mit Programmierschnittstellen zu C, C++, Java, Perl, Python, Tcl und vielen weiteren
Programmiersprachen. Die bdb fällt durch seine sehr einfache Struktur im Vergleich zu anderen Datenbanksystemen auf und ist das zugrunde liegende Datenspeicherungssystem von mehreren LDAP-Servern. ( siehe in LDAP ) |
| Bell Labs | Bell Telephone Laboratories bzw. Bell Labs war ursprünglich die Entwicklungsabteilung
des Bell-Konzerns (gegründet 1876 von Alexander Graham Bell). Unter anderem wurden dort
grundlegende Bauteile für Vermittlungsstellentechnik, spezielle Isolierungen für Telefonkabel
und der Transistor erfunden. Die Bell Labs waren der Ursprung des Unix-Betriebssystems und der Programmiersprache C, entwickelt von Brian Kernighan, Dennis Ritchie, und Ken Thompson in den frühen 1970ern, sowie dessen objektorientierter Erweiterung C++ von Bjarne Stroustrup in den 1980ern. ( siehe in Geschichtliche Entwicklung und Einordnung der UNIX Betriebssysteme ) |
| Berkeley | Die University of California, Berkeley wurde 1868 gegründet und ist somit der
älteste Campus der University of California, einem System staatlicher Universitäten verteilt
auf zehn Standorte. Sie befindet sich im kalifornischen Berkeley am östlichen Ufer der
San Francisco Bay. Die Hochschule ist Mitglied der Association of American Universities, einem seit 1900 bestehenden Verbund führender forschungsintensiver nordamerikanischer Universitäten und gehört dem Hochschulverbund International Alliance of Research Universities an. Eine wichtige Entwicklung auf dem Gebiet der IT war die Berkeley Software Distribution (BSD). Bekannte Absolventen in diesen Umfeld sind etwa Ken Thompson, Bill Joy, Andrew S. Tanenbaum, und viele mehr. |
| Betriebsmittel | Betriebsmittel oder Systemressourcen (oder einfach Ressourcen) sind Systemelemente, die von Prozessen zur korrekten Ausführung benötigt werden, wie z. B. Festplatte, Arbeitsspeicher oder Drucker. ( siehe in Einteilung von Betriebsmitteln ) |
| BIND | Berkeley Internet Name Domain, ist ein Open-Source-Softwarepaket, mit dem ein
DNS-Server implementiert werden kann. Aufgrund seiner weiten Verbreitung und der zeitnahen Umsetzung der aktuellen DNS-RFCs gilt BIND seit Jahren als DNS-Referenzsoftware. ( siehe in DNS ) |
| BIOS | Ein Basic Input Output System ist bei x86-PCs die Basis-Software, die der Computer
direkt nach dem Einschalten lädt und ausführt. Sie wird dazu in einem
nichtflüchtigen Speicher abgelegt und steht dem Steuerwerk der CPU so direkt zur
Verfügung. Im Gegensatz zu einem reinen Bootloader verbleibt es nach dem Booten im Speicher und stellt dem Betriebssystem Softwarefunktionen zur Ansteuerung der Hardware bzw. von deren Firmware zur Verfügung. ( siehe Arbeiten mit Bootmanagern ) |
| Blog | Ein Blog (auch Weblog) ist ein auf einer Webseite geführtes und damit
öffentlich einsehbares Tagebuch oder Journal. Häufig ist ein Blog „endlos“, d. h.
eine lange, umgekehrt chronologisch sortierte Liste von Einträgen, die in bestimmten
Abständen umbrochen wird. Es handelt sich damit zwar um eine Website, die aber im
Idealfall nur eine Inhaltsebene umfasst. Der Herausgeber eines Blogs wird als Blogger und die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als bloggen bezeichnet. Die Begriffe Blog, Blogger und bloggen haben in den allgemeinen Sprachgebrauch Eingang gefunden und sind im Duden eingetragen. |
| Blowfish | Der Blowfishalgorithmus ist ein symmetrischer Blockverschlüsselungsalgorithmus.
Er wurde als „public domain“ veröffentlicht und kann frei verwendet werden.
Blowfish hat als Blockchiffre eine fixe Blocklänge von 64 Bit. Die Schlüssellänge kann zwischen 32 Bit und 448 Bit betragen. ( siehe Blowfish in Symmetrische Verfahren ) |
| BNF | Die Backus-Naur-Form oder Backus-Normalform, ist eine kompakte formale Metasyntax
(Metasprache), die benutzt wird, um kontextfreie Grammatiken
( = Typ-2-Grammatiken, vgl.
Chomsky-Hierarchie) darzustellen. Hierzu zählt die Syntax gängiger höherer
Programmiersprachen. Sie wird auch für die Notation von Befehlssätzen und
Kommunikationsprotokollen verwendet. ( siehe Einführung: Reguläre Ausdrücke ) |
| Booten | Als Booten oder Hochfahren bezeichnet man das Laden des Betriebssystems eines Computers,
wie es beispielsweise nach dem Einschalten erforderlich ist. Beim Booten eines PCs beginnt der Prozessor an einer festgelegten Adresse mit der Abarbeitung des im ROM abgelegten BIOS; dieses führt einen Test der angeschlossenen Geräte durch (POST) und durchsucht diese in einer (heutzutage konfigurierbaren) Reihenfolge nach Bootsektoren (im Falle von Festplatten dem MBR). Der erste gefundene Bootsektor wird ausgeführt und lädt über einen meist mehrstufigen Boot-Loader das Betriebssystem. ( siehe Bootvorgang ) |
| Bot | Unter einem Bot (vom Begriff robot abgeleitet) versteht man ein Computerprogramm,
das weitgehend autonom ständig gleichen, sich wiederholenden Aufgaben nachgeht. Es handelt
sich dabei meist um ein eher simples, aber effektives Programm (Skript), das auf einem
Computer ohne sonderliche Interaktion mit einem menschlichen Benutzer läuft. Beispiele für Bots sind die Webcrawler von Internet-Suchmaschinen, die selbsttätig Webseiten besuchen, wobei sie den vorhandenen Links folgen und dabei ggf. den Inhalt der Seiten auswerten. „Gutartige“ Bots halten sich dabei an die Robot Exclusion Standards, mit denen Serverbetreiber das Botverhalten kontrollieren können. „Bösartige“ Bots werden zum Sammeln von E-Mail-Adressen für Spamzwecke, für das massenhafte unautorisierte Kopieren von Webinhalten bis hin zum systematischen Ausspionieren von Softwarelücken von Servern mit dem Ziel des Hackens von Servern eingesetzt. Maßnahmen gegen das unerwünschte Spidern von Websites basieren häufig auf dem Einsatz von sog. Honeypots zur automatischen Erkennung und einer darauf folgenden IP-basierten Aussperrung. |
| Broadcast |
Ein Rundruf bzw. Broadcast in einem Computernetzwerk stellt einen Rundruf dar, wobei Datenpakete von einem Punkt aus gleichzeitig an alle Teilnehmer eines Netzes übertragen werden. In der Vermittlungstechnik ist ein Broadcast eine spezielle Form der Mehrpunktverbindung. |
| Broadcast-Netz | Ein Broadcast-Netz hat einen einzigen Übertragungskanal, der von
allen am Netz angeschlossenen Maschinen gemeinsam genutzt wird. Kurze Nachrichten werden von einer
Maschine gesendet und von allen anderen empfangen. Ein im Paket befindliches Adreßfeld gibt
den Empfänger an. Beim Empfang eines Paketes prüft eine Maschine das Adressfeld. Ist das
Paket für sie bestimmt, verarbeitet sie es. Ist es für eine andere Mschine bestimmt, wird es
einfach ignoriert. |
| Brute-Force -Angriff |
Die Brute-Force-Methode (Methode der rohen Gewalt) ist eine Lösungsmethode für
Probleme aus den Bereichen Informatik, Kryptologie und Spieltheorie, die auf dem erschöpfenden
Ausprobieren aller (oder zumindest vieler) möglichen Fälle beruht. Ein wichtiger Anwendungsbereich findet sich in der Computersicherheit. Ein oft angeführtes Anwendungsbeispiel für die Brute-Force-Methode ist hier das „Knacken“ von Passwörtern. Oft sind Passwörter als Hash-Funktionen verschlüsselt. Eine Berechnung des Passworts aus dem Hash-Wert ist nicht möglich. Ein„Cracker kann jedoch die Hash-Werte vieler Passwörter berechnen. Stimmt ein Wert mit dem Wert des hinterlegten Passwortes überein, hat er das (oder ein passendes) Passwort gefunden. Brute Force bedeutet hier also simples Ausprobieren von möglichen Passwörtern. Aus dem oben genannten Zusammenhang zwischen Umfang des Problemes und benötigten Rechenoperationen lässt sich für das Beispiel des „Passwortknackens“ der Schluss ziehen, dass mit steigender Passwortlänge oder steigender Anzahl an möglicherweise im Passwort vorhandenen Zeichen (Alphabet ohne Zahlen, mit Zahlen, mit Sonderzeichen) die Aufwändigkeit des Brute-Forcens schnell ansteigt. Die Methode ist in der Praxis häufig erfolgreich, da die meisten Benutzer kurze und einfache, damit unsichere, Passwörter verwenden. Schon auf einem handelsüblichen Computer können mehrere hunderttausend Passwörter pro Sekunde ausprobiert werden. Wird die Anzahl der auszuprobierenden Passwörter durch Reduktion der Möglichkeiten auf Einträge aus einem „Wörterbuch“ (bzw. Zusammensetzungen derer) eingeschränkt, spricht man auch von einem Wörterbuchangriff (engl. „dictionary attack“). ( siehe in Passwortschutz und -änderung im Linux-Skript ) |
| BSD | Die Berkeley Software Distribution, ist eine Version des Betriebssystems Unix, die an der
Universität von Kalifornien in Berkeley ab 1977 entstanden ist. Die ursprüngliche durch die Universität erstellte BSD-Distribution ist kaum noch gebräuchlich. Der Begriff BSD bezeichnet heute vielmehr eine ganze Klasse von Unix-Derivaten, die ihre Wurzel in der eigentlichen BSD haben. Seit den 1990er Jahren sind aus BSD die freien Betriebssysteme FreeBSD (1993), NetBSD (1993), OpenBSD (1995) und DragonFly BSD (2003) entstanden. ( siehe in bsinfos ) |
| BSI | Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist eine in Bonn
ansässige zivile obere Bundesbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministerium des
Innern (BMI), die für Fragen der IT-Sicherheit zuständig ist. Im BSI sind mehr als 400
Mitarbeiter beschäftigt. ( siehe etwa in Firewall - Einführung ) |
| Btrfs | Das Btrfs (B-tree FS oder alternativ Butter FS) ist ein Journaling-Dateisystem, das
von der Firma Oracle Corporation seit dem Jahr 2007 für das Betriebssystem Linux entwickelt
wird. Btrfs befindet sich immer noch in der Entwicklungsphase (Version 0.18 / Stand Januar 2009) und ist daher nicht für den Einsatz in Produktionsumgebungen gedacht, es existieren aber bereits Pakete für die Distributionen Gentoo, Debian und Ubuntu für den experimentellen Betrieb des Dateisystems. Am 9. Januar 2009 wurde Btrfs in den Kernel 2.6.29 aufgenommen. ( siehe auch in Dateisysteme ) |
| bzip2 | bzip2 ist ein frei verfügbares Komprimierungsprogramm zur verlustfreien
Kompression
von Dateien. Es ist frei von jeglichen patentierten Algorithmen und wird unter einer
BSD-ähnlichen Lizenz vertrieben. Die Kompression mit bzip2 ist oft (aber nicht immer) effizienter, aber meist erheblich langsamer als die Kompression mit gzip. Mit bzip2 komprimierte Dateien werden durch die Dateiendung .bz2 gekennzeichnet. TAR-Dateien, die mit bzip2 komprimiert wurden, haben üblicherweise die Erweiterung .tar.bz2 oder auch .tbz. ( siehe in Komprimieren von Daten ) |
| c: | |
| C | Die Programmiersprache C wurde von Ken Thompson und
Dennis Ritchie in den frühen
70er Jahren für das damals neu entwickelte Betriebssystem Unix entworfen. Die wesentlich neuere Sprache C++ stellt eine annähernd aufwärtskompatible Weiterentwicklung von C dar und wurde gegenüber C unter anderem um Möglichkeiten zur objektorientierten und generischen Programmierung erweitert. Ein wichtiger Compiler ist der GNU C Compiler (gcc), heute in der GNU Compiler Collection enthalten. ( C Programmierung in der UNIX/Linux Umgebung ) |
| CA | Certification Authority, Zertifizierungsstelle ist eine Organisation, die digitale
Zertifikate herausgibt. Ein digitales Zertifikat ist gewissermaßen das
Cyberspaceäquivalent eines Personalausweises und dient dazu, einen bestimmten öffentlichen
Schlüssel einer Person oder Organisation zuzuordnen. Diese Zuordnung wird von der
Zertifizierungsstelle beglaubigt, indem sie sie mit ihrer eigenen digitalen Unterschrift versieht. ( siehe Zertifikate, Mozilla.help ) |
| Cache | Cache bezeichnet in der EDV einen schnellen Puffer-Speicher, der in unterschiedlichen Geräten
wie z. B. CPUs oder Festplatten zum Einsatz kommt. Ein Cache enthält Kopien von Inhalten eines anderen
(Hintergrund-)Speichers und beschleunigt somit den Zugriff darauf. Um den Nutzen des meist mehrere
Größenordnungen kleineren Caches im Vergleich zum Hintergrundspeicher zu maximieren, werden bei
der Funktionsweise und Organisation eines Caches die Lokalitätseigenschaften
der Zugriffsmuster ausgenutzt. ( siehe Assoziativer Tabellencache in HS-Verwaltung, Caching in Verteilte Dateisysteme) |
| Caesar- Verschlüsselung |
Die Caesar-Verschlüsselung (Verschiebechiffre) ist ein besonders einfacher Sonderfall
einer einfachen monoalphabetischen Substitution. Zum Zwecke der Verschlüsselung wird dabei jeder
Buchstabe des lateinischen Standardalphabets um eine bestimmte Anzahl von Positionen zyklisch
verschoben (rotiert). Die Anzahl bestimmt den Schlüssel, der für die gesamte
Verschlüsselung unverändert bleibt. Es ist eine der einfachsten (und unsichersten) Formen
einer Geheimschrift. ( siehe in Symmetrische Verfahren) |
| CAPTCHA | CAPTCHA ist ein Akronym für Completely Automated Public Turing test to tell
Computers and Humans Apart. Wörtlich übersetzt bedeutet das „Vollautomatischer öffentlicher
Turing-Test, um Computer und Menschen zu unterscheiden“. CAPTCHAs werden verwendet, um zu
entscheiden, ob das Gegenüber ein Mensch oder eine Maschine ist. CAPTCHAs sollen im Internet sicherstellen, dass nur Menschen und keine programmierten Bots bestimmte Dienste nutzen können. |
| CDATA | CDATA (Akronym für Character Data, Zeichendaten) ist ein Begriff aus der Welt der
Standard Generalized Markup Language (SGML) und ihrer Untermenge
XML. Man verwendet die beiden Begriffe CDATA-Abschnitt und CDATA-Datentyp.
Der CDATA-Abschnitt hat folgende Form: <![CDATA[Inhalt]]>. ( siehe in Forrest ) |
| CDE | Das Common Desktop Environment ist eine proprietäre Desktop-Oberfläche für
Unix-Systeme und verwendet Motif als zugrundeliegendes Toolkit zum Erstellen der graphischen
Elemente. Entwickelt wurde CDE von der Open Group, der Firmen wie HP, IBM und Sun Microsystems angehören. Es war bis 2000 der Standard-Desktop bei vielen kommerziellen Unix-Systemen. ( siehe CDE ) |
| CERN | Organisation Européenne pour la Recherche Nucléaire, die Europäische Organisation
für Kernforschung, ist eine Großforschungseinrichtung mit zwei Speicherringen
(Synchrotronen) sowie verschiedenen Teilchenbeschleunigern in Meyrin in der Nähe von Genf in
der Schweiz. Am CERN wurde auch die Idee des World Wide Web von Tim Berners-Lee auf den Weg gebracht. Derzeit ist man am CERN u. a. intensiv an der Entwicklung des World Wide Grid beschäftigt, einem System für verteiltes Rechnen. Dieses wird benötigt, um die ungeheuren Datenmengen, die ab 2007 anfallen, wenn der neue Ringbeschleuniger seine Messungen aufnimmt, zu bewältigen. ( siehe HTTP - Entwicklung ) |
| CERT | CERT steht für Computer Emergency Response Team. Hierbei handelt es sich um
Organisationen, die sich mit Computersicherheit befassen, Warnungen vor Sicherheitslücken
herausgeben und Lösungsansätze bieten. Der Informationsfluss erfolgt dabei meistens über
Mailinglisten. Dort werden sicherheitskritische Themen erörtert und aktuelle Warnungen ausgegeben. Für die Hochschulen in Deutschland spielt insbesondere das CERT des Deutschen Fortschungsnetzes (DFN) eine wichtige Rolle. Das BSI bietet darüberhinaus mit dem "Bürger-CERT" auch einen entsprechenden Dienst für Privatpersonen an. |
| CGI | Common Gateway Interface, ist eine Kommandoschnittstelle um externe Programme
(Gateways) unter Steuerung eines Informationsservers (Webservers) ablaufen zu lassen. ( siehe Common Gateway Interface ) |
| Chipkarte | Chipkarten, oft auch als Smartcard oder Integrated Circuit Card (ICC) bezeichnet, sind
spezielle Plastikkarten mit eingebautem Chip, der eine Hardware-Logik, Speicher oder auch einen
Mikroprozessor enthält. |
| CIFS | Common Internet File System (kurz CIFS) wurde 1996 von Microsoft eingeführt und
beschreibt eine erweiterte Version von SMB. ( siehe Samba ) |
| CISC | Complex Instruction Set Computing, zu deutsch Rechnen mit komplexem Befehlssatz, ist eine
bestimmte Designphilosophie für Prozessoren, ein CISC Prozessor ist ein Prozessor mit komplexem
Befehlssatz. Die Bezeichnung CISC wurde in den 70er Jahren von IBM gewählt, um klassische Befehlssätze von einer neuartigen Form des Befehlssatzes abzugrenzen, dem Reduced Instruction Set Computing (RISC). Im Vergleich zum RISC-Befehlssatz zeichnet sich ein CISC-Befehlssatz durch verhältnismäßig leistungsfähige Einzelbefehle aus, wohingegen RISC zugunsten einer hohen Ausführungsgeschwindigkeit und eines niedrigeren Decodierungsaufwands auf Seiten der CPU versucht, auf komplexe Befehle konsequent zu verzichten. ( siehe ) |
| Cisco | Die Firma Cisco Systems, Inc. ist der
größte Netzwerkausrüster weltweit. Bekannt ist das Unternehmen vor allem für seine Router und Switches, die einen großen Teil des Internet-Backbones versorgen. ( siehe etwa in VPN an der HTW Dresden ) |
| Citrix | Citrix Systems ist ein US-amerikanisches Softwareunternehmen, das 1989 von Ed Iacobucci
gegründet wurde und jetzt in Fort Lauderdale in Florida ansässig ist. Bekannt geworden ist Citrix in erster Linie mit Applikations- und Terminalserver-Anwendungen. Das hat zur Folge, dass mittlerweile oftmals die Firma „Citrix“ als Synonym für eine solche Anwendung verwendet wird. Mittlerweile umfasst das Citrix Produktportfolio auch die Virtualisierungstechnologie Xen. ( siehe Historie Terminalserver und Virtualisierung mit Xen) |
| Client | Verbraucher einer Dienstleistung ( siehe Client/Server Modell ) |
| Cluster | Ein Computercluster ist eine Ansammlung von lose gekoppelten Computern, die so eng
zusammenarbeiten, dass sie als ganzheitliche Ressource betrachtet werden können. Für den Nutzer ist
nicht ersichtlich, ob die genutzte Applikation auf einem oder mehreren Servern läuft
beziehungweise auf welchen Server diese lüuft. ( siehe Diplomarbeit zu Untersuchungen zur Gestaltung und Implementierung von Clustersystemen auf der Basis des Betriebsystems Linux ) |
| CMOS | Der CMOS (Complementary Metal Oxyde Semiconductor) - RAM ist der
Speicher (64 KB), in dem die
Daten des BIOS mit Hilfe einer Batterie gehalten werden. Dieser Speicher
ist passiv. Sie können
seine Daten lesen, und Sie können auch Daten in ihm speichern. Aber dieser Speicher muss von einer
Batterie angetrieben werden, um den Verlust von Daten zu vermeiden, wenn der Computer ausgeschaltet
ist. Da Sie die CMOS-Batterie austauschen müssen, wenn Sie leer ist, verlieren Sie alle
CMOS-Daten. Deshalb ist empfehlenswert, alle Parameter Ihrer Hardware aufzuschreiben. Dies Bezeichnung steht heute bei PC-Mainboards nur noch als synonym für NVRAM. ( siehe in BIOS Kompendium ) |
| CMS | Ein Content-Management-System ist ein Anwendungsprogramm, das die
gemeinschaftliche Erstellung und Bearbeitung des Inhalts von Text- und Multimedia-Dokumenten
(Content) ermöglicht und organisiert. Digitale Informationen werden heute oft als
Content (Inhalt) bezeichnet; sie können als Datei vorliegen, die einzeln verarbeitet
wird – oder auch als zusammenhängender Komplex verteilter Anteile, wie z. B. für
Webseiten die Formatierung via CSS und der Content auf einer „normalen“
HTML-Seite. ( siehe Evaluierung und Testinstallation von Content Management Systemen Bericht Projektseminar WS06/07) |
| CMU | Die Carnegie Mellon University (CMU) ist eine private Forschungsuniversität in
Pittsburgh, Pennsylvania. Sie entstand 1967 durch die Vereinigung des Carnegie Institute of
Technology (gegründet im Jahre 1900 von Andrew Carnegie) und dem Mellon Institute of
Industrial Research (gegründet 1917 von Richard Beatty Mellon). Sie hat etwa 7500 Studenten
und 3000 Angestellte. Carnegie Mellon ist Mitglied der Association of American Universities,
einem seit 1900 bestehenden Verbund führender forschungsintensiver nordamerikanischer
Universitäten. Am Information Technology Center ist das Clusterdateisystem AFS (Andrew Filesystem, nach dem Gründer der Universität benannt) entstanden. |
| Cocoon (Apache) |
Als Cocoon wird das XML-Publishing-System der Apache Software Foundation bezeichnet. Dieses
"Publishing Framework Servlet"‘wurde geschaffen, um
Daten in XML-Form zu speichern
und mittels XSL formatiert auszugeben. Als Ausgabeprodukte von XML-Daten können
XHTML, PDF, RTF und viele weitere stehen. ( siehe in XML - Extensible Markup Language ) |
| Coda | Coda ist ein in einem Netzwerk verteiltes Dateisystem für stationäre und mobile
Rechner. Mehrere Rechner können gleichzeitig mit dem Dateisystem arbeiten, wobei die Inhalte in
der Regel auch auf mehrere Server verteilt werden, um die Verfügbarkeit des Systems zu
erhöhen. Die Server gleichen die Inhalte automatisch untereinander ab. Jeder Client besitzt auf seiner lokalen Festplatte einen Cache mit häufig benutzten Dateien. Bei einer Verbindungsunterbrechung benutzt er die Daten aus seinem Cache. Sobald wieder eine Verbindung zu einem Server aufgebaut werden kann, werden die Daten automatisch abgeglichen. Nur bei Konflikten muss manuell eingegriffen werden. ( siehe in Wie funktioniert CODA ?, Arbeiten im Projektseminar ) |
| Codec | Als Codec bezeichnet man ein Verfahren bzw. Programm, das Daten oder Signale digital kodiert und dekodiert. Beim direkten Umwandeln von einem Format in ein anderes (bspw. MPEG-2 zu MPEG-4 oder MP3 zu WMA) spricht man auch von Transkodierung. |
| Compiler | Ein Compiler ist ein Computerprogramm, das ein in einer Quellsprache geschriebenes
Programm - genannt Quellprogramm - in ein semantisch äquivalentes Programm einer Zielsprache
(Zielprogramm) umwandelt. Üblicherweise handelt es sich dabei um die Übersetzung eines von
einem Programmierer in einer Programmiersprache geschriebenen Quelltextes in Assemblersprache,
Bytecode oder Maschinensprache. Das Übersetzen eines Quellprogramms in ein Zielprogramm durch
einen Compiler wird als Kompilierung oder auch als Übersetzung bezeichnet. Verwandt mit einem Compiler ist ein Interpreter, der ein Programm nicht in die Zielsprache übersetzt, sondern Schritt für Schritt direkt ausführt. ( als Beispiel C in einer UNIX Umgebung ) |
| Container -format |
In der Computertechnik bezeichnet man als Container (englisch für Behälter) ein
Dateiformat, dessen Inhalt mehrere andere Dateiformate erlaubt. Typischerweise definiert ein
Containerformat nur die Art und Struktur, wie der Inhalt aufzubewahren ist. Container
ermöglichen so zum Beispiel das synchrone Wiedergeben von Audio- und Videospuren. ( Siehe Containerformate ) |
| Cookie | Ein Cookie ist ein kurzer Eintrag in einer meist kleinen Datenbank auf einem
Computer und dient dem Austausch von Informationen zwischen Computerprogrammen oder der
zeitlich beschränkten Archivierung von Informationen. Ein Cookie besteht aus mindestens
zwei Bestandteilen, seinem Namen und dem Inhalt oder Wert des Cookie, zusätzlich
können Angaben über den zweckmäßigen Gebrauch vorhanden sein. Webbrowser stellen eine Cookie-Datenbank zur Verfügung, die Cookie Cache genannt wird; dort kann der Webserver einer besuchten Webseite Informationen in Form von HTTP-Cookies hinterlegen und bei einem Wiederbesuch der Seite auslesen. |
| CORBA | Die Common Object Request Broker Architecture kurz CORBA ist eine objektorientierte
Middleware, ein sog. Objekt-Broker, die plattformübergreifende
Protokolle und Dienste definiert und von der Object Management Group (OMG)
entwickelt wird. CORBA vereinfacht das Erstellen verteilter Anwendungen in heterogenen Umgebungen. ( siehe Die Common Object Request Broker Architecture, Studentischer Vortrag i02 ) |
| COSE | Common Operating System Environment, a common look and feel for Unix systems. CDE is the first effort of COSE. |
| COW | Das Copy-On-Write-Verfahren ist in der Informatik eine Optimierungsmethode zur
Vermeidung überflüssiger Kopien von Daten, beispielsweise zwischen Prozessen unter
Unix-artigen Systemen, insbesondere bei oder nach einem fork-Systemaufruf.
( siehe in Erzeugen eines Prozesses ) |
| CPU | Hauptprozessor (Central Processing Unit), auch nur Prozessor oder (alter Sprachgebrauch) Zentraleinheit (ZE). ( siehe Was ist ein Computer? ) |
| CRC | Die zyklische Redundanzprüfung (cyclic redundancy check) ist ein Verfahren (bzw. eine
bestimmte Klasse von Verfahren) aus der Informationstechnik zur Bestimmung eines Prüfwerts
für Daten (z. B. Datenübertragung in Rechnernetzen oder eine Datei), um Fehler bei der
Übertragung oder Duplizierung von Daten erkennen zu können. CRC-Werte können jedoch nicht die Integrität der Daten bestätigen. Das heißt, es ist verhältnismäßig leicht, durch beabsichtigte Modifikation einen Datenstrom zu erzeugen, der den gleichen CRC-Wert wie eine gegebene Nachricht hat. Wenn eine solche Sicherheit gefordert ist, müssen kryptografische Hash-Funktionen wie z. B. MD5 zum Einsatz kommen. ( siehe Kryptographische Prüfsummen ) |
| cron | Der Cron-Daemon ist eine Jobsteuerung von Unix bzw.
Unix-artigen Betriebssystemen wie Linux, die wiederkehrende Aufgaben (cronjobs) zu einer
bestimmten Zeit ausführen kann. Die auszuführenden Befehle werden in einer
benutzereigenen Tabelle, der sogenannten crontab, gespeichert. ( siehe cron in "Zeitgesteuert Prozesse starten" ) |
| CSS | Cascading Style Sheets ist eine deklarative Stylesheet-Sprache für
strukturierte Dokumente. Sie wird vor allem zusammen mit HTML und
XML eingesetzt. CSS soll
dabei festlegen, wie ein besonders ausgezeichneter Inhalt dargestellt werden soll. Dazu ist eswichtig, das HTML oder XML so zu gestalten, dass die Abschnitte, deren Aussehen gleich sein
soll, auch als Gruppe erkannt werden können. Man zeichnet im Dokument also die Bedeutung
einzelner Abschnitte aus, während das Aussehen dieser ausgezeichneten Abschnitte im CSS
festgelegt wird. ( siehe Cascading Style Sheets ) |
| CUPS | Common Unix Printing System ist ein Drucksystem, ein Daemon, der das Drucken unter den
verschiedenen UNIX-artigen Betriebssystemen ermöglicht. CUPS wurde vom Unternehmen Easy Software Products entwickelt und kann sowohl unter der GPL als auch unter proprietären Lizenzen verwendet werden. Es wurde als Nachfolger von älteren Drucksystemen, wie beispielsweise LPD, entworfen. ( siehe Installation von Druckern in SuSE Linux ) |
| (n)curses | (n)curses ist eine C-Bibliothek für die Steuerung von Textterminals. Neben der
Zielstellung von termcap & terminfo - Terminalunabhängigkeit
und Nutzerunterstützung, werden noch zwei weitere Ziele verfolgt: Unterstützung von
multiplen Windows und Optimierung der Ausgaben für diese Fenster. ncurses ist die GNU-Version von curses. ( siehe curses ) |
| CVS | Concurrent Versions System ist ein Software-System zur Versionsverwaltung von Dateien. Die
Entwicklung begann im Jahr 1989. Hauptsächlich wird CVS im Zusammenhang mit Software-Quelltext
verwendet. Das erste System zur Versionsverwaltung in Unix, war das Source Code Control System (SCCS). CVS erfreut sich besonders in der Open-Source-Gemeinde großer Beliebtheit. So kommt es bei den meisten großen Open-Source-Projekten zum Einsatz. Das Softwaresystem wird unter anderem auch auf den Servern von SourceForge.net verwendet. Allmählich wird CVS durch andere Entwicklungen wie Subversion ersetzt. ( siehe ) |
| Cyrus | Der E-Mail-Server Cyrus ist ein Open-Source-Projekt der
Carnegie Mellon University. Ursprünglich wurde die Server-Software für
das Campus-Mail-System der Universität entwickelt, mittlerweile ist es jedoch ein anerkannter und
auch im professionellen Bereich eingesetzter Mail Delivery Agent.
Er unterstützt zurzeit die
Protokolle IMAP und POP3 und arbeitet mit diversen
SMTP-Servern unter Linux/Unix zusammen. ( siehe Komponenten des Webmailsystems ) |
| d: | |
| Daemon | Ein Hintergrundprozess, der bestimmte Dienste zur Verfügung stellt.
Benutzerinteraktionen finden hierbei nur auf indirektem Weg statt, zum Beispiel über
Signale oder Pipes. Daemons werden nicht vom Computerbenutzer interaktiv bedient, sondern warten im Hintergrund, bis sie durch eine Netzwerkanfrage oder ein anderes Programm aktiviert werden. ( siehe Daemons, Systemprozesse ) |
| DAS | Direct Attached Storage bezeichnet den direkt (ohne Speichernetzwerk) an einen
Server angeschlossenen Massenspeicher. Dies können einzelne interne oder externe
Festplatten sein oder aber ein aus mehreren Festplatten bestehendes externes
Disk Array. ( siehe in Speichersysteme und Speichernetze ) |
| Data ONTAP | Das Betriebssystem Data ONTAP ist ein hoch optimiertes, skalierbares und
flexibles Betriebssystem für Storagesysteme. Es ist das zugrundeliegenden
Betriebssystem der Speicherlösungen der Firma NetApp. Links: ar-hannover, unixville. ( siehe etwa in Zentrales Backup-System und Snapshots ) |
| Datei | Eine Datei (File) ist ein strukturierter Bestand inhaltlich zusammengehöriger Daten, welche
auf einem beliebigen Datenträger oder Speichermedium abgelegt bzw. gespeichert werden kann.
Diese Daten existieren über die Laufzeit eines Programms hinaus und werden als „nicht
flüchtig“ oder „persistent“ (engl. persistance = Erhaltung) bezeichnet. Das Wort Datei ist eine
Verkürzung von Daten-Kartei. ( siehe Definition ) |
| Datei- erweiterungen |
Die Dateierweiterung (exakter Dateinamenserweiterung engl. file extension) ist der letzte
Teil eines Dateinamens und wird gewöhnlich mit einem Punkt abgetrennt. Die Dateiendung wird oft
eingesetzt, um das Format einer Datei erkennbar zu machen, ohne die Datei vorher einlesen zu
müssen. ( siehe Dateierweiterungen ) |
| Datei- manager |
Ein Dateimanager ist ein Computerprogramm, mit dem man den Inhalt von Datenträgern auf
einem Computer ansehen und manipulieren kann. Grundfunktionen sind das Auflisten aller Dateien in
einem Verzeichnis sowie die Darstellung der Verzeichnisstruktur. Man kann Dateien
und Verzeichnisse verschieben, kopieren, umbenennen, löschen, ihre Attribute ändern und neue
Verzeichnisse anlegen. Ferner kann man Dateien mit den ihnen zugeordneten Programmen öffnen. Beisiele: ( siehe im Linuxskript Dateimanager ) |
| Dateisystem | In einem 'realen' Dateisystem (Filesystem) werden Informationen in Form von Dateien
auf einem E/A Gerät (oder selbständigen Teilen, Partitionen)
gespeichert. Die Beschreibung
des Dateisystems befindet sich, ebenso wie seine Struktur in Form von Verzeichnissen (Katalogen),
auf diesem Gerät. Ein 'reales' Dateisystem ist also immer auf einem Gerät/Datenträger
gespeichert. Ein 'virtuelles' Dateisystem nutzt zur Bereitstellung und Organisation von Informationen analoge Strukturen. Die Speicherung der Informationen ist aber nicht an ein E/A Gerät gebunden (z.B. das proc-Filesystem). ( siehe Grundlagen des E/A Systems ) |
| Daten- kompression |
Datenkompression oder Datenkomprimierung bezeichnet man die Anwendung von Verfahren
zur Reduktion des Speicherbedarfs von Daten, ohne die Information, die in dieser Datei enthalten ist, zu verändern. ( siehe Komprimieren von Daten ) |
| DCE | Distributed Computing Environment, ist ein Industriestandard für verteilte Anwendungen. Als die Vernetzung von heterogenen Computersystemen zu Beginn der 1990er Jahre zunahm, stellte die Open Software Foundation ein Konzept für die Architektur verteilter Systeme vor. DCE bietet eine Reihe an Diensten und Werkzeugen wie Sicherheitsdienste oder Verzeichnisdienst. ( siehe DCE ) |
| Deadlock | Siehe Verklemmung |
| DEC | Die Firma Digital Equipment Corporation, auch als DEC oder Digital bezeichnet, ist
ein Pionier in der Computerindustrie. Firmensitz war in Maynard, Massachusetts, in einer
alten Baumwollspinnerei („The Mill“). Digital wurde 1998 von Compaq übernommen und
gehört seit 2002, mitsamt Compaq, zu Hewlett-Packard. Die bekanntesten Entwicklungen war die PDP-11 und die VAX mit dem Betriebssystem VMS. ( siehe etwa in Schedulingstrategien - VAX/VMS ) |
| DER | Die Abstract Syntax Notation One (ASN.1) ist eine Beschreibungssprache zur Definition von
Datenstrukturen sowie Festlegungen zur Umsetzung von Datenstrukturen und Elementen in ein
netzeinheitliches Format. Sie ist gemeinsamer Standard der ITU-T (International Telecommunication
Union – Telecommunication Standardization Sector) und der ISO (International Organization for
Standardization). Eine der definierten Regeln ist DER (Distinguished Encoding Rules). ( siehe ) |
| DES | Data Encryption Standard, ist ein weit verbreiteter
symmetrischer Verschlüsselungsalgorithmus. Der DES-Algorithmus wurde als offizieller Standard für die US-Regierung im Jahr 1976 bestätigt und wird seither international vielfach eingesetzt. Heute wird DES aufgrund der verwendeten Schlüssellänge von nur 56 Bits für viele Anwendungen als nicht ausreichend sicher erachtet. Nachfolger sind Triple-DES (Mehrfachanwendung des DES) und AES. ( siehe DES ) |
| devfs | devfs ist ein spezielles Dateisystem für viele Unix-artigen Betriebssysteme. Da die
Implementierung von devfs im Linux-Kernel einige Unzulänglichkeiten hat und nicht mehr aktiv
weiterentwickelt wird, wurde udev entwickelt. Seit Ende Juni 2006 ist devfs nicht
mehr Bestandteil des Linux-Kernels und wurde vollständig durch udev ersetzt (2.18.). ( siehe Gerätedateien im Linux ) |
| DFN | Deutsche Forschungsnetz (DFN) ist ein Hochleistungsnetz für Wissenschaft und
Forschung in Deutschland. Es verbindet Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Internet
miteinander. Die technische Basis für das Deutsche Forschungsnetz ist das Wissenschaftsnetz
X-WiN, der Nachfolger des G-WiN. Die Hochleistungsnetze für Lehre und Forschung in Deutschland werden als Kommunikationsinfrastruktur von der Wissenschaftsgemeinschaft (organisiert im DFN e. V.) selbst verwaltet. Der Verein wurde 1984 von Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und forschungsnahen Wirtschaftsunternehmen mit dem Ziel gegründet, die rechnergestützte Kommunikation in Deutschland zu fördern. Zentrale Webseite des DFN. ( siehe etwa in Zertifikate ) |
| DFS | Der Distributed File Service ist ein weltweites verteiltes Filesystem, welches
DCE Nutzern
den direkten Zugriff auf Daten in einer entfernten DCE Celle erlaubt. Es ist eine Entwicklung der
OSF auf der Basis von AFS. ( siehe in Distributed File System -DFS ) |
| DHCP | Das Dynamic Host Configuration Protocol (DHCP) ermöglicht mit Hilfe eines entsprechenden
Servers die dynamische Zuweisung einer IP-Adresse und weiterer Konfigurationsparameter an Computer in einem
Netzwerk (z. B. Internet oder LAN). Durch DHCP ist die vollautomatische Einbindung eines neuen Computers in ein bestehendes Netzwerk ohne weitere Konfiguration möglich. Am Client muss im Normalfall lediglich der automatische Bezug der IP-Adresse eingestellt sein. ( siehe DHCP, Studentischer Vortrag) |
| DHTML | Dynamic HTML ist ein beim Webdesign verwendeter Begriff. Damit ist es möglich, Webseiten zu schreiben, deren Inhalte sich während der Darstellung im Browser „dynamisch“ ändern, insbesondere in Reaktion auf Benutzereingaben. Das kann zum Beispiel bedeuten, dass ein Menü aufklappt, Texte hervorgehoben oder eingeblendet werden, Objekte sich per Drag & Drop bewegen lassen oder ein Formular automatisch Berechnungen durchführt. ( siehe JavaScript ) |
| Diffie-Hellman Schlüssel -austausch |
Der Diffie-Hellman-Schlüsselaustausch ist ein Protokoll aus
dem Bereich der Kryptografie. Mit ihm erzeugen zwei Kommunikationspartner
einen geheimen Schlüssel, den nur diese beiden kennen. Dieser Schlüssel wird
üblicherweise verwendet, um verschlüsselte Nachrichten mittels eines
symmetrischen Kryptosystems zu übertragen. ( siehe in Asymmetrische Verfahren ) |
| Digitale Signatur | Eine digitale Signatur ist ein kryptografisches Verfahren, bei
dem zu einer "Nachricht" (d. h. zu beliebigen Daten) eine Zahl (die "digitale Signatur") berechnet
wird, deren Urheberschaft und Zugehörigkeit zur Nachricht durch jeden geprüft werden kann.
Digitale Signaturen basieren auf asymmetrischen Kryptosystemen und
verwenden folglich ein Schlüsselpaar, das aus einem privaten (d.h. geheimen) und einem öffentlichen (d. h. nicht geheimen) Schlüssel besteht. ( siehe in Digitale Signatur ) |
| Dijkstra | Ein Pionier der Entwicklung der Informatik (1930-2002). Unter seinen Beiträgen
zur Informatik finden sich Dijkstras Algorithmus zur Berechnung des kürzesten Weges in
einem Graphen, die erstmalige Einführung von Semaphoren zur Synchronisation zwischen
Threads sowie eine Abhandlung über den Goto-Befehl und warum er nicht benutzt werden
sollte. Er führte den Begriff der strukturierten Programmierung in die Informatik ein. ( siehe Synchronisationsanforderungen von Dijkstra (1965) ) |
| Disk-Array | Ein Disk Array ist ein Gerät, welches mehrere Festplatten beinhaltet und diese Servern
zur Verfügung stellt. Funktionalitäten wie RAID, Storage-Virtualisierung,
Kopien oder Spiegelungen innerhalb des selben oder auch zwischen Disk-Arrays werden direkt auf diesen
ohne Beteiligung der Server ausgeführt. ( siehe in ) |
| DMA | Der Begriff Speicherdirektzugriff oder englisch Direct Memory Access bezeichnet in der
Computertechnik eine Zugriffsart, die über ein Bussystem direkt auf den Speicher zugreift. Die DMA-Technik erlaubt angeschlossenen Peripheriegeräten, wie Netzwerkkarte oder Soundkarte, ohne Umweg über die CPU direkt mit dem Arbeitsspeicher zu kommunizieren. Der Vorteil der DMA-Technik ist die schnellere Datenübertragung bei gleichzeitiger Entlastung des Prozessors. ( siehe Geräteverwaltung ) |
| DNS | Domain Name Service, ist einer der wichtigsten Dienste im Internet. Hauptaufgabe ist die
Auflösung von Namen, d. h. auf Namensanfragen mit der zugehörigen IP-Adresse zu antworten. Das DNS ist eine weltweit auf tausende von Servern verteilte hierarchische Datenbank, die den Namensraum des Internets verwaltet. ( siehe DNS ) |
| DOM | Das Document Object Model ist eine Programmierschnittstelle (API) für den
Zugriff auf HTML- oder XML-Dokumente. Sie wird vom World Wide Web Consortium definiert. Im Sinne der objektorientierten Programmierung besteht das DOM aus einem Satz von Klassen zusammen mit deren Methoden und Attributen. Es erlaubt Computerprogrammen dynamisch den Inhalt, die Struktur und das Layout eines Dokuments zu verändern. Die ersten DOM-Standards des W3C stellen den Versuch dar, die verschiedenen proprietären JavaScript- und DHTML-Techniken, die während der Zeit der Browserkriege entstanden, zusammenzuführen, zu standardisieren und letztlich abzulösen. Dies ist gelungen, so dass DOM heutzutage eine zentrale Bedeutung bei der JavaScript-Programmierung einnimmt. ( siehe JavaScript ) |
| Domain | Der Begriff Domain wird auf dieser Website für DNS und
NIS genutzt. Hier wird der Begriff nur für DNS eingeführt. Eine Domain im Internet ist ein zusammenhängender Teilbereich des hierarchischen DNS-Namensraumes. Der Name einer Domain ist gleichzeitig auch ihr Fully Qualified Domain Name (FQDN). Die Notation eines FQDN und damit auch einer Domain erfolgt durch die Aneinanderreihung der Labels aller Knoten. Als Subdomain bezeichnet man dabei eine Domain, welche in der Hierarchie unterhalb einer anderen liegt. Domains, die direkt unterhalb der Top-Level-Domain (TLD) liegen, bezeichnet man für gewöhnlich nicht als Subdomains, sondern als Second-Level-Domain oder nur Domain. Jede Domain umfasst, ausgehend von ihrem Domainnamen, immer die gesamte untergeordnete Baumstruktur. ( siehe Einführung: Domain Name System - DNS ) |
| DOS | Als Disk Operating System (DOS) werden kleine und einfache Betriebssysteme bezeichnet. Diese Zuordnung resultiert vermutlich aus der Bezeichnung der Betriebssysteme für die IBM - Mainframe Serie 360. IBM entwickelte in den 1960er-Jahren ein Betriebssystem mit dem Namen "OS". Dieses BS konnte aber, wegen vieler Fehler, nicht mit der Hardware ausgeliefert werden. Deshalb wurde kurzfristig ein kleineres System mit den Namen "DOS" entwickelt und freigegeben. Diese Bezeichnung wurde dann für kleine Systeme auch in anderen Hardwareumgebungen genutzt. Ein typischer Vertreter ist MS-DOS von Microsoft. ( siehe in Einteilung von Betriebssystemen ) |
| DoS | Denial of Service, (Denial of Service attack, etwa: „Dienstverweigerungsangriff“)
ist ein Angriff auf einen Server oder sonstigen Rechner in einem Datennetz mit dem Ziel, einen oder
mehrere seiner Dienste arbeitsunfähig zu machen. In der Regel geschieht dies durch
Überlastung. Normalerweise werden solche Angriffe nicht per Hand, sondern mit Backdoor-Programmen oder Ähnlichem durchgeführt, welche sich von alleine auf anderen Rechnern im Netzwerk verbreiten und dadurch dem Angreifer weitere Wirte zum Ausführen seiner Angriffe bringen. |
| Doxygen | Doxygen ist das bekannteste Open-Source Software-Dokumentationswerkzeug. Es steht als freie
Software unter der GPL zur Verfügung. Durch spezielle Kommentare im Quelltext können Software-Entwickler Erläuterungen zu Programmelementen definieren, aus denen Doxygen eine übersichtliche Dokumentation erstellt. Außerdem ist es möglich, einen zusammenfassenden Überblick über den Aufbau und die Elemente eines bereits existierenden Programms (verwendete Dateien, Funktionen, Variablen, sowie deren Rolle im Programmablauf) zu erzeugen. ( siehe aktuelles Manual ) |
| DPMS | Display Power Management Signaling (DPMS) ist eine durch die Video Electronics Standards Association (VESA) spezifizierte Methode, mit der eine Grafikkarte eines Computers dem daran angeschlossenen Monitor mitteilen kann, wann er in einen Engergiesparzustand ("Stand by", "Suspend" oder "Power Off") umschalten soll. Dazu müssen sowohl die Grafikkarte, als auch der Monitor DPMS unterstützen. |
| DRBD | DRBD steht für Distributed Replicated Block Device. Es dient dazu, ein Blockgerät
auf einem produktiven (primary) Server in Echtzeit auf einen anderen (secondary) Server zu spiegeln.
Dieses Verfahren wird verwendet, um Hochverfügbarkeit im UNIX/Linux Umfeld zu realisieren und
somit eine gute Verfügbarkeit verschiedener Dienste zu erreichen. |
| DSA | Der Digital Signature Algorithm ist ein Standard der US-Regierung für Digitale Signaturen.
Der DSA ist im Unterschied zu RSA nicht zugleich auch als
Verschlüsselungsverfahren konzipiert. Entworfen wurde er von der
NSA im Rahmen des Versuchs der US-Regierung, hochsichere Verschlüsselung unter
Kontrolle zu bringen. Der DSA basiert auf dem diskreten Logarithmus in endlichen Körpern. |
| DSL | Über die Digital Subscriber Line (DSL) (englisch für Digitaler Teilnehmer-Anschluss)
können Haushalte und Unternehmen Daten mit hohen Übertragungsraten (bis zu 210 Mbit/s) über
einfache Kupferleitungen senden und empfangen. Das ist eine wesentliche Verbesserung gegenüber
Telefonmodem- (bis zu 56 kbit/s) und ISDN-Verbindungen (mit zwei gebündelten
Kanälen
128 kbit/s). In der Regel wird mittels DSL ein Breitband-Internetzugang zur Verfügung gestellt. ( siehe Konfiguration eines T-DSL Anschlusses ) |
| DTD | Die Dokument-Typ-Definition ist eine Deklaration in SGML- und
XML-Dokumenten, die die Struktur eines solchen Dokuments festlegt. Eine DTD hat den Zweck, ein bestimmtes Auszeichnungsproblem zu lösen und bestimmt damit die Struktur: HTML bzw. XHTML für Webseiten, und noch viele weitere. ( siehe Dokumenttyp-Definition - DTD ) |
| DVB | Digital Video Broadcasting steht für Digitaler Videorundfunk. DVB bezeichnet in technischer Hinsicht die standardisierten Verfahren zur Übertragung von digitalen Inhalten (Fernsehen, Radio, ...) durch digitale Technik. Durch Datenkompression (MPEG-2 und für HDTV vor allem H.264) können im Vergleich zur analogen Fernsehübertragung mehr Programme pro Sendekanal (Frequenz) übertragen werden. |
| DVD | Die DVD ist ein digitales Speichermedium, das einer CD ähnelt, aber über eine
deutlich höhere Speicherkapazität verfügt. Sie zählt zu den optischen Datenspeichern. In der Alltagssprache wird der Ausdruck „DVD“ im Zusammenhang mit Filmen häufig im Sinne des logischen Formats DVD-Video verwendet. DVD-Formate: "Nur" lesbar - DVD-Video, DVD-Audio, DVD-ROM und Hybrid-DVD; beschreibbar - DVD-RAM, DVD−R, DVD+R, DVD−RW, DVD+RW, DVD−R DL, DVD+R DL. Bei DVDs wird üblicherweise MPEG-2 als Kompressionsformat eingesetzt, bei Video-CDs MPEG-1. |
| DVD-Video | Die DVD-Video ist eine technische Spezifikation zur Speicherung von Videos auf
einem DVD-Datenträger. Dieser Standard wurde vorrangig vom DVD-Forum geschaffen, um
das Medium unter der Kontrolle der Filmindustrie zu halten – so können DVDs laut
Standard nur auf autorisierten Geräten abgespielt werden. Dies nutzen insbesondere Hersteller von proprietärer Software, wie Microsoft und "Open-DVD" (ROXIO). |
| e: | |
| EAP | Das Extensible Authentication Protocol ist ein Authentifizierungs-Protokoll, das
oft mit PPP eingesetzt wird und verschiedene Authentifizierungsmechanismen unterstützt.
Es wird oft für die Zugriffskontrolle auf Netzwerke genutzt. (siehe Die Nutzung von HTWLAN) |
| EBNF | Die Erweiterte Backus-Naur-Form, ist eine Erweiterung der Backus-Naur-Form
(BNF), die ursprünglich von Niklaus Wirth zur Darstellung der Syntax der
Programmiersprache Pascal eingeführt wurde. Sie ist eine formale Metasprache,
die benutzt wird, um kontextfreie Grammatiken darzustellen. (siehe in Syntax eines XML-Dokuments) |
| Echtzeit -system |
Von Echtzeitsystemen spricht man, wenn ein System ein Ergebnis innerhalb eines vorher
fest definierten Zeitintervalles garantiert berechnet, also bevor eine bestimmte Zeitschranke
erreicht ist. Die Größe des Zeitintervalles spielt dabei keine Rolle. (siehe Einteilung von Betriebssystemen) |
| ed | ed ist ein auf allen Unix- und Unix ähnlichen Systemen (gleichgültig wie alt oder wie
neu) verfügbarer Texteditor, der interaktiv oder innerhalb von Shell-Skripten für Bearbeitungen
von Textdateien verwendet werden kann. Wie die Editoren ex und vi(m) arbeitet ed zeilenorientiert: Die Textbearbeitung bezieht sich immer auf eine Zeile oder eine Auswahl von Zeilen. Im Unterschied zum vi stellt ed beim interaktiven Gebrauch auch nur eine Zeile zur Bearbeitung zur Verfügung, d. h. es ist nicht möglich, sich vertikal durch den Text zu bewegen. (siehe ed, in Kommandoliste) |
| Editor | Ein Texteditor ist ein Computerprogramm zum Bearbeiten von Texten. Der Editor lädt die zu
bearbeitende Textdatei und zeigt ihren Inhalt auf dem Bildschirm an. Durch diverse Aktionen können
die Daten dann bearbeitet werden. Zu diesen Aktionen kann das Einfügen, Löschen und Kopieren
gehören. Hier angesprochene Editoren: vim, ed, sed und Emacs. |
| Einwegfunktion | Eine Einwegfunktion ist eine mathematische Funktion, die im Sinne der Komplexitätstheorie
schwer“ umzukehren ist. Es ist nicht bekannt, ob es Funktionen gibt, die die Einweg-Bedingungen erfüllen. In der Praxis gibt es Funktionen, die die Anforderungen an eine Einwegfunktion bislang ausreichend erfüllen. Ein Beispiel für eine solche Funktion ist die Multiplikation von zwei großen Primzahlen, da man annimmt, dass eine Primfaktorzerlegung ein „schwieriges“ Problem darstellt. Ein weiteres Beispiel ist die modulare Exponentiation mit ihrer Inversen, dem diskreten Logarithmus. Einwegfunktionen werden in asymmetrischen Verschlüsselungsverfahren verwendet, wie zum Beispiel RSA. Nutzt man eine Einwegfunktion zur Verschlüsselung spricht man auch von einer Einwegverschlüsselung, d.h. der verschlüsselte Text kann kaum mehr entschlüsselt werden, z.B. Passwort. Einweg-Hash-Funktionen sind Einwegfunktionen, die einen beliebig langen Klartext auf einen Hash-Wert fester Länge abbilden. (siehe in Asymmetrische Verfahren) |
| EISA | Die Extended Industry Standard Architecture ist ein
Standardbus der den ISA-Bus auf 32 Bit erweitert. Außerdem fügt er die
Möglichkeit hinzu, den Bus zwischen mehreren CPUs zu teilen. (siehe USB-Grundlagen) |
| ELF | Das "Executable and Linking Format" beschreibt das Standard-Binärformat ausführbarer
Programme unter vielen auf UNIX basierenden Betriebssystemen wie beispielsweise Linux. Besonderheiten dieses Formats sind unter anderem das dynamische Linken und Laden, die problemlose Kontrolle von bereits laufenden Programmen und die einfache Möglichkeit dynamische Bibliotheken zu erzeugen. Dabei ist die Repräsentation der Kontrolldaten im Gegensatz zu anderen proprietären Formaten in einer ELF-Datei stets plattformunabhängig. (siehe C Unix/Linux: Vorbemerkungen) |
| Emacs | Emacs ist ein ursprünglich von
Richard Stallman entwickelter
Texteditor, welcher durch seine Programmierschnittstelle in der
Programmiersprache LISP mit beliebigen Erweiterungen ausgestattet werden kann. Emacs ist als Freie Software unter der GNU General Public License (GPL) erhältlich und läuft auf den meisten heute üblichen Betriebssystemen. (siehe ) |
| Enigma | Die ENIGMA Maschine ist eine Rotor-Schlüsselmaschine, die im Zweiten Weltkrieg im
Nachrichtenverkehr des deutschen Militärs verwendet wurde. Das Wort „Enigma“kommt aus dem
Griechischen und bedeutet Rätsel. (siehe Symmetrische Verfahren) |
| Ethernet |
ist eine rahmenbasierte Computer-Vernetzungstechnologie für lokale Netze. Sie definiert Kabeltypen und Signalisierung für die Bitübertragungsschicht (physische Schicht) sowie Paketformate und Protokolle für die Medienzugriffskontrolle (Media Access Control, MAC). |
| Exokernel | Ein Exokernel, auch als vertikal strukturiertes Betriebssystem bezeichnet, ist eine Art von
Kernel und damit der zentrale Bestandteil eines Betriebssystems. Seine
Hauptfunktion besteht darin, Ressourcenkonflikte zu verhindern und Zugriffsrechte zu prüfen. Das Konzept eines Exokernels existiert seit 1994, wurde allerdings (bis 2005) nur vom MIT für mehrere Systeme eingesetzt, darunter ExOs. (siehe im Tanenbaum) |
| ext2 | Das ext2 oder auch second extended filesytem war viele Jahre lang das
Standarddateisystem des Linux-Betriebssystems und ist immer noch weit verbreitet. Es wurde
ursprünglich 1993 von Rémy Card entwickelt. ext2 teilt viele seiner Eigenschaften mit traditionellen Unix-Filesystemen, z. B. das Konzept der Blöcke, Inodes und Verzeichnisse, enthält aber auch eine Reihe von Verbesserungen. (siehe Dateisysteme) |
| ext3 | Das ext3 (third extended filesystem) ist ein Journalingdateisystem, das für
Linux entwickelt wurde. Bei vielen Linux-Distributionen ist es das Standard-Dateisystem. Die Kombination von ext2 mit der Journal-Erweiterung wird als ext3 bezeichnet. Dabei ändert sich das Datenformat des Datenträgers bei der Verwendung eines Journals nicht. Die Daten können deshalb auch mit einem ext2-Dateisystemtreiber gelesen werden. Das Journal ist eine reguläre Datei, in die die Metadaten (optional auch die Nutzdaten) geschrieben werden, bevor sie auf das tatsächliche Dateisystem geschrieben werden. Aus einem ext2- kann man daher ein ext3-Dateisystem machen, ohne irgendwelche Daten konvertieren zu müssen. (siehe Dateisysteme) |
| ext4 | Das ext4 (fourth extended filesystem) ist ein Journaling-Dateisystem, das für den
Linux-Kernel entwickelt wird. Mit dem Erscheinen von Linux 2.6.28 am 24. Dezember 2008
verließ ext4 das Hauptentwicklungsstadium. (siehe Dateisysteme) |
| f: | |
| Fabric | Als Fabric (engl. „Gewebe“) bezeichnet man in Computernetzwerken im Gegensatz zu
einer einfachen Punkt-zu-Punkt-Verbindung ein Netzwerk von Leitungen, Routern
und Switches, das eine gewisse Redundanz und Quervernetzung besitzt
und darauf ausgelegt ist input und output mit hohem Durchsatz, hoher Bandbreite und hoher
Ausfallsicherheit zu gewährleisten. ( siehe etwa in Fibre Channel ) |
| FAT | File Allocation Table, wurde von Seattle Computer Products als Dateisystem für
dessen Betriebssystem QDOS, dem direkten Vorgänger von MS-DOS, entwickelt. Die FAT ist eine verkettete Liste in einem Speicherbereich einer Partition, in dem Informationen zu jedem Cluster (Zuordnungseinheit) der Partition stehen. ( siehe Dateisysteme ) |
| FDDI | Das Fiber Distributed Data Interface (FDDI) ist eine Ende der 80er Jahre entwickelte 100 MBit/s standardisierte Netzwerkarchitektur für lokale Netzwerke (ANSI Standard X3T9.5). Als Medium werden Glasfaserkabel verwendet, ein doppelter, gegenläufiger Ring mit Token-Zugriffsmechanismus. 1994 wurde der FDDI-Standard erweitert und die Übertragung auch über geschirmte (STP) und ungeschirmte (UTP Typ 5) verdrillte Kupferleitungen standardisiert (CDDI, C für Copper). |
| FHS | Der Filesystem Hierarchy Standard ist eine von der Filesystem Hierarchy Standard
Group veröffentlichte Richtlinie,
die Regeln über die Verzeichnisstruktur unter UNIX-ähnlichen Betriebssystemen festlegt. Durch
den Standard, der momentan in der Version 2.3 vorliegt, können sowohl Anwendungsprogramme als
auch Benutzer leichter vorhandene Dateien und Verzeichnisse lokalisieren. ( siehe in Das Dateisystem ) |
| Fibre Channel | Fibre Channel ist ein Standardprotokoll aus dem Bereich der Speichernetzwerke.
Fibrechannel ist für serielle, kontinuierliche Hochgeschwindigkeitsübertragung
großer Datenmengen konzipiert worden. Viele Storage Area Networks
(SAN) basieren heute auf
der Implementierung des Fibre-Channel-Standards. Die erreichten Bandbreiten liegen heute bei
4 Gb/s (4GFC), was im Vollduplex-Betrieb für Datentransferraten von 800 MB/s ausreicht. ( siehe Fibre Channel ) |
| FIFO | First In-First Out bezeichnet jegliche Verfahren der Speicherung, bei denen diejenigen Elemente,
die zuerst gespeichert wurden, auch zuerst wieder aus dem Speicher entnommen werden. Das gegenteilige
Prinzip wird als LIFO bezeichnet. In UNIX/Linux bezeichnet FIFO einen gepufferten unidirektionalen Datenstrom zwischen zwei unabhängigen Prozessen. Dem Puffer (im Kernel) wird bei open (im Unterschied zur Pipe) der Name einer Datei (special File) zugeordnet. (siehe FIFO ) |
| Firefox | Mozilla Firefox ist ein auf Mozilla basierender freier Webbrowser, ( siehe Firefox ) |
| Firewall | Sicherheitsgateway für Netzwerkübergänge. Besteht aus Software- und Hardwarekomponenten, die den Zugriff zwischen verschiedenen Rechnernetzen beschränken, um ein Sicherheitskonzept umzusetzen. Hardwarekomponenten einer Firewall sind Rechner mit Netzwerkschnittstellen wie Router oder Hosts; Softwarekomponenten sind beispielsweise Paketfilter oder Proxyserver. Ein häufiger Einsatzzweck einer Firewall besteht darin, den Datenverkehr zwischen einem zu schützenden lokalen Netzwerk (LAN) und dem Internet zu kontrollieren. ( siehe Firewall ) |
| FLAC | Free Lossless Audio Codec, zu Deutsch Freier verlustfreier Audio-Kodierer-Dekodierer, ist
ein verlustfreier Audio-Codec, der im Rahmen der Xiph.Org Foundation entwickelt wird. Er ist frei
verfügbar und in seiner Nutzung nicht durch Softwarepatente beschränkt. ( siehe in Audioformate ) |
| Flynnsche _Klassifikation |
Die Flynnsche Klassifikation (auch Flynnsche Taxonomy genannt) ist eine Unterteilung von
Rechnerarchitekturen, welche 1966 von Michael J. Flynn vorgeschlagen wurde. Die Architekturen
werden unterteilt nach der Anzahl der parallelen Befehlsströme (Instruction Streams) und der
Datenströme (Data Streams). ( siehe in Hardwarekonzepte ) |
| Forrest (Apache) |
Apache Forrest ist ein Web-Publishing Framework basierend auf Apache
Cocoon. Basierend auf Standards wie XML und HTML, kann mit Forrest aus verschiedenen Quelldokumenten (z.B. XML, OpenOffice) eine einheitliche Ausgabe (z.B. in HTML und PDF) erzeugt werden. (siehe Forrest) |
| FQDN | Ein Fully Qualified Domain-Name (FQDN) dient der eindeutigen Bestimmung eines Knotens im
Namensraum des hierarchisch aufgebauten DNS. (siehe Domain Name System - DNS) |
| Framework | Wörtlich übersetzt bedeutet Framework (Programm-)Gerüst, Rahmen oder Skelett.
Darin wird ausgedrückt, dass ein Framework in der Regel eine Anwendungsarchitektur vorgibt. Dabei
findet eine Umkehrung der Kontrolle statt: Der Programmierer registriert konkrete Implementierungen,
die dann durch das Framework gesteuert und benutzt werden, statt – wie bei einer Klassenbibliothek –
lediglich Klassen und Funktionen zu benutzen. Wird das Registrieren der konkreten Klassen nicht fest im
Programmcode verankert, sondern wird „von außen“ konfiguriert, so spricht man auch von Dependency
Injection. ( siehe in ) |
| FreeBSD | FreeBSD ist ein Open-Source-Betriebssystem aus der BSD-Familie und
gehört damit zu den Unix-Derivaten. ( siehe in bsinfos ) |
| FSF | Free Software Foundation, Organisation zur Förderung freier Software ( siehe Geschichtliche Entwicklung und Einordnung der UNIX Betriebssysteme ) |
| fstab | Unter unixartigen Betriebssystemen existiert eine Datei /etc/fstab, die eine Liste aller zu
mountenden Dateisysteme enthält. Die verwendbaren Optionen unterscheiden sich oft
je nach Plattform, Dateisystem und Alter des Betriebssystems. ( siehe in Aufbau und Nutzung der /etc/fstab ) |
| FTP | File Transfer Protocol, da unverschlüsselt sehr unsicher, meist nicht mehr bereitgestellt,
Ablösung durch sftp oder einfach
durch scp. Verbesserte FTP-Server sind WU-FTPD der Washington University, ProFTPD als Nachfolger und vsftpd der Very Secure FTP Daemon. (siehe FTP ) |
| g: | |
| Gateway | Ein Gateway (deutsch auch Protokollumsetzer) erlaubt es Netzwerken, die auf
völlig unterschiedlichen Protokollen basieren, miteinander zu kommunizieren. Zu diesem Zweck nimmt ein Gateway eine Protokollumsetzung vor. Dem Gateway ist dabei alles erlaubt, was zur Konvertierung der Daten notwendig ist, auch das Weglassen von Informationen, wenn diese im Zielnetz nicht transportiert werden können. ( siehe etwa in Verständigungsprobleme ) |
| Geodaten | Geodaten sind digitale Informationen, welchen auf der Erdoberfläche eine
bestimmte räumliche Lage zugewiesen werden kann (Geoinformationen, Geobezug). Ein wichtiges Datenformat zur Speicherung von Geodaten (GPS-Daten) ist GPX. |
| gif | GIF für Graphics Interchange Format ist ein Grafikformat mit guter verlustfreier
Komprimierung für Bilder mit geringer Farbtiefe (bis zu 256 verschiedene Farben pro Einzelbild). Ablösung durch png. (siehe Grafikformate ) |
| GIMP | GNU Image Manipulation Program, st ein Bildbearbeitungsprogramm, das als Freie Software unter
der GNU General Public Licence (GPL) veröffentlicht wird. Der Schwerpunkt der Software liegt insgesamt eher bei der intensiven Bearbeitung einzelner Bilder, wofür vielfältige Effekte zur Verfügung stehen. GIMP ist neben Linux, OpenOffice und Firefox eines der bekanntesten Open-Source-Programme. (siehe Bildbearbeitung mit GIMP ) |
| Git | Git ist ein freies verteiltes Versionskontrollsystem. Es wurde ursprünglich für die
Verwaltung des Linux-Kernels entwickelt. Git läuft auf fast allen modernen UNIX-artigen Systemen, wie Linux, Solaris, Mac OS X, FreeBSD, DragonFlyBSD, NetBSD, OpenBSD, AIX und IRIX, aber auch in Googles Android. (siehe in Studentische Vorträge ) |
| glibc | glibc, die GNU C-Bibliothek, ist eine freie Implementierung der Standard C Library, die vom
GNU-Projekt zusammen mit der GNU Compiler Collection entwickelt wird. Zusätzlich zu den von den C-Standards geforderten Funktionen bietet sie auch eine Reihe von (nicht standardisierten) Erweiterungen und Performance-Verbesserungen. Eines der Designziele der glibc ist Portabilität, daher ist sie auch für eine Reihe von Betriebssystemen verfügbar. Einige Betriebssysteme, darunter GNU und GNU/Linux, benutzen die glibc als ihre offizielle Standard-C-Bibliothek. (siehe Arbeiten mit dynamischen Bibliotheken ) |
| GML | Geography Markup Language ist eine Auszeichnungssprache
zum Austausch raumbezogener Objekte ("Features"). GML ist eine Anwendung von XML
und durch Schemabeschreibungen (XML-Schemadateien *.xsd) festgelegt. GML erlaubt die
Übermittlung von Objekten mit Attributen, Relationen und Geometrien im Bereich der
Geodaten unter Einbeziehung von nicht-konventionellen Daten, wie
Sensordaten. GML wird vom Open Geospatial Consortium (OGC) festgelegt. |
| GNOME | GNOME (ein Akronym für GNU Network Object Model Environment) ist eine
Desktop-Umgebung für Unix- und Unix-ähnliche Systeme, die unter den freien Lizenzen
GPL und LGPL veröffentlicht wird. GNOME ist Teil des GNU-Projekts. GNOME ist die GNU-Alternative zu KDE und steht auf allen Linux-Systemen zur Verfügung. (siehe Vorstellung GNOME und KDE, Studentischer Vortrag ai95 ) |
| GNU gettext |
GNU gettext ist die GNU-Internationalisierungsbibliothek. Normalerweise wird sie zur
Entwicklung von mehrsprachigen Programmen genutzt. (siehe Studentischer Vortrag ) |
| GNU _Hurd |
Bedeutung von Hurd: Herde Unix ersetzender Dienste. Es ist das Betriebssystem des
GNU-Projektes. Es baut auf einen Microkernel auf, ist POSIX-kompatibel und ein
Multiserverbetriebssystem. GNU Hurd wurde entworfen, um dem Benutzer weitestgehende Freiheit zu gewähren, ohne die Sicherheit des Gesamtsystems oder anderer Benutzer zu gefährden. Dies wird erreicht, indem Gerätetreiber, Dateisysteme, Netzwerkprotokolle und Ähnliches aus dem privilegierten Adressraum des Kernels herausgenommen werden und als normale Benutzerprozesse laufen, sodass sie (theoretisch) keinen Schaden am Gesamtsystem anrichten können. Eine analoges Ziel hat auch Tanenbaums Minix. ( siehe Vorträge Betriebssystem GNU/Hurd und Hurd - Ideen und Konzepte eines mikrokernelbasierten Multi-Server-Betriebssystems ) |
| GNU - Projekt |
GNU is not Unix, ursprüngliches Ziel ein freies Betriebssystem, dafür Gründung der
Free Software Foundation und Entwicklung der GNU General Public License (GPL), einer Lizenz
für freie Software. Das ursprüngliches Ziel wurde von Linux überholt. Das Projekt liefert aber das
gesamte Systemumfeld von Linux. ( siehe Geschichtliche Entwicklung und Einordnung der UNIX Betriebssysteme ) |
| GnuTLS | GnuTLS (GNU Transport Layer Security Library) ist eine OpenSource-Implementation von
SSL- und TLS-Protokollen zum Aufbau von verschlüsselten
Netzwerkverbindungen. GnuTLS bietet einen ähnlichen Funktionsumfang wie OpenSSL, ist aber unter GPL bzw. LGPL lizenziert und kann damit im Gegensatz zu OpenSSL auch auf Systemen, bei denen OpenSSL nicht zum normalen Distributionsumfang gehört, ohne weiteres in GPL-lizenzierte Software wie GNOME, Exim, Lynx u.ä. eingebunden werden. ( siehe in Kurze Einführung in TLS (SSL, OpenSSL, GnuTLS) ) |
| Google ist die Internet-Suchmaschine der Firma Google Inc. mit Sitz in Mountain View (USA).
Die Firma wurde am 7. September 1998 gegründet. Google bietet eine Vielzahl von größtenteils werbefinanzierten kostenlosen Dienstleistungen im WWW an. ( siehe in Beispiele für Informationsdienste im Internet) ) |
|
| Google_Earth | Google Earth ist eine in der Grundform unentgeltliche Software der Google Inc. und stellt einen virtuellen Globus dar. Sie kann Satelliten- und Luftbilder unterschiedlicher Auflösung mit Geodaten überlagern und auf einem digitalen Höhenmodell der Erde zeigen. |
| Google_Maps | Google Maps bezeichnet einen am 8. Februar 2005 gestarteten Dienst von Google Inc., der es ermöglicht, Orte, Hotels und andere Objekte zu suchen, um deren Position dann auf einer Karte oder auf einem Bild von der Erdoberfläche (Satelliten- und Luftbilder) anzuzeigen. |
| GPL | GNU General Public License, Lizenz für die Lizenzierung freier Software. (Eine besondere Form ist die LGPL - GNU Lesser General Public License.) ( siehe Deutsche Übersetzung ) |
| GPS | Ein Global Positioning System, (GPS) ist jedes weltweite, satellitengestützte
Navigationssystem. Der Begriff GPS wird aber im allgemeinen Sprachgebrauch speziell für das
NAVSTAR-GPS des US-Verteidigungsministeriums verwendet, das Ende der 1980er-Jahre zur
weltweiten Positionsbestimmung und Zeitmessung entwickelt wurde. GPS war ursprünglich zur Positionsbestimmung und Navigation im militärischen Bereich (in Waffensystemen, Kriegsschiffen, Flugzeugen) usw. vorgesehen. Heute wird es jedoch vermehrt auch im zivilen Bereich genutzt: in der Seefahrt, Luftfahrt, durch Navigationssysteme im Auto, zur Orientierung im Outdoor-Bereich, im Vermessungswesen etc. ( siehe in Arbeiten mit GPS-Geräten und Geodaten in Linux ) |
| GPSBabel | gpsbabel ist eine Freie Software zur Konvertierung unterschiedlicher
GPS-Datenformate. Wie der Name bereits andeutet (Babylonische Sprachverwirrung), dient GPSBabel der möglichst verlustfreien Konvertierung von einem GPS-Format in ein anderes. Dabei unterstützt GPSBabel mittlerweile mehrere Dutzend Klartext- und Binärformate sowie Protokolle zum direkten Lesen und Schreiben eines angeschlossenen GPS-Geräts. ( siehe in Arbeiten mit GPS-Geräten und Geodaten in Linux ) |
| gpx | Das GPS Exchange Format (kurz GPX) ist ein Datenformat zur Speicherung von
Geodaten (GPS-Daten), das von der Firma TopoGrafix entwickelt wurde.
Es basiert auf dem allgemeinen XML-Standard. Ein XML-Schema beschreibt die
Elemente und den Aufbau des GPS Exchange Formats. Als Dateiendung wird die Abkürzung .gpx
verwendet. Neben einer genauen Aufzeichnung des Weges in Form von Track Logs, kann die Datei weitere Informationen, wie Wegpunkte und Routen enthalten. ( siehe in Dateierweiterungen und in Arbeiten mit einer gpx-Datei ) |
| grep | grep ist ein wichtiges Programm unter Unix und verwandten Derivaten und dient der Textsuche
und Filterung in Dateien von Computern. Der Begriff steht für get regular expression also hole
regulären Ausdruck bzw. General Regular Expression Processor also
Allgemeiner Prozessor für reguläre Ausdrücke. ( siehe grep und reguläre Ausdrücke ) |
| Greylisting | Der Begriff Graue Liste bzw. Greylisting bezeichnet eine Form der
Spam-Bekämpfung
bei E-Mails, bei dem die erste E-Mail von unbekannten Absendern temporär abgewiesen und erst
nach einem zweiten Zustellversuch angenommen wird. Durch die verzögerte Zustellung greifen auch Verfahren zur Spamerkennung, die auf Netzwerkprüfungen basieren, effektiver (wie z.B. RBLs), da zwischen erstem und zweitem Zustellungsversuch die Spamwelle evtl. bereits erkannt und auf den entsprechenden Blacklisten eingetragen wurde. ( siehe Postfix: Externe Message Transfer Restrictions ) |
| GRUB | ein Akronym für GRand Unified Bootloader, ist ein freier Bootloader, der oft auf
Rechnern eingesetzt wird, auf denen das Betriebssystem Unix oder ein Unix-Derivat läuft. GRUB wurde innerhalb des GNU-Hurd-Projektes als Bootloader entwickelt und wird unter der GPL vertrieben. Aufgrund seiner höheren Flexibilität verdrängte GRUB in vielen Linux-Distributionen den traditionellen Bootloader LILO (Linux-Loader). Derzeit wird GRUB komplett überarbeitet, die neue Version wird GRUB 2 heißen, die alten Versionen 0.9x GRUB Legacy. ( siehe Arbeiten mit Bootmanagern LILO und GRUB ) |
| GUI | Graphical User Interface, eine grafische Benutzeroberfläche ist eine
Softwarekomponente, die einem Computerbenutzer die Interaktion mit der Maschine über grafische,
metapherhafte Elemente (Arbeitsplatz, Symbole, Papierkorb, Menü) unter Verwendung eines
Zeigegerätes (wie einer Maus) erlaubt. ( siehe Graphische Bedienoberflächen in UNIX - Systemen ) |
| gzip | gzip ist allgemein die Kurzform für GNU zip. gzip ist ein
Kompressionsprogramm, das
praktisch für alle Computerbetriebssysteme verfügbar ist. Es bietet einen guten
Kompressionsgrad und ist frei von patentierten Algorithmen. Es ist außerdem unter den
Bedingungen der GPL auch im Quelltext erhältlich. ( siehe Komprimieren von Daten ) |
| h: | |
| HAL | Eine Hardwareabstraktionsschicht (Hardware Abstraction Layer) ist eine
architektonische Ebene größerer Computerprogramme oder Systeme solcher Programme, die dafür
sorgt, dass andere Software-Komponenten nicht auf die Spezifikationen der Hardware Rücksicht
nehmen müssen, auf der das Programm läuft. Die HAL ist damit für einen großen Teil der Anwendungsprogramme und viele Systemprozesse nützlich, nur wenige Bestandteile des Kernels und die Gerätetreiber kommunizieren direkt mit der Hardware, ohne die HAL zu nutzen. |
| Happened -Before |
Die Happened-Before-Relation ist wichtig um die Kausalordnung von Ereignissen in
asynchronen verteilten Systemen zu bestimmen. Sie wurde von Leslie Lamport formuliert. Die
Happened-Before-Relation wird im Allgemeinen durch eine logische Uhr
implementiert. Umgekehrt definiert die Happened-Before-Relation die Uhrenbedingung für diese
logische Uhr. ( siehe in Uhrensynchronisation ) |
| Hardware -Uhr |
Eine Hardware-Uhr ist ein Chip, der im wesentlichen wie eine Quarzuhr einen Zähler und
einen Taktgeber enthält. Der Zähler wird bei jedem Takt des Frequenzgebers erhöht.
Damit die Uhr nicht stehen bleibt, wenn das Gerät ausgeschaltet wird, ist im Gerät ein
Energiespeicher untergebracht. Bei PCs ist dies meist eine Lithiumzelle (3 V) auf der Hauptplatine
(main board). Häufig steht der Begriff auch für Echtzeituhr - Real Time Clock ( RTC ). Im Unterschied zur Hardware-Uhr wird bei der Software-Uhr der Zähler im Betriebssystem geführt. ( siehe in Zeit - Einführung ) |
| Harvard -Architektur |
Die Harvard-Architektur bezeichnet in der Informatik ein Schaltungskonzept zur
Realisierung besonders schneller CPUs und Signalprozessoren. Der Befehlsspeicher ist physisch vom
Datenspeicher getrennt. Der Vorteil dieser Architektur besteht darin, dass Befehle und die
zugehörigen Daten in einem einzigen Taktzyklus in das entsprechende Rechenwerk geladen werden
können. Bei einer klassischen Von-Neumann-Architektur
sind hierzu mindestens zwei aufeinander folgende Taktzyklen notwendig. ( siehe Kontext eines C-Programmes ) |
| Hash - Funktion |
Eine Hash-Funktion bzw. Streuwertfunktion ist eine Funktion, die zu einer Eingabe
aus einer (üblicherweise) großen Quellmenge eine Ausgabe aus einer (im Allgemeinen)
kleineren Zielmenge (die Hashwerte, meist eine Teilmenge der natürlichen Zahlen) erzeugt. Der Name „Hash-Funktion“ stammt vom englischen Wort „to hash“, das sich als „zerhacken“ übersetzen lässt. Speziell in der Informatik verwendet man auch die Bezeichnung Hash-Algorithmus, da die Berechnung von Funktionen mittels Algorithmen durchgeführt wird. ( siehe Kryptografische Hashfunktionen ) |
| Hash - Tabelle |
In der Informatik bezeichnet man als Hashtabelle eine spezielle Indexstruktur.
Hashtabellen eignen sich also vor allem dazu, Datenelemente in einer großen Datenmenge
aufzufinden. Hashtabellen stehen dabei in Konkurrenz zu Baumstrukturen die ebenfalls als
Indexstruktur dienen können. Beim Einsatz einer Hashtabelle zur Suche in Datenmengen
spricht man auch vom Hashverfahren. ( siehe Hash-Tabellen in der bash ) |
| Hauptspeicher | Der Hauptspeicher oder Arbeitsspeicher ist in der Informationstechnik der
Speicher eines Computers, in dem Datenobjekte, also Programme und die von diesen in
Mikroprozessoren zu verarbeitenden Nutzdaten, abgelegt und zu einem späteren
Zeitpunkt (unverändert) abgerufen werden können. Der Hauptspeicher des Computers ist ein durch Adressen (in Tabellenform) strukturierter Bereich, welcher Binärwörter fester Größe aufnehmen kann. Der Hauptspeicher moderner Computer ist flüchtig, d. h. dass alle Daten nach dem Abschalten der Energieversorgung verloren gehen. ( siehe HS-Verwaltung ) |
| Heartbeat | Unter Heartbeat versteht man eine dedizierte Netzwerkverbindung zwischen 2 (oder mehr)
Clusternodes. Über diese Verbindung benachrichtigen sich die beiden Clusternodes gegenseitig, ob
ihr jeweiliges Gegenstück noch betriebsbereit ist und seine Aufgaben noch erfüllen kann, also
"am Leben" ist. Daher der Begriff "Heartbeat" (Herzschlag). Wenn der "Heartbeat" fehlt, geht der "überlebende" Clusternode davon aus, dass sein Pendant nicht mehr verfügbar ist und übernimmt dessen Aufgaben. ( siehe in Virtualisierung und Hochverfügbarkeit I, Projektgruppe ) |
| Hochverfügbar -keit |
Der Begriff Hochverfügbarkeit wird im Umfeld hochverfügbarer Computersysteme
verwendet. Er bezeichnet ein hohes Maß an Verfügbarkeit eines Computersystems. Ein System wird als verfügbar bezeichnet, wenn es in der Lage ist, die Aufgaben zu erfüllen, für die es vorgesehen ist. Als Verfügbarkeit wird die Wahrscheinlichkeit, dass ein System innerhalb eines spezifizierten Zeitraums funktionstüchtig (verfügbar) ist, bezeichnet. ( siehe in Virtualisierung und Hochverfügbarkeit I, Projektgruppe ) |
| Honeypot | Als Honeypot (Honigtopf) wird in der Computersicherheit ein Computerprogramm oder
ein Server bezeichnet, das Netzwerkdienste eines Computers oder eines ganzen Rechnernetzes
simuliert. Honeypots werden eingesetzt, um Informationen über Angriffsmuster und
Angreiferverhalten zu erhalten. Erfolgt ein Zugriff auf einen derartigen virtuellen Dienst,
werden alle damit verbundenen Aktionen protokolliert und gegebenenfalls ein Alarm ausgelöst. ( siehe in Honeypots, Studentischer Vortrag ) |
| Horde | Horde ist ein in PHP geschriebenes Framework. Neben den eigenen Bibliotheken werden auch
verschiedene PEAR Bibliotheken verwendet. Zur Seitendarstellung liefert Horde eine eigene Version der
bTemplate Engine mit, die um die Unterstützung von GNU gettext erweitert wurde. Das Horde Projekt hat sich auf die Fahnen geschrieben, eine möglichst breite Unterstützung für diverse Backends zu liefern. So kann Horde mit diversen SQL Dialekten genauso umgehen wie mit LDAP und Kolab. Leider hat dies dazu geführt, dass die Installation von Horde mitunter sehr komplex werden kann; ein gewisses Verständnis der zugrundeliegenden Technologien ist daher meist erforderlich. Dieser Umstand mag dazu beitragen, dass Neueinsteiger sich leicht abschrecken lassen und auf andere, leichter zu installierende, Softwarelösungen ausweichen. So ist der Webmailer SquirrelMail beispielsweise weitaus leichter zu installieren als eine Kombination aus Horde und IMP (Internet Messaging Program, MUA von Horde). ( siehe Horde ) |
| Hot-Plug | Hot-Plug bezeichnet im Allgemeinen die Änderung von Hardware (Geräten bzw.
Baukomponenten) im laufenden Betrieb von prozessorgesteuerten Systemen. Der Weiterbetrieb eines
Gesamtsystems bei Erweiterung oder Austausch einzelner Komponenten ist insbesondere für vernetzte
Systeme von Bedeutung. Ähnliche/analoge Eigenschaften werden auch als Plug and Play und als Universal Plug and Play bezeichnet. Bekannteste Beispiele für Hot-Plug-fähige Technologien sind PC-Schnittstellen wie USB, Firewire oder PCMCIA. Auch Festplattenstandards wie z. B. SCSI, SATA oder SAS unterstützen diese Technologie. ( siehe USB ) |
| ht://dig | system for indexing (information technology) and searching a finite set of sites or an
intranet and is licensed under the GNU General Public License. It is intended to be installed on
individual machines for private purposes. ht://Dig works differently from most search engines. Most
engines use a two-step process, building an index and searching it. ht://Dig indexes pages in full,
then processes the pages into a searchable form later. ht://Dig also stores fuzzy match information
instead of using a dynamic algorithm. ( siehe Suchen in Webstrukturen mit ht://dig ) |
| HTML | Die Hypertext Markup Language dient der Darstellung von meist statischen Inhalten
wie Texten, Bildern und Hyperlinks in einem Webbrowser. HTML wird auch als Hypertext
bezeichnet. Neben den vom Browser angezeigten Inhalten einer Webseite enthält HTML auch
Metainformationen, die die Intention oder Bedeutung des Textes zusammenfassen aber auch
Informationen über z. B. die Sprache geben. HTML beschreibt Informationen im Sinn einer
Auszeichnungssprache. HTML wurde vom World Wide Web Consortium (W3C) bis
Version 4.01 weiterentwickelt, darauf folgende Versionen heißen
XHTML - Extensible Hypertext Markup Language. ( siehe HTML ) |
| HTTP | Das Hypertext Transfer Protocol, ist ein Protokoll zur Übertragung von Daten
über ein Netzwerk. Es wird hauptsächlich eingesetzt, um Webseiten und andere Daten
aus dem World Wide Web (WWW) in einen Webbrowser zu laden. Im Kern ist HTTP ein zustandsloses Protokoll. Das bedeutet auch, dass nach erfolgreicher Datenübertragung die Verbindung zwischen den beiden Kommunikationspartnern nicht aufrecht erhalten werden muss. Sollen dann weitere Daten übertragen werden, muss zunächst eine weitere Verbindung aufgebaut werden. Auch ein zuverlässiges Mitführen von Sitzungsdaten kann erst auf der Anwendungsschicht, z. B. durch Cookies, implementiert werden. ( siehe HTTP ) |
| HTTPS | Verschlüsselung und zur Authentifizierung der
Kommunikation zwischen Webserver und Browser im World Wide Web. Ohne Verschlüsselung sind alle Web-Daten für jeden, der Zugang zu einem Netz hat, durch das die IP-Pakete laufen, im Klartext lesbar. Mit der zunehmenden Verbreitung von Funkverbindungen, die etwa an WLAN-Hotspots häufig unverschlüsselt ablaufen, nimmt die Bedeutung von HTTPS zu, da hiermit die Inhalte unabhängig vom Netz verschlüsselt werden. Es stellt dabei das einzige Verschlüsselungsverfahren dar, das ohne gesonderte Softwareinstallation auf allen Internet-fähigen Computern unterstützt wird. Die Authentifizierung dient dazu, dass sich jede Seite der Identität des Verbindungspartners vergewissern kann ein Problem, das durch Phishing-Angriffe zunehmend Bedeutung bekommt. ( siehe Verschlüsselte Übertragung mit https ) |
| Hub | Der Hub bezeichnet in der Telekommunikation Geräte, die Netzwerk-Knoten
(physisch) sternförmig verbinden. Normalerweise wird die Bezeichnung Hub für
Multiport-Repeater gebraucht. Sie werden verwendet, um Netz-Knoten oder auch weitere Hubs,
z. B. durch ein Ethernet, miteinander zu verbinden. ( siehe etwa in Aufbau eines kleinen LAN ) |
| Hypertext | Hypertext ist eine nicht-lineare Organisation von Objekten, deren netzartige Struktur durch
logische Verbindungen (so genannte Hyperlinks) zwischen Wissenseinheiten (Knoten, z. B. Texten oder
Textteilen) hergestellt wird. Hypertext ist eine Anwendung des Verweis-Knoten-Konzepts. Die assoziative Struktur eines Hypertextes entspricht eher der Funktionsweise des menschlichen Denkens als lineare Texte. Dies hat seine Ursache in der Annahme, dass unser vernetztes Denken ähnlich abläuft wie die hypertextbasierten Strukturen eines Hypertextes. ( siehe Onlinehilfen ) |
| Hypervisor | Hypervisor ist ein Synonym für den Begriff Virtual Machine Monitor (VMM).
Es werden zwei Arten von VMM unterschieden. Ein Typ-1-VMM (native oder bare-metal) läuft direkt auf der Hardware. Ein Typ-2-VMM (hosted) setzt auf ein laufendes Betriebssystem auf. Der Begriff Hypervisor wird uneinheitlich verwendet, da er in einigen Quellen auf Typ 1 oder auf Typ 2 mit Paravirtualisierung beschränkt wird. Quellen von IBM verwenden den Begriff Hypervisor allgemein, also für Typ 1 und Typ 2. ( siehe in Was ist Virtualisierung? ) |
| i: | |
| IANA | Die Internet Assigned Numbers Authority ist eine Organisation, die die Vergabe von
IP-Adressen, Top Level Domains und IP-Protokollnummern, sowie die Zuordnung der WELL KNOWN PORT NUMBERS
- Ports 0 bis 1023 regelt. Der Vorläufer der IANA bestand ursprünglich
aus nur einem einzigen
Mitarbeiter, Jon Postel. ( siehe etw in Request for Comments - RFC ) |
| IBM | Die International Business Machines Corporation (IBM) ist eines der ältesten
US-amerikanischen IT-Unternehmen mit Firmensitz in Armonk bei North Castle im US-Bundesstaat New York,
das mittlerweile eines der weltweit führenden Unternehmen für Hardware, Software und sonstige
Dienstleistungen im IT-Bereich ist. Bedeutende Entwicklungen waren das OS/360 und das System/370. ( siehe Informationen zu AIX ) |
| ICMP |
Internet Control Message
Protocol, nutzt IP. ICMP-Pakete enthalten Diagnose-Informationen vom
Router. (RFC 792) |
| Icon |
Der englische Ausdruck Icon bezeichnet im Computerbereich ein Piktogramm, das oft eine Datei
oder ähnliches repräsentiert. In Dateimanagern, zum Beispiel dem Windows Explorer (Microsoft Windows) oder dem Konqueror (KDE) repräsentiert ein Icon beispielsweise oft eine Datei auf der Festplatte oder einen Link. In anderen Programmen sind Icons oft auf Schaltflächen dargestellt, so dass ein Klick darauf eine bestimmte Funktion auslöst. |
| I-D | Internet-Drafts sind Arbeitspapiere und
Entwurfsdokumente insbesondere der Internet Engineering Task Force ( IETF ) ( siehe in RFC ) |
| IDEA | Der International Data Encryption Algorithm ist ein symmetrischer Algorithmus und gehört
zu den Blockchiffren. Der Algorithmus benutzt einen 128-Bit langen Schlüssel
(DES nur 64 Bit, davon sind 8 Bits für den Paritäts-Check vorgesehen, so
dass die eigentliche Schlüssellänge nur 56 Bits beträgt). Bei der Verschlüsselung wird der Klartext in 64 Bit große Blöcke unterteilt und der Schlüssel in Teilstücke zu je 16 Bit zerlegt. Die Verschlüsselung geschieht durch Kombination der logischen Operation XOR, der Addition modulo 216 und der Multiplikation modulo 216+1. Die Kombination dieser drei Operationen aus unterschiedlichen algebraischen Gruppen soll ein hohes Maß an Sicherheit gewährleisten. ( siehe IDEA ) |
| IDL |
Schnittstellenbeschreibungssprache, Schnittstellendefinitionssprache bzw. Interface
Definition Language, auch Interface Description Language ist eine deklarative formale Sprache
und beinhaltet eine Sprachsyntax zur Beschreibung von Schnittstellen einer
Software-Komponente. Mit ihrer Hilfe lassen sich Objekte und die auf sie anwendbaren Methoden mitsamt der möglichen Parameter und Datentypen beschreiben, ohne dabei die Eigenschaften einer bestimmten Programmiersprache zu verwenden. Die IDL dient rein der Beschreibung, nicht jedoch der Formulierung von Algorithmen. Eine Schnittstellenbeschreibungssprache findet sich meist in verteilten Systeme, bei denen ein Client auf einem anderen Rechner Methoden ausführen kann - RPC. (siehe in Interface Definition) |
| IDS |
Intrusion Detection Systeme, Erkennen von Angriffen.
Richtig eingesetzt, ergänzen sich eine Firewall und ein IDS und
erhöhen so die Sicherheit von Netzwerken. (siehe in IDS) |
| IEEE | Das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE, meist als „i triple e“
/ai trɪpl i:/ gesprochen) ist ein weltweiter Berufsverband von Ingenieuren aus den Bereichen
Elektrotechnik und Informatik. Es ist Veranstalter von Fachtagungen, Herausgeber diverser
Fachzeitschriften und bildet Gremien für die Normung von Techniken, Hardware und Software.
Wissenschaftlichen Beiträgen in Zeitschriften oder zu Konferenzen des IEEE wird im Allgemeinen eine
besonders hohe fachliche Güte unterstellt. |
| IEEE 802.11 | IEEE 802.11 (auch: Wireless LAN, WLAN) bezeichnet
eine IEEE-Norm für drahtlose Netzwerkkommunikation. Herausgeber ist das
Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE). Die erste Version des
Standards wurde 1997 verabschiedet. Sie spezifiziert den Mediumzugriff
(MAC-Layer) und die physikalische Schicht (vgl. OSI-Modell) für drahtlose lokale Netzwerke. |
| IETF | Die Internet Engineering Task Force (IETF) ist neben der Internet Research Task Force
(IRTF) eine von zwei Arbeitsgruppen des Internet Architecture Board (IAB). Ihr Auftrag ist die
Entwicklung und Förderung von Internetstandards, insbesondere die der TCP/IP-Familie. Im
Gegensatz zur IRTF kümmert sie sich mehr um die kurzfristige Entwicklung des Internets. Sie ist eine offene, internationale Freiwilligenvereinigung von Netzwerktechnikern, Herstellern und Anwendern, die für Vorschläge zur Standardisierung des Internets zuständig ist. Es existiert keine förmliche Mitgliedschaft oder Mitgliedsvoraussetzung. (siehe in Internet-Drafts) |
| IPP | Das Internet Printing Protocol (IPP) stellt Druckdienste über ein Netzwerk,
wie z. B. das Internet oder ein lokales Netzwerk,
zur Verfügung. IPP basiert auf HTTP 1.1 und wurde entsprechend der Anwendung um bi-direktionale Fähigkeiten erweitert, um z. B. Status-Abfragen und -Meldungen zu ermöglichen. Dadurch können alle Erweiterungen, die für HTTP vorgesehen sind, auch für IPP verwendet werden. Dazu gehört z. B. der Einsatz von SSL, um die Verbindung zu sichern. IPP wird unter anderem von Anwendungen wie CUPS verwendet. (siehe in Installation von Druckern in SuSE Linux) |
| Image | Ein Speicherabbild ist das Abbild (Image) des Arbeitsspeichers oder eines Datenträgers, zum
Beispiel einer kompletten Festplatte, einer Festplatten-Partition, Diskette, CD, oder eines Magnetbandes
verwendet wird. Das Image eines Progammes (Prozesses) im Arbeitsspeicher wird auch Kontext (contex) genannt. (siehe in Überblick über die Prozessverwaltung) |
| imake | imake ist ein Präprozessor-Interface zum Erzeugen eines Makefiles.
Aus einem plattformunabhängigen Imakefile und einer plattformabhängigen Konfigurationsdatei
wird durch imake ein spezifisches Makefile generiert. imake war ein wesentlicher Bestandteil des
X Window Systems bis zur Version 11. Es wurde durch die
GNU autotools abgelöst. (siehe in imake) |
| IMAP | Internet Message Access Protocol, erlaubt den Zugriff auf
und die Verwaltung von empfangenen E-Mails (RFC 3501) Im Gegensatz zum weiter verbreiteten Protokoll POP3 verbleiben die Mails in der Regel auf dem Mailserver und werden nur bei Bedarf auf den Client-Rechner übertragen. (siehe auch Index: e-mail) |
| Inode | Inode (oder I-Node) wird im Deutschen am besten als Indexeintrag bezeichnet.
Er fasst alle Attribute einer Datei zusammen außer dem Inhalt und dem Namen der Datei. In Unix-Betriebssystemen lässt sich jede Datei auf einer Festplatte oder einem anderen Speichermedium über eine Inode erreichen. Man spricht deshalb von einer verteilten indexbezogenen Speicherzuweisung. Der Inode wird identifiziert über eine eindeutige Nummer für genau die Datei, die er verwaltet (Inode-Nummer; ähnlich einem Primärschlüssel in einer Datenbank). (siehe in Datenverwaltung) |
| Instanz | Eine Instanz (entity) stellt ein aktives Element innerhalb einer
Schicht dar.
Die Instanz ist eine einzelne konkrete Anwendung innerhalb einer Schicht. Sie kann
Informationen empfangen und senden und ist damit eine kommunikationsfähige
Einrichtung. Eine Schicht eines Endsystems kann mehrere Instanzen haben. In der objektorientierten Programmierung ist eine Instanz ein Objekt einer Klasse. Wikipedia |
| Internet | Das Internet (Interconnected Networks) ist eine elektronische Verbindung von Rechnernetzwerken,
mit dem Ziel Verbindungen zwischen einzelnen Computern herzustellen und so Daten auszutauschen. Im Prinzip
kann dabei jeder Rechner weltweit mit jedem anderen Rechner verbunden werden. Der Datenaustausch zwischen den einzelnen Internet-Rechnern erfolgt über die technisch normierten Internetprotokolle (IP). Kurz - Das Internet ist ein weltweites IP-Netzwerk. ( siehe Das ganze Internet an der HTW - Dresden ) |
| Interpreter | Ein Interpreter (im Sinne der Softwaretechnik) ist ein Software-Programm, das einen
Programm-Quellcode im Gegensatz zu Assemblern oder Compilern nicht in eine auf dem System direkt
ausführbare Datei umwandelt, sondern den Quellcode einliest, analysiert und ausführt. Die
Analyse des Quellcodes erfolgt also zur Laufzeit des Programmes. ( als Beisiele bash und awk ) |
| Interrupt | Unter Interrupt (Unterbrechung) versteht man die kurzfristige Unterbrechung eines
Programms durch eine von der CPU abzuarbeitenden Befehlssequenz, die Interrupt Service Routine
(Interrupthandler oder Unterbrechungsroutine). Ausgelöst wird ein Interrupt durch einen Interrupt Request (IRQ). Sinn eines Interrupts ist es, schnell auf E/A-Signale (z. B. Tastatur, Maus, Festplatte, Netzwerk usw.) oder Zeitgebern (Timern) zu reagieren. Interrupts sind nötig, um auf zeitkritische Ereignisse reagieren zu können. Beispielsweise ist präemptives Multitasking ohne Interrupts nicht möglich, da Tasks sonst nicht mehr unterbrochen und umgeschaltet werden können. ( siehe Interrupts, Studentischer Vortrag ) |
| Interrupt -handler |
Ein Interrupthandler (auch Unterbrechungsroutine oder Interrupt Service Routine
(ISR) genannt) ist ein Programmstück, das
von einer CPU ausgeführt wird, wenn sie durch einen Interrupt Request (oder
Unterbrechungsanforderung) gezwungen wird, den normalen Programmablauf zu unterbrechen und einen
Interrupt auszuführen. ( siehe Interrupt Handler, im Tanenbaum ) |
| IP | Internet Protocol, ist ein in Computernetzen weit
verbreitetes Netzwerkprotokoll. Es ist eine (bzw. die) Implementierung der Internet-Schicht des
TCP/IP-Modells bzw. der Vermittlungs-Schicht (Network Layer) des
OSI-Modells. ( siehe TCP/IP ) |
| IP-Adresse | Eine IP-Adresse (Internet-Protocol-Adresse) dient zur ein
deutigen Adressierung von Rechnern und anderen Geräten in einem IP-Netzwerk. Technisch
gesehen ist die Nummer eine 32- oder 128-stellige Binärzahl. Das bekannteste Netzwerk, in
dem IP-Adressen verwendet werden, ist das Internet. Alle am Internet teilnehmenden Rechner haben
eine IP Adresse zugeteilt. ( siehe in Das ganze Internet an der HTW - Dresden ) |
| IPC | Interprozesskommunikation (inter-process communication, IPC), im engeren Sinne (interne) Kommunikation zwischen Prozessen auf demselben Rechner,
häufig aber auch externer Kommunikation zwischen Prozessen auf verschiedenen Rechnern. ( siehe Kommunikation in Parallele Prozesse) |
| IPsec |
IPsec (Kurzform für IP Security) wurde 1998 entwickelt, um die Schwächen
des Internetprotokolls (IP) zu beheben. Es stellt eine Sicherheitsarchitektur für die
Kommunikation über IP-Netzwerke zur Verfügung. IPsec soll die Schutzziele
Vertraulichkeit, Authentizität und Integrität gewährleisten. Daneben soll es vor
so genannten Replay-Angriffen bzw. einer Replay-Attacke schützen – das heißt, ein
Angreifer kann nicht durch Abspielen eines vorher mitgeschnittenen Dialogs die Gegenstelle zu
einer wiederholten Aktion verleiten. m Gegensatz zu anderen Verschlüsselungsprotokollen wie etwa SSH arbeitet IPsec auf der Vermittlungsschicht (Schicht 3) des OSI-Referenzmodells. ( siehe TCP/IP ) |
| iptables |
Netfilter ist eine Software innerhalb des Linux-Kernels, die es erlaubt, Netzwerkpakete
abzufangen und zu manipulieren. Es bildet damit das Herzstück einer Firewall
auf Basis von Linux. Iptables ist das dazugehörige Dienstprogramm zur Konfiguration von Netfilter. Die beiden Begriffe Netfilter und Iptables werden oft austauschbar für die Summe aus den Kernel - und den Userspace-Bestandteilen verwendet. ( siehe netfilter/iptables Projekt ) |
| IRQ | Ein Interrupt Request (IRQ) bzw. eine Unterbrechungsanforderung löst eine
Unterbrechung eines Prozessors im System aus, in der Regel ausgehend von
Geräten im System. Der Prozessor unterbricht daraufhin seine derzeitige Aufgabe und führt
die Unterbrechungsroutine aus. Danach wird die unterbrochene Aufgabe
fortgesetzt. |
| ISA |
Industry Standard Architecture, ist ein
Computerbus-Standard für IBM-kompatible PCs, welches die XT-Bus-Architektur von 8 Bit
auf 16 Bit erweitert. ( siehe USB-Grundlagen) |
| iSCSI | iSCSI (internet Small Computer System Interface) ist ein Storage-over-TCP-Verfahren
für Speichernetzwerke. Es spezifiziert die Übertragung und den Betrieb direkter
Speicherprotokolle nativ über TCP. Bei diesem Verfahren werden
SCSI-Daten in TCP/IP-Pakete verpackt und über IP-Netze
transportiert. Die verpackten SCSI-Kommandos gelangen so zu einem SCSI-Router, der auf Basis
vorhandener Mapping-Tabellen das entsprechende Zielsystem zur Kommunikation mit der
SCSI-Datenquelle auswählt. ( siehe Internet Small Computer Systems Interface ) |
| ISDN | Integrated Services Digital Network (ISDN) ist ein internationaler Standard für ein
digitales Telekommunikationsnetz. Die englische Bezeichnung ist ein Backronym, da sie werbewirksamer als
die ursprüngliche Bedeutung Integriertes Sprach- und Datennetz ist. Sie lässt sich
sinngemäß als diensteintegrierendes digitales Netz übersetzen. |
| ISO |
Die International Organization for Standardization ist die internationale Vereinigung von
Normungsorganisationen aus über 150 Ländern. Die Organisation wurde am 23. Februar 1947
in Genf gegründet. Die ISO erarbeitet internationale Normen (engl. standards) in allen
Bereichen mit Ausnahme der Elektrik und der Elektronik, für die die IEC zuständig ist. Ein wichtiger Standard der ISO ist das OSI-Modell. ( siehe Verständigungsprobleme, Internet an der HTW - Dresden) |
| iso9660 |
ISO 9660 definiert ein Dateisystem für CDs bzw. DVDs. Der Standard wurde 1987 veröffentlicht. Er schreibt vor, dass Dateinamen höchstens acht Zeichen und eine dreibuchstabige Dateierweiterung umfassen dürfen und lässt maximal acht Verzeichnisebenen zu. Eine Datei darf 2 Gigabyte nicht überschreiten. Als Zeichen für die Dateinamen sind nur Großbuchstaben, Ziffern und der Unterstrich erlaubt. Alle Verzeichnisse sind alphabetisch geordnet zu erzeugen, die Dateien müssen in derselben Reihenfolge auf dem Datenträger liegen wie ihre Verzeichniseinträge, und zwar jede Datei in einem Stück, also unfragmentiert. Der ISO 9660 Standard ist identisch zum Ecma-Standard ECMA-119. Eine CD-ROM, die sich an derart strikte Vorgaben hält, kann auf nahezu jedem Computersystem gelesen werden. ( siehe in Dateisysteme ] |
| ISO-Image |
ISO-Image bzw. ISO-Abbild ist die Bezeichnung für ein Abbild des Inhalts einer
CD oder DVD im Format ISO 9660. Das Dateisystem wird unverändert kopiert, dadurch bleiben Berechtigungen und andere Metadaten unverändert vorhanden. |
| j: | |
| Java |
ist eine objektorientierte Programmiersprache und als
solche ein eingetragenes Warenzeichen der Firma Sun Microsystems. Sie ist eine Komponente der
Java-Technologie. Java-Programme werden in einer speziellen Umgebung, der Java-Laufzeitumgebung (JRE) oder Java-Plattform ausgeführt, deren wichtigster Bestandteil die Java Virtual Machine (JVM) ist. Dazu werden Java-Programme in Bytecode übersetzt, der von der virtuellen Maschine ausgeführt wird. ( siehe Java) |
| JavaScript |
JavaScript ist eine objektbasierte Skriptsprache. JavaScript bezeichnet ursprünglich die Implementation durch Netscape, wie JScript jene durch Microsoft. Im allgemeinem Sprachgebrauch wird aber meist JavaScript als generischer Name verwendet. Ihr Hauptanwendungsgebiet sind Programme, deren Code im Quelltext von Webseiten eingefügt wird und den der Webbrowser interpretiert, d. h. ausführt. Es gibt daneben JavaScript, das auf dem Webserver abläuft, z. B. als Active Server Pages oder im Apache Cocoon, und vom Web unabhängige Anwendungen, z. B. im Windows Script Host. Im Quelltext einer Webseite können HTML-Elementen wie Hyperlinks, Formularfelder oder Bilder Funktionen zugeordnet sein, die der Webbrowser bei bestimmten Ereignissen wie Mausbewegungen und -klicks sowie Tastatureingaben ausführt. ( siehe JavaScript) |
| JDK | Java Development Kit beinhaltet neben der Laufzeitumgebung (JRE)
folgende Java-Entwicklungswerkzeuge:
|
| Jetty | Jetty ist ein in Java geschriebener Servlet/JSP-Container und Web-Server. Seine Architektur und seine geringe Größe ermöglichen es, ihn leicht in andere Software zu integrieren. ( siehe ) |
| JFS | Journaled_File_System, wurde im Jahr 1990 von IBM
für ihr eigenes Betriebssystem AIX veröffentlicht. Das primäre Designziel von JFS war die stetige Konsistenz des Dateisystemes: Änderungen am Dateisystem werden transaktionsorientiert geschrieben, sowie in einem Journal protokolliert. Bei einem Absturz kann somit - ausgehend von einem Konsistenzpunkt der Transaktionen - über das Journal sehr effizient ein konsistenter Status des Dateisystems hergestellt werden. Ein voller Zugriff auf das Dateisystem ist also sehr schnell wieder erreicht. Im Fokus steht damit die Verfügbarkeit der Resource "Dateisystem", nicht die Performance oder die Integrität der Dateiinhalte (das Journaling bezieht sich nur auf Änderungen im Dateisystem, also z.B. Dateieinträge in Verzeichnissen, und nicht auf den eingentlichen Dateiinhalt). ( siehe Dateisysteme) |
| JPEG | Joint Photographic Experts Group (JPEG) ist ein 1986 gegründetes Gremium der International
Telecommunication Union (ITU). Dieses Gremium entwickelte ein im September 1992 standardisiertes Verfahren
zur sowohl verlustbehafteten wie verlustfreien Kompression von digitalen (natürlichen) Bildern, das
nach dem Gremium benannt wurde. JPEG (kurz JPG) ist das im Web am weitesten verbreitete Grafikformat
für Fotos. ( siehe Grafikformate) |
| JRE | JRE steht im engeren Sinne für Java Runtime Environment des
US-Unternehmens Sun Microsystems. Sie liefert unter anderem die Java VM (JVM). Sie
wird benötigt, um Java-Applikationen auszuführen. ( siehe Java) |
| JVM | Die Java Virtual Machine ist der Teil der Java-Laufzeitumgebung (JRE)
für Java-Programme, der für die Ausführung des Java-Bytecodes
verantwortlich ist. Hierbei wird im Normalfall jedes gestartete Java Programm in seiner eigenen
virtuellen Maschine ausgeführt. Der andere Teil der Java-Laufzeitumgebung sind die
Java-Klassenbibliotheken. ( siehe Java) |
| k: | |
| K3b | K3b ist ein KDE-Programm zum Brennen von CDs und DVDs.
Es besitzt eine grafische
Benutzeroberfläche, die es dem Anwender ermöglichen soll, alle Aufgaben des CD- und DVD-Brennens
möglichst intuitiv zu erledigen. ( siehe Brennerstation ) |
| KDC | A key distribution center (KDC) is part of a cryptosystem
intended to reduce the risks inherent in exchanging keys. KDCs often operate in systems within which
some users may have permission to use certain services at some times and not at others. KDCs mostly operate with symmetric encryption. Ein Anwendungsbespiel ist Kerberos. ( siehe in Kerberos ) |
| KDE | K Desktop Environment ist eine frei verfügbare Arbeitsumgebung, das heißt
eine grafische Benutzeroberfläche (GUI) mit vielen Zusatzprogrammen für
den täglichen Gebrauch. Die GNU-Alternative zu KDE ist GNOME. ( siehe KDE ) |
| Kerberos | Kerberos ist ein verteilter Authentifizierungsdienst, der für offene und
unsichere Computernetze (z. B. das Internet) entwickelt wurde. Kerberos bietet sichere und einheitliche Authentifizierung in einem ungesicherten TCP/IP-Netzwerk aus sicheren Hostrechnern. Die Authentifizierung übernimmt eine vertrauenswürdige dritte Partei. Diese dritte Partei ist ein besonders geschützter Kerberos 5-Netzwerkdienst. ( siehe Kerberos ) |
| Kernel | Der Kernel ist der Kern eines Betriebssystems. Dieser Begriff wird insbesondere in
Linux-Systemen verwendet. Der Kernel eines Betriebssystems bildet die hardwareabstrahierende Schicht (Hardware Abstraction Layer), d. h. er stellt der auf dieser Basis aufsetzenden Software eine einheitliche Schnittstelle (API) zur Verfügung, die unabhängig von der Rechnerarchitektur ist. Die Software kann so immer auf die Schnittstelle zugreifen, und braucht die Hardware selbst, die sie nutzt, nicht genauer zu kennen. ( siehe Der Linuxkernel ) |
| Kaffeine | Kaffeine ist ein freier Multimedia-Player, das heißt ein Programm zum Abspielen
von Musik- und Videodateien, für Computer mit dem Betriebssystem Linux. Es nutzt die
Möglichkeiten der Benutzeroberfläche KDE und passt sich daher mit seinem
Bedienkonzept und dem sogenannten „Look and Feel“ in diese Benutzerumgebung vollständig ein.
Kaffeine bringt zum Abspielen der Video- und Musikdaten keine eigenen Programmfunktionen mit,
sondern greift dabei auf xine zurück. ( siehe in Video-Player ) |
KML | Keyhole Markup Language ist eine Auszeichnungssprache
zur Beschreibung von Geodaten für die Client-Komponente des Programms
Google Earth. KML befolgt die XML-Syntax,
liegt in der Version 2.2 vor und ist ein Standard des Open Geospatial Consortium. |
| Kollisions- resistenz |
Hash-Funktionen bilden beliebige digitale Daten bzw. Nachrichten
beliebiger Länge auf Werte fester Länge ab (Funktionswerte). Da es jedoch mehr mögliche
Nachrichten als
Funktionswerte gibt, gibt es auch zwangsläufig unterschiedliche Nachrichten mit gleichem
Hashwert. Solche Kollisionen treten jedoch für zwei zufällig gewählte Nachrichten nur
mit verschwindend geringer Wahrscheinlichkeit auf. Falls Kollisionen praktisch nicht berechenbar und
folglich nicht bekannt sind, spricht man auch von kollisionsfreien Hash-Funktionen. Korrekter ist der
ebenfalls gebrauchte Begriff kollisionsresistent, da die Kollisionen existieren aber schwer
berechenbar sind. ( siehe Kryptographische Prüfsummen ) |
| Konqueror | Der Name Konqueror beruht auf einem Wortspiel der vorigen Generation von Browsern: Zuerst gab es
den Navigator von Netscape, danach den„Erforscher alias Explorer und nun den„Eroberer“- Konqueror. Auf
englisch eigentlich conqueror, das K kommt vom Namen der Oberfläche KDE (Die Bezeichnungen sehr
vieler KDE-Programme enthalten ein großes K). Der Konqueror stellt eine Schnittstelle dar, in der zahlreiche Komponenten (KParts) gleichsam als Plugins eingebettet werden können. Diese Komponenten stellen dann die eigentliche Funktionalität bereit. Auf diese Art und Weise stellt der Konqueror z.B. einen Dateimanager für das K Desktop Environment (KDE) mit Funktionen für die Dateiverwaltung zur Verfügung. ( siehe Konqueror ) |
| Kontext | Als Prozesskontext bezeichnet man die gesamte Information, die für den Ablauf und die
Verwaltung von Prozessen von Bedeutung ist. Man unterscheidet Benutzer-, System- und Register-Kontext. ( siehe in Struktur von Prozessen ) |
| Kritischer Abschnitt | Ein Kritischer Abschnitt ist ein Abschnitt eines Programms, in dem eine beliebige Unterbrechung
nicht zugelassen werden darf. Dabei ist im Einzelfall genauer zu spezifizieren, ob eine generelle
Unterbrechungssperre vorliegt oder ob bestimmte Bedingungen zutreffen. Die Ursache für einen
kritischen Abschnitt kann eine zeitliche sein, beispielsweise wegen eines zeitlich deterministischen
Hardwarezugriffes, oder aber eine sich aus Multithreading- oder Mutex-Gründen
sich ergebende. ( siehe in Kritischer Abschnitt / Verklemmung ) |
| Kryptologie | Kryptologie beschreibt die Methoden zur Ver- und Entschlüsselung (Kryptographie nur Verschlüsselung). ( siehe Kryptologie ) |
| Kryptosystem | Ein Kryptosystem ist ein Verfahren, bei dem eine Eingabemenge (Klartext), gesteuert durch
Parameter (Schlüssel), in eine Ausgabemenge (Geheimtext) gewandelt werden kann, und umgekehrt,
der Geheimtext wieder in den Klartext rückgewandelt werden kann. Auf diese Weise lassen sich
Informationen vor unbefugtem Zugriff schützen und den Inhalt der Botschaft nur dem
gewünschten Empfänger zugänglich machen. Viele Kryptosysteme kennen einen speziellen
Parameter, Schlüssel genannt, durch den trotz Bekanntheit des Systems an sich die Geheimhaltung
damit verschlüsselter Informationen erreicht werden kann: Ohne Kenntnis des Schlüssels soll
es (praktisch) unmöglich sein, Geheimtext in Klartext zurückzuwandeln. Man unterscheidet dabei asymmetrische von symmetrischen Kryptosystemen: Bei symmetrischen Kryptosystemen werden Ver- und Entschlüsselung mit demselben Schlüssel durchgeführt. Das heißt, der Schlüssel muss geheimgehalten werden (secret key), um die Information zu schützen. Bei asymmetrischen Kryptosystemen werden zur Ver- und Entschlüsselung nicht derselbe Schlüssel verwendet. Es gibt einen geheimen (auch: privaten) und einen öffentlichen Schlüssel (public key; deshalb werden asymmetrische Kryptosysteme auch Public-Key-Systeme genannt). Der öffentliche Schlüssel lässt sich im Prinzip aus dem geheimen Schlüssel und umgekehrt ableiten. Dies ist jedoch ohne das Wissen von Parametern, die nur bei der Schlüsselerzeugung bekannt sind, (praktisch) unmöglich. Zur Verschlüsselung wird der öffentliche Schlüssel benutzt, zur Entschlüsselung aber der geheime Schlüssel. Somit kann man jemandem, dessen öffentlichen Schlüssel man kennt, eine Botschaft schicken, die nur dieser lesen kann, obwohl auch viele andere den öffentlichen Schlüssel kennen (können). In der Praxis sind symmetrische Kryptosysteme performanter als asymmetrische. Das Problem beim Einsatz symmetrischer Verfahren ist, dass der Schlüssel über einen sicheren Kanal übertragen werden muss, denn die Sicherheit des Verfahrens hängt von der Geheimhaltung des Schlüssels ab. Seit den Siebziger Jahren werden zum Schlüsselaustausch asymmetrische Verschlüsselungsverfahren (zum Beispiel basierend auf dem Diffie-Hellman-Algorithmus) eingesetzt, um den symmetrischen Schlüssel (meist ein zeitlich begrenzter Session Key) selbst zu verschlüsseln und ihn so über einen unsicheren Kanal übertragen zu können. Bei der Kommunikation können mit dieser Hybriden Verschlüsselung also die Vorteile (beispielsweise die höhere Geschwindigkeit) der symmetrischen Verschlüsselung ausgenutzt werden, während der Schlüssel durch die asymmetrische Verschlüsselung vor dem Zugriff eines Angreifers geschützt wird. ( siehe Verschlüsselungsverfahren, symmetrisch, asymmetrisch, hybride ) |
| KVM | Die Kernel-based Virtual Machine ist eine Linux-Kernel-Infrastruktur für
Virtualisierung (Native Virtualization) und läuft auf
x86-Hardware mit den
Hardware-Virtualisierungstechniken von Intel (VT) oder AMD (AMD-V). KVM wurde im Oktober 2006
veröffentlicht und ist ab Version 2.6.20 des Linux-Kernels enthalten. Entwickelt wird es
von dem US-amerikanischen Unternehmen Qumranet und steht dort unter Beaufsichtigung von
Avi Kivity. ( siehe Was ist Virtualisierung? ) |
| l: | |
| LAMP |
LAMP ist ein Akronym für den kombinierten Einsatz von Programmen und Betriebssystemen,
um einen Webserver zur Verfügung zu stellen. L steht dabei für Linux,
A für Apache, M für MySQL und
P für PHP. ( siehe Der Apache Webserver ) |
| LAN | Man spricht von einem Lokalen Netzwerk (local area network), wenn mehrer Rechner über kleine
Entfernungen an einem bestimmten Ort fest und dauerhaft vernetzt sind. ( siehe Netzwerkarbeiten ) |
| LDAP |
Lightweight Directory Access Protocol, ist ein Netzwerkprotokoll, das die Abfrage und
die Modifikation von Informationen eines Verzeichnisdienstes
(eine im Netzwerk verteilte hierarchische Datenbank) erlaubt. Die aktuelle Version ist in
RFC 2251 spezifiziert. ( siehe LDAP ) |
| LDIF |
Das Lightweight Data Interchange Format ist ein ASCII-basierendes Dateiformat zur
Darstellung von Informationen aus einem LDAP-Verzeichnis. LDIF wurde, da das Format der Daten in LDAP nicht spezifiziert ist, als Austauschformat spezifiziert. Bei der Entwicklung von LDIF wurde darauf geachtet, das Format möglichst einfach zu gestalten. Durch die Beschränkung auf eine rein textuelle Darstellung bleibt das Format menschenlesbar und kann somit einfach interpretiert werden. ( siehe LDAP ) |
| LIFO | Last Ini-First Out bezeichnet die Art, in der Daten in einem Stack bzw. Kellerspeicher abgelegt
und wieder abrufbar sind. Die Elemente werden in genau der entgegengesetzten Reihenfolge abgerufen, in der sie zuvor abgelegt wurden, d.h. das erste ("unterste") Element wird als letztes abgerufen. Das gegenteilige Prinzip wird als FIFO bezeichnet. ( siehe Arbeiten mit Bootmanagern LILO und GRUB ) |
| LILO | der LInux LOader, ist ein verbreiteter Boot-Loader für Linux, der aber auch andere
Betriebssysteme starten kann. LILO ist sehr flexibel. Das Programm ist freie Software und hat seit 2002 starke Konkurrenz von GRUB bekommen. ( siehe Arbeiten mit Bootmanagern LILO und GRUB ) |
| Link | Es gibt zwei völlig verschiedenen Formen eines Links. Die Gegenüberstellung ist wichtig und erfolgt deshalb gemeinsam an dieser Stelle. Leider sind auch die Angaben in Wikipedia falsch (Stand 7/2006), deshalb kein Link auf Wikipedia. |
| Hard- | Jede Datei hat genau einen inode, kann aber mehrere Verzeichniseinträge im gleichen
Filesystem haben, die diese Datei referenzieren. D.h. ein inode kann mehrere Namen haben. Jeder Verzeichniseintrag bildet einen Link (hard link) zwischen Dateinamen und dem inode, der diese Datei beschreibt. Der inode enthält einen Linkzähler, der die Anzahl der Referenzen enthält. Wird dieser Null, wird der inode freigegeben. ( siehe Hard Links ) |
| Soft- | Anders als beim Hard-Link wird beim symbolischen Link (Soft Link) eine
Spezialdatei (special files vom Type l) erzeugt, die den Pfadnamen der Zieldatei enthält. Die
Zieldatei kann dabei auch ein Verzeichnis sein und in einem anderen Dateisystem liegen. Der Pfadname kann absolut (vollständig) oder relativ sein. Der relative Name bezieht sich dabei auf die Lage des Links im Dateisystem und nicht auf das aktuelle Verzeichnis. ( siehe Symbolische Links ) |
| Linker |
Unter einem Linker oder Binder versteht man ein Programm, das einzelne Programmmodule zu einem ausführbaren Programm zusammenstellt (verbindet). ( siehe Binder ) |
| Linux |
ist ein freies und plattformunabhängiges Mehrbenutzer-Betriebssystem, das
Unix
ähnlich ist. Erstmals eingesetzt wurde Linux 1991 nach der Veröffentlichung des
ersten Linux-Kernels durch Linus Torvalds. ( siehe about Linux und Einordnung ) |
| LLC |
Logical Link Control ist die Bezeichnung für ein Netzwerkprotokoll der
Telekommunikation, das vom IEEE als IEEE 802.2 standardisiert wurde.
Es ist ein Protokoll, dessen Hauptzweck in der Datensicherung auf der Verbindungsebene
liegt, und gehört daher zur Schicht 2 des OSI-Modells. |
| Locale |
locale - steht für Konfigurationsdateien, die den Rechner an nationale
Gegebenheiten anpassen sollen. Dazu gibt es Dateien, die Informationen über nationale
oder regionale Besonderheiten enthalten, u.a. die Sprache, das Zahlen-, das Datums- und das
Zeitformat sowie den verwendeten bzw. darstellbaren Zeichensatz. Ein Einstellungssatz wird üblicherweise mit einem Code der meist Sprache und Land umfasst eindeutig identifiziert, z.B. de_DE. ( siehe locale - Informationen über nationale oder regionale Besonderheiten ) |
| Locking |
Unter Locking versteht man in der Informatik das Sperren des Zugriffs auf eine
Ressource. Eine solche Sperre ermöglicht den exklusiven Zugriff eines Prozesses auf eine
Ressource d.h. mit der Garantie dass kein dritter Prozess diese Ressource liest oder
verändert solange die Sperre besteht. Locking wird häufig bei Prozesssynchronisation sowie in Datei- und Datenbanksystemen verwendet um atomare und konsistente Lese- und Schreibanforderungen zu gewährleisten. ( siehe etwa beim algorithm read ) |
| Login | Als Login (Benutzeranmeldung, auch Signon, Logon usw.) bezeichnet man den Vorgang, sich in
einem Computersystem bei einem speziellen Dienst anzumelden (neudeutsch einzuloggen).
Gewöhnlich dient der Vorgang dazu, dem System mitzuteilen, dass man nun als Benutzer anwesend
ist und stellt den Beginn einer Sitzung dar. Das System kann dadurch Voreinstellungen für bestimmte Aktionen und die Rechte des Benutzers überprüfen. Daher wird bei einem Login auch meist noch ein Passwort abgefragt, das zur Authentifizierung dient und normalerweise nur Benutzern bekannt ist, die die entsprechenden Rechte besitzen sollen. Mit dem Logout wird dem System das Ende der Sitzung mitgeteilt. ( siehe im Linux-Skript ) |
| Logische Uhr | Eine Logische Uhr ist eine Komponente eines Computersystems, die dafür verwendet
wird, Ereignissen einen eindeutigen Zeitstempel zu geben. Anders als bei einer "normalen"
Echtzeituhr, die die physikalische Zeit misst, ist der einzige Anspruch an eine logische Uhr, dass
sie monoton steigende Werte abgibt, so dass die Kausalordnung der Ereignisse erkennbar ist. ( siehe im Uhrensynchronisation ) |
| Lokalitäts -prinzip |
In der Informatik wird mit Lokalitätseigenschaft die beobachtbare Eigenschaft typischer
Computerprogramme bezeichnet, in einem gewissen Zeitabschnitt nur auf einen relativ kleinen Bereich der
gesamten Datenmenge zuzugreifen. Sie bildet die Basis für den Einsatz der
virtuelle Speichertechnik und eines Caches. ( siehe im Was ist ein Virtueller Speicher? ) |
| LPT | Die Parallele Schnittstelle bezeichnet einen digitalen Eingang oder Ausgang
eines Computers oder eines Peripheriegerätes. Bei der Datenübertragung
über eine parallele Schnittstelle werden mehrere Bits parallel übertragen, im
Gegensatz zur seriellen Schnittstelle, bei der die Bits nacheinander
übertragen werden. In Bezug auf Peripheriegeräte ist mit „parallele Schnittstelle“ heutzutage meist ein Anschluss nach IEEE 1284 gemeint, welcher nach seiner Verwendung auch als Druckerschnittstelle bzw. Druckerport LPT (line printing terminal), bezeichnet wird. |
| LSB | Die Linux Standard Base ist eine Arbeitsgruppe der Free Standards Group. Die LSB definiert eine
Binärschnittstelle mit dem Ziel, die Kompatibilität zwischen den verschiedenen
Linux-Distributionen zu verbessern. Die LSB wurde ins Leben gerufen, um mit Standards und Richtlinien eine einheitliche Plattform für Softwareinstallationen unter Linux zu erzeugen. Sie macht u.a. Vorgaben welche grundlegenden Programme und Bibliotheken auf einem LSB-konformen System vorhanden sein müssen, und legt gemäß dem Filesystem Hierarchy Standard eine Verzeichnisstruktur fest. ( siehe C Unix/Linux: Vorbemerkungen ) |
| LUN | LUN bezeichnet in der EDV eine Logical Unit Number und wird zur Zuordnung
für die Ansteuerung von Geräten im SCSI-Bus verwendet. Historisch wurden LUNs eher selten verwendet. In modernen Storage Area Networks hat die LUN-Adressierung allerdings an Bedeutung gewonnen, da hier ein Disk Array viele virtuelle Festplatten zur Verfügung stellen kann. Im Sprachgebrauch hat sich daher "LUN" als Bezeichnung für eine solche virtuelle Festplatte aus Sicht eines Betriebssystems eingebürgert. ( siehe in iSCSI ) |
| LVM | Der Logical Volume Manager ist eine hauptsächlich im UNIX- und Linux-Umfeld
verbreitete Abstraktionsebene zwischen Festplatten und Dateisystemen. Festplatten (Physical Volume,
PV) werden zu einem Pool (Volume Group, VG) zusammengefasst, aus dem dynamisch "Partitionen"
(Logical Volume, LV) angefordert werden können. Auf diesen Logical Volumes werden die
Dateisysteme angelegt. ( siehe in Einige Besonderheiten im AIX ) |
| m: | |
| MAC | Die Media Access Control oder Medium Access Control („Medienzugriffskontrolle“)
ist eine vom IEEE entworfene Erweiterung des OSI-Modell.
Das IEEE unterteilte die zweitunterste der sieben Schichten des OSI-Modells in die
Unterschichten Media Access Control und Logical Link Control (LLC),
wobei die MAC die untere der beiden ist. |
| MAC -Adresse |
MAC-Adresse, ist die Hardware-Adresse aller Netzwerkgeräte. |
| MAC -Code |
Ein Message Authentication Code wird aus der Nachricht und einem geheimen Schlüsselwert
berechnet. Unterschiedliche Nachrichten haben mit hoher Wahrscheinlichkeit unterschiedliche MAC-Funktionswerte. Der Funktionswert kann nur bei Kenntnis des Schlüssels berechnet werden. Wie der Name schon andeutet, wird durch den MAC die Integrität und Authentizität elektronischer Daten bzw. Nachrichten gewährleistet. ( siehe Message Authentication Code ) |
| Mach | Mach ist ein Betriebssystem-Kernel, der 1985–1994 im Rahmen eines Projekts an der
Carnegie Mellon University entwickelt wurde, und gehört zur Klasse der Mikrokernel. Die Kernfeatures von Mach sind:
* Multitasking
* Threads
* Interprozesskommunikation durch Versenden von Mach messages
* Speicherschutz
( siehe in Betriebssystem-Architekturen )
|
| Mainframe | Ein Mainframe (Großrechner) ist ein sehr komplexes und umfangreiches Computersystem,
das weit über die Kapazitäten eines Personal Computers und meist auch über die der
typischen Serversysteme hinausgeht. Ein Mainframe zeichnet sich vor allem durch seine Zuverlässigkeit und hohe Ein-Ausgabe-Leistung aus. Er kann im Online-Betrieb (Time Sharing) eine große Anzahl von Benutzern bedienen, im Batch-Betrieb aber auch komplizierte und aufwändige Aufgaben durchführen. ( siehe Mainframe Betriebssysteme im Tanenbaum ) |
| make | make ist ein Computerprogramm, das Shellskript-ähnlich Kommandos in
Abhängigkeit von Bedingungen ausführt. Es wird hauptsächlich im Unixbereich bei der
Softwareentwicklung eingesetzt. Genutzt wird es beispielsweise, um in einem Projekt, das aus vielen verschiedenen Dateien mit Quellcode besteht, automatisiert alle Arbeitsschritte (Übersetzung, Linken, Dateien kopieren etc.) zu steuern, bis hin zum fertigen ausführbaren Programm. ( siehe make ) |
| Marshalling | Unter Marshalling versteht man das Entgegennehmen und Umwandeln einer Menge von
strukturierten Datenelementen und/oder elementaren Werten in ein Format, welches es ermöglicht,
diese in einer Nachricht an einen Empfänger zu schicken. Die Empfängerseite kann die Menge
von Datenelementen und/oder elementaren Werten aus der Nachricht extrahieren und die Datenstruktur
wiederherstellen, was als Demarshalling oder Unmarshalling bezeichnet wird. Kommunikationstechniken wie RPC, CORBA, DCOM und RMI verwenden Marshalling. ( siehe in Parameterübergabe, RPC ) |
| MBR | Der Master Boot Record bezeichnet in der x86-Architektur den ersten Datenblock (512 Byte)
eines in Partitionen aufgeteilten, bootfähigen Speichermediums, wie beispielsweise einer
Festplatte. Der MBR enthält eine Partitionstabelle, die die Aufteilung des Datenträgers
beschreibt und einen Boot-Loader, ein Programm, das ein Betriebssystem auf einer der Partitionen
startet. Speichermedien, die nicht in Partitionen unterteilt sind, z. B. Disketten oder CDs, enthalten keinen MBR. Hier wird der erste Datenblock als Bootsektor oder auch Boot Record bezeichnet. ( siehe ) |
| mc | Midnight Commander ist ein Dateimanager - ein Clone des
Norton-Commander für Linux/Console.
Inbesondere für Linux-Einsteiger, die ihn auch schon unter Windows benutzt haben, eine sehr angenehme
Arbeitserleichterung. Einer seiner größten Vorteile ist seine Vielfalt: Maus-Unterstützung
(GPM), eingebauter FTP-Client, Entpacken von sämtlichen Archiven und Paketen (die Programme sind
natürlich vorher zu installieren) tar.gz, bzip, zip, rar, rpm, deb, ... .Es mag ja sein, dass vieles
per Kommandozeile schneller geht, aber mit mc ist alles einfach simpler, z.B. beim Kopieren, Löschen
etc. von Daten, die sich mit Filtern nicht so einfach erfassen lassen. Besonders erfreulich für
Anfänger, ist der eingebaute Editor mit Syntaxunterstützung für so ziemlich jede Sprache und
einfacher Handhabung. ( siehe GNU Midnight Commander - mc) |
| MD5 | Message Digest Algorithm 5 ist eine weitverbreitete kryptographische
Hash-Funktion, die einen 128-Bit-Hashwert erzeugt. MD5 wurde 1991 von Ronald L. Rivest
entwickelt. Die errechneten MD5-Summen (kurz md5sum) werden weitverbreitet zur
Integritätsprüfung von Dateien eingesetzt. ( siehe Massage DigestNr.5 ) |
| MDA | Ein Mail Delivery Agent (MDA) ist eine Software, die eingehende E-Mails annimmt und sie
nach bestimmten Kriterien unter den Empfängermailboxen verteilt (wenn der Account auf dem lokalen Computer vorhanden ist) oder zurück zum SMTP-Server
schickt (wenn der Account auf einem anderen Computer ist). Die meisten Mail Transfer Agents (MTA) und viele Mail User Agents (MUA) haben solche grundlegenden Funktionen bereits implementiert. ( siehe in e-mail: Aktuelle Hinweise für Studenten der Informatik ) |
| MDNS | Multicast DNS: Die Probleme, Namen
und IP-Adressen ohne
DNS-Server zu übersetzen, sowie einen Mechanismus zum automatischen
Veröffentlichen und Finden von Netzdiensten verfügbar zu haben, wurden von der
Zeroconf Working Group praktischerweise zusammengefasst, und in
Form der zwei grundsätzlich
unabhängigen, jedoch einander gut ergänzenden Protokolle Multicast DNS (mDNS) und
DNS Service Discovery (DNS-SD) zu Papier gebracht. mDNS ist dabei nichts anderes als eine Beschreibung, wie Clients verfahren müssen, wenn sie DNS-Anfragen an Multicast-Adressen senden, und wie eine Gruppe von Rechnern damit umgeht, sodass die Anfrage richtig und ohne erhöhte Last auf dem Netzwerk beantwortet wird. ( siehe in MDNS - Multicast-DNS ) |
| Metasprache | Eine Metasprache ist eine Sprache, mit der eine andere Sprache erklärt oder definiert
wird, mit der also die Regeln für diese Sprache festgelegt werden. Meta kommt aus dem Griechischen
und bedeutet unter anderem soviel wie hinter, über. ( siehe XML - Extensible Markup Language ) |
| Middleware | Middleware bezeichnet in der Informatik anwendungsunabhängige Technologien, die
Dienstleistungen zur Vermittlung zwischen Anwendungen anbieten, so dass die Komplexität der
zugrundeliegenden Applikationen und Infrastruktur verborgen wird. Man kann Middleware auch als
eine Verteilungsplattform, d. h. als ein Protokoll (oder
Protokollbündel) auf einer höheren Schicht als der der gewöhnlichen
Rechnerkommunikation auffassen. ( siehe in Middleware, im Tanenbaum ) |
| Mikrokernel | Ein Mikrokernel (oder auch Mikrokern) bezeichnet einen Betriebssystemkern. Der
Mikrokernel verfügt über weniger Funktionen als ein Monolithischer Kernel – in
der Regel lediglich Funktionen zur Speicher- und Prozessverwaltung, sowie Grundfunktionen
zur Synchronisation und Kommunikation. Mikrokerneltechnologien sind besonders geeignet zur Implementierung Verteilter Betriebssysteme. ( siehe in Betriebssystem-Architekturen ) |
| MIME | Multipurpose Internet Mail Extensions (MIME) ist ein Kodierstandard, der die Struktur und den
Aufbau von E-Mails und anderer Internetnachrichten festlegt. Ferner findet MIME Anwendung bei der
Deklaration von Inhalten in verschiedenen Internetprotokollen, so zum Beispiel in HTTP, und
Desktop-Umgebungen, so etwa KDE, GNOME, XFCE oder Mac OS X Aqua. Der Standard wird beschrieben in
RFC 2045 bis RFC 2049. MIME ermöglicht es, zwischen Sender und Empfänger Informationen über den Typ der übermittelten Daten auszutauschen (Content-Type) und gleichzeitig eine für den verwendeten Übertragungsweg sichere Kodierung (Content-Transfer-Encoding) festzulegen. ( siehe in alter Seite Hinweise zur Nutzung des WWW (98) ) |
| Minix | Minix ist ein Unix-ähnliches Betriebssystem, das von Andrew S. Tanenbaum als
Lehrsystem entwickelt wurde. Der Quellcode des Minix-Kerns besteht aus etwa 12.500 Zeilen,
hauptsächlich in der Programmiersprache C, und ist Teil von Tanenbaums Lehrbuch Operating
Systems - Design and Implementation. ( siehe Informationen über verschiedene Betriebssysteme ) |
| Minix-Dat. | Das Minix-Dateisystem wurde für Minix konzipiert. Es basiert auf den
grundlegenden Strukturen des Unix File System unter Auslassung komplexer Funktionen, um den
Quellcode im Sinne des Lehreinsatzes von Minix möglichst klar strukturiert und einfach
gestalten zu können. Dieses Dateisystem wurde von Linux bis zur Einführung des extended file system im April 1992 als Standard benutzt und wird bis heute noch häufig bei (bootfähigen) Disketten, teilweise für RAM-Disks und auf anderen Anwendungsgebieten wegen des geringen für die Verwaltung benötigten Speicherplatzes verwendet. ( siehe Dateisysteme ) |
| MIT | Das Massachusetts Institute of Technology (MIT) (gegründet 1861) ist eine Universität
in Cambridge (Massachusetts) in den USA. Das MIT gilt als eine weltweit führende Universität im
Bereich von technologischer Forschung und Lehre. Sie ist Mitglied der Association of American
Universities, einem seit 1900 bestehenden Verbund führender forschungsintensiver nordamerikanischer
Universitäten. |
| MITM -Angriff |
Ein Man-In-The-Middle-Angriff (MITM-Angriff), auch Janusangriff (nach dem doppelköpfigen
Ianus der römischen Mythologie) genannt, ist eine Angriffsform, die in Rechnernetzen ihre
Anwendung findet. Der Angreifer steht dabei entweder physikalisch oder – heute meist logisch zwischen
den beiden Kommunikationspartnern und hat dabei mit seinem System komplette Kontrolle über den
Datenverkehr zwischen zwei oder mehreren Netzwerkteilnehmern und kann die Informationen nach Belieben
einsehen und sogar manipulieren. Die Janusköpfigkeit des Angreifers besteht darin, dass er den
Kommunikationspartnern das jeweilige Gegenüber vortäuschen kann, ohne dass sie es merken. ( siehe ) |
| MMU | Bei der Memory Management Unit, auch Speicherverwaltungseinheit, handelt es sich um eine
Funktionseinheit von Mikroprozessoren, die zum Zugriff auf den Arbeitsspeicher oder sonstige Hardware das
Übersetzen von virtuellen Adressen in physikalische Adressen bewerkstelligt. Sie ermöglicht damit
den Zugriff auf den gesamten virtuellen Adressraum, den ein Betriebssystem mit Hilfe der
virtuellen Speicherverwaltung zur Verfügung stellt. ( siehe Speicherverwaltungseinheit - MMU ) |
| MOM | Message Oriented Middleware bezeichnet Middleware, die auf der
asynchronen Kommunikation, also der Übertragung von Nachrichten (Messages) beruht. Das Format
für die Nachrichten ist nicht festgelegt, in der Praxis hat sich jedoch XML
als beliebtes Format etabliert. MOM unterstützt drei verschiedene Kommunikationsprotokolle
|
| Mosaic | National Center for Supercomputing Applications (NCSA) entwickelte NCSA Mosaic war der
erste Internetbrowser, der außer Text auch Grafiken auf einer Seite anzeigte, ohne dass man
diese extra laden musste. Ende 1993 waren etwa 2 Millionen Kopien von Mosaic im Umlauf. 21. April 1993: Hiermit ist die Version 1.0 von NCSA Mosaic, ein vernetztes Informationssystem und ein World Wide Web Browser, für X-Window-Systeme freigegeben. ( siehe Alles über NCSA Mosaic ) |
| Motif | Motif ist eine grafische Programmbibliothek, mit der man u.a. grafische
Benutzerschnittstellen (GUIs) unter dem X Window System auf UNIX und
anderen POSIX-artigen Systemen entwickeln kann. Seit Version 2.1 unterstützt Motif Unicode,
was dazu führte, dass es in etlichen mehrsprachigen Umgebungen genutzt wird. Es kam in den
1990er Jahren mit der Verbreitung von UNIX-Arbeitsrechnern auf, und positionierte sich gegen das
OpenLook-GUI. Daneben ist es auch ein Industrie-Standard nach IEEE 1295. Es war und ist auch noch
in Verwendung in den Grundelementen für das CDE. Motif wurde durch die OSF geschaffen (und wird manchmal noch immer OSF/Motif genannt), gehört nun aber zur Open Group. ( siehe Fensterverwalter ) |
| mount | Kommando/Protokoll zum ankoppeln eines Dateisystems oder
eines Volumes. ( siehe mount ) |
| movemail | Movemail is a GNU/Linux program that moves mail from a user's mailbox to another file. You will probably never have to run this program manually. It is intended as a replacement for movemail from GNU Emacs. The movemail program is run by Emacs Rmail module. ( siehe ) |
| Mozilla | Mozilla ist eine aus Webbrowser, E-Mail-Programm und weiteren Werkzeugen
bestehende freie Programmsammlung, die von einer Entwicklergruppe im Rahmen des
Mozilla-Projektes entwickelt
wurde. Mozilla basiert auf dem 1998 von der Netscape Corporation freigegebenen Quellcode des
Netscape Communicators. ( siehe Mozilla ) |
| MPEG | Die Moving Picture Experts Group (MPEG) ist eine Gruppe von Experten, die sich mit der
Standardisierung von Videokompression und den dazugehörenden Bereichen, wie Audiokompression oder
Containerformaten, beschäftigt. Umgangssprachlich wird mit "MPEG" meist nicht die Expertengruppe,
sondern ein spezieller MPEG-Standard bezeichnet. MPEG-Audio.
|
| MRA | Ein Mail Retrieval Agent ist ein Programm, das generell im Mail User Agent (MUA), dem
E-Mail-Programm des Benutzers, integriert ist, und den Zugriff auf die Mailbox des Benutzers auf dem
Mail Server über dessen Mail Transfer Agent (MTA) erlaubt, um E-Mails
herunterzuladen. Meist werden die Protokolle POP3 oder IMAP
verwendet. ( siehe SMTP und E-Mail ) |
| MTA | Mail Transfer Agent, ein Programm, das den Transport und die Verteilung von E-Mail erledigt. Im Gegensatz dazu dient der Mail User Agent (MUA) zur Bearbeitung von Mails durch den Benutzer. Der Mail Delivery Agent (MDA) ist für die korrekte Filterung und Verteilung der Mails in die Mailboxen zuständig. ( siehe SMTP und E-Mail ) |
| MTU | Maximum Transmission Unit beschreibt die maximale Paketgröße (maximum
sized datagram, RFC 791), die über ein Netzwerk übertragen werden kann, ohne dass
das Datenpaket fragmentiert werden muss. Die MTU wird durch die verwendete Hardware/Technik
bestimmt.. ( siehe ) |
| MUA | Als Mail User Agent (MUA) bezeichnet man ein Programm (Bediensystem), mit dem E-Mails
gelesen, geschrieben und versendet werden. ( siehe in e-mail: Aktuelle Hinweise für Studenten der Informatik ) |
| Multicast | Multicast (ähnlich dem Gruppenruf) bezeichnet in der Telekommunikation eine
Nachrichtenübertragung von einem Punkt zu einer Gruppe (auch Mehrpunktverbindung genannt).
Der Vorteil von Multicast besteht darin, dass gleichzeitig Nachrichten an mehrere Teilnehmer
oder an eine geschlossene Teilnehmergruppe übertragen werden können, ohne dass sich beim
Sender die Bandbreite mit der Zahl der Empfänger multipliziert. Multicast ist die übliche Bezeichnung für IP-Multicast, das es ermöglicht, in IP-Netzwerken effizient Daten an viele Empfänger zur gleichen Zeit zu senden. Das passiert mit einer speziellen Multicast-Adresse. In IPv4 ist hierfür der Adress-Bereich 224.0.0.0 bis 239.255.255.255, in IPv6 jede mit FF00::/8 beginnende Adresse reserviert. ( siehe in ) |
Multimedia | Der Begriff Multimedia bezeichnet Inhalte und Werke, die aus mehreren der folgenden digitalen
Medien bestehen: Text, Fotografie, Grafik, Animation, Audio und Video. Es gibt keine eindeutige Definition für den Begriff Multimedia. Bei P. Kneisel (zitiert nach Steinmetz 1999) findet man folgende Definition: „Ein Multimediasystem ist durch die rechnergestützte, integrierte Erzeugung, Manipulation, Darstellung, Speicherung und Kommunikation von unabhängigen Informationen gekennzeichnet, die in mindestens einem kontinuierlichen und einem diskreten Medium kodiert sind.“ ( siehe Linux und Multimedia ) |
| Multiprozessor -system |
Mehrprozessorsysteme sind Computer, die zwei oder mehr Prozessoren haben. Sie werden
meist als Server genutzt. Die einzelnen Aufgaben werden dann vom Betriebssystem je nach Bedarf
einzelnen Prozessoren zugeteilt. Alle CPUs haben direkten Zugriff auf den gemeinsam genutzten
Speicher. ( siehe in Hardwarekonzepte ) |
| Multitasking | Multitasking bezeichnet die Fähigkeit eines Betriebssystems, mehrere Aufgaben (Tasks)
nebenläufig auszuführen. Dabei werden die verschiedenen Prozesse in so kurzen Abständen
immer abwechselnd aktiviert, dass der Eindruck der Gleichzeitigkeit entsteht. Präemptives Multitasking ist ein Schedulingverfahren unter Steuerung des Betriebssystems. Dabei wird der Zeitraum in Zeitscheiben definierter Länge unterteilt und den einzelnen Prozessen durch den Scheduler zugewiesen. Läuft eine Zeitscheibe ab, so wird der Prozess unterbrochen und ein anderer erhält eine Zeitscheibe. Anders arbeitet das kooperative (nicht-präemptive/non-preemptive) Multitasking. Es arbeitet ohne Zeitscheiben. Hier blockiert ein Prozess die CPU solange bis er sie selbstständig abgibt. Dieser Begriff ist lediglich eine Werbegeck von Microsoft für seine unvollständigen Betriebssysteme (bis Windows 98). ( siehe Grundlegende Schedulingverfahren ). |
| Mutex | In Threads wird gegenseitiger Ausschluss mit Hilfe der Funktion mutex realisiert. Im Allgemeinen (User-Level-Threads) ist ein mutex keine Kernelfunktion und folglich keine binäre Semaphore. Insbesondere besitzt ein mutex keine wakeup-Funktionalität. ( siehe Entwurfskriterien für Thread-Pakete ) |
| Mutt | Mutt ist ein schlanker, textbasierter MUA für Unix und andere
Unix-artige Betriebssysteme. Mutt arbeitet im Textmodus und ist damit in Textfenstern, auf
Rechnerkonsolen und mit Fernsteuerungsprogrammen wie ssh oder telnet
in vielen Umgebungen einsetzbar. Andere Medien und Formate als Text werden durch einfache Aufrufbarkeit
unabhängiger Programme zu deren spezieller Verarbeitung unterstützt. ( siehe Studentischer Vortrag auf wikibs ) |
| Mutual exclusion |
Mutual Exclusion (gegenseitiger Ausschluss) ist ein Verfahren, das verhindert, dass
nebenläufige Prozesse bzw. Threads gleichzeitig
auf Daten zugreifen und so unter
Umständen inkonsistente Zustände herbeiführen. Dieses Konzept ist von zentraler
Bedeutung sowohl für Systeme, deren Software in Threads abläuft, als auch für
konkurrierend ablaufende Prozesse im Allgemeinen, beispielsweise quasigleichzeitige Zugriffe auf
ein Datenbanksystem aus mehreren unabhängigen Clients. ( siehe in Kritischer Abschnitt / Verklemmung ) |
| MySQL | ist ein Open Source SQL-Datenbankverwaltungssystem. ( siehe MySQL eine Open Source Database ) |
| n: | |
| NAS | Network Attached Storage bezeichnet an das lokale Netzwerk angeschlossene
Massenspeichereinheiten zur Erweiterung der Speicherkapazität. Allgemein werden NAS eingesetzt, um die hohen Aufwände bei Installation und Administration eines dedizierten Dateiservers zu umgehen. Dateibasierende Dienste wie NFS oder SMB/CIFS stellen die Kernfunktion dar. Daher werden NAS-Systeme oft kurz als Filer bezeichnet. ( siehe Speichersysteme und Speichernetze ) |
| NAT | Network Address Translation ist in Computernetzen der Sammelbegriff für Verfahren, um
automatisiert und transparent Adressinformationen in Datenpaketen durch andere zu ersetzen. NAPT stellt mittlerweile die häufigste Form des NAT dar und wird daher oft synonym gebraucht. Da es neben der Umsetzung von IP-Adressen auch eine Umsetzung von Port-Nummern gestattet, wird es oft eingesetzt, um durch sogenanntes Maskieren (Masquerading) eine Reihe von (privaten) IP-Adressen und zugeordneter Port-Nummern zur Nutzung nur einer (öffentlichen) IP-Adresse zu verwenden. ( siehe Network Address Translation (NAT), Studentischer Vortrag, ai97 ) |
| Nautilus | Nautilus ist der Standard-Dateimanager des
GNOME-Projekts, welches eine auf freier Software basierende Desktop-Umgebung
für Unix-Systeme programmiert. Sein Name ist eine Anspielung auf die Schale der
Perlboote.
Nautilus wurde von der Firma Eazel entwickelt. |
| NCSA | Das National Center for Supercomputing Applications (NCSA) wurde 1986 an der
amerikanischen University of Illinois in Urbana-Champaign als eines von ursprünglich fünf
Zentren des National Science Foundation's Supercomputer Centers Program gegründet. Das NCSA wurde 1993 weltweit bekannt durch den ersten grafischen Webbrowser NCSA Mosaic und den NSCA httpd, einen Webserver und Vorläufer des heute weit verbreiteten Apache-Servers. ( siehe Das World Wide Web ) |
| Nebenläufigkeit | Nebenläufigkeit liegt vor, wenn mehrere Ereignisse in keiner kausalen
Beziehung zueinander stehen, sich also nicht beeinflussen. Ereignisse sind nebenläufig,
wenn keines eine Ursache des anderen ist. Oder anders ausgedrückt: Aktionen können
nebenläufig ausgeführt werden (sie sind parallelisierbar), wenn keine das Resultat
der anderen benötigt. ( siehe Prozesse in UNIX-Systemen ) |
| Nessus | ein bekannter Netzwerk- oder Vulnerability-Scanner, basiert auf dem Client-Server-Prinzip, war bis Version 3.0 Open Source ( siehe Nessus ) |
| NetApp | Network Appliance, Inc. ist eine Firma, die im Bereich der Datenspeicherung und des
Datenmanagements arbeitet. Sie hat ihren Sitz in Sunnyvale im US-Bundesstaat Kalifornien. Network Appliance bietet vereinheitlichte Speicherlösungen für die Anforderungen moderner datenintensiver Firmen an. Anerkannt wurde NetApp insbesondere für seine NAS-Lösungen (Network Attached Storage). Heute unterstützt die Firma Speicherlösungen für NFS, CIFS, Fibre Channel und iSCSI. Das zugrundeliegenden Betriebssystem Data ONTAP. Die deutsche Homepage der Firma ( siehe in Zentrales Backup-System und Snapshots ) |
| NetBSD | NetBSD ist ein Open-Source-Betriebssystem aus der BSD-Familie und
gehört damit zu den Unix-Derivaten. ( siehe in bsinfos ) |
| Netcat | Netcat ist ein einfaches Werkzeug um Daten von der Standardein- und -ausgabe über
Netzwerkverbindungen zu transportieren. Es arbeitet als Client oder Server mit den Protokollen TCP
und UDP. Die Manpage bezeichnet es als TCP/IP swiss army knife (Schweizer Messer für TCP/IP). Durch die hohe Übertragungsgeschwindigkeit ist es besonders zum Kopieren großer Dateien und Verzeichnisstrukturen geeignet. Allerdings sollte es nicht in 'offenen' Netzen genutzt werden. Die Übertragung ist unverschlüsselt und der genutzte Port ist ein echtes SECURITY_HOLE. ( siehe in Dateitransfer zwischen Rechnern ) |
| Netscape | Netscape Navigator ist ein Webbrowser, der von der Firma Netscape Communications Corporation
entwickelt wurde. Der heutige Besitzer und Inhaber der Marke "Netscape" ist AOL. Der Netscape Navigator basierte ursprünglich auf dem alten Code des grafischen Browsers Mosaic. Die letzte in deutscher Sprache verfügbare Version ist Netscape 7.1, basierend auf Mozilla 1.4. Die neue Version 8.0 wurde am 19. Mai 2005 veröffentlicht. Sie basiert auf Mozilla Firefox. ( siehe in Alles über Netscape, alte Seiten ) |
| Netzmaske | Die Netzmaske oder Netzwerkmaske, teils noch als Subnetzmaske bezeichnet, ist eine
Bitmaske, die eine IP-Adresse in einen Netzwerk- und einen Geräte- bzw. Hostteil trennt.
Sie wird in IP-Netzwerken verwendet, um Routingentscheidungen zu treffen. ( siehe Netzwerkarbeiten ) |
| NeXT | Die Firma NeXT, Inc. wurde 1986 von Steve Jobs gegründet. Zuvor war er aus seiner
eigenen Firma Apple Computer nach einem verlorenen Machtkampf ausgeschieden. NeXT Computer entwickelte das legendäre, Unix-artige Betriebssystem NeXTStep und baute einige Jahre eigene NeXT-Computer auf Basis der Motorola 680x0-Prozessoren. Bei NeXTStep handelte es sich um ein Mikrokernel-Betriebssystem, das den Mach-Mikrokernel verwendet. Auf Basis dieses Kernel ist ein gewöhnliches BSD-Unix aufgebaut. Das Betriebssystem NeXTStep, genauer gesagt der Mikrokernel Mach und die API OpenStep von NeXT, bilden heute zusammen mit FreeBSD die Grundlagen für das derzeitige Apple-Betriebssystem Mac OS X. ( siehe Betriebssystem-Architekturen ) |
| NFS | Network File System, ist ein von Sun Microsystems entwickeltes Protokoll, das den
Zugriff auf Dateien über ein Netzwerk ermöglicht. ( siehe NFS ) |
| NIS | Network Information System/Service (Yellow Pages), ist ein Verzeichnisdienst zur
Verteilung von Konfigurationsdaten wie Benutzernamen oder Rechnernamen in einem Computernetzwerk. ( siehe NIS ) |
| NIST | Das National Institute of Standards and Technology (NIST) ist eine Bundesbehörde der
Vereinigten Staaten mit Sitz in Gaithersburg (Maryland) und in Boulder (Colorado). Das NIST gehört
zur technologischen Administration des Handelsministeriums und ist für Standardisierungsprozesse
zuständig. ( siehe AES ) |
| Nmap | Nmap wird in erster Linie für Portscanning (d.h. Untersuchen der Ports eines Hosts)
eingesetzt. Das Werkzeug wurde ständig erweitert und konnte sich vor allem durch die aktiven
Techniken für OS-Fingerprinting (das Erkennen des eingesetzten Betriebssystems auf dem
Zielhost) einen Namen machen. Auch das Mapping von Umgebungen (Erkennen aktiver Hosts) ist
möglich. ( siehe Netzwerkscanner - Nmap ) |
| Nonce | Eine Nonce (Abkürzung für: number used once) bezeichnet ein vorläufiges Wort
(oder eine Buchstabenfolge oder eine Zahlenfolge) welches kurzfristig mit der Absicht gewählt
wurde, bald durch etwas Besseres ersetzt zu werden. Oft handelt es sich um eine Zufallszahl oder Pseudozufallszahl. Nonces werden beispielsweise benutzt, um Replay-Attacken oder Man-In-The-Middle-Angriffe zu verhindern. ( siehe in Authentifizierung im Tanenbaum ) |
| NPTL | Die Native POSIX Thread Library ist eine moderne Implementierung einer Threading-Bibliothek
für Linux. Sie wird in Verbindung mit der GNU C Library (glibc) verwendet und erlaubt
Linux-Programmen die Verwendung von POSIX-Threads. ( siehe Implementierung von Threads ) |
| NSA | Die National Security Agency der USA gilt als der größte und wahrscheinlich
finanziell am besten ausgestattete Nachrichtendienst der Welt. Sie ist für die weltweite
Überwachung und Entschlüsselung von elektronischer Kommunikation zuständig. |
| NTFS | NTFS steht für New Technology File System und ist das Dateisystem von Windows NT,
einschließlich seiner Nachfolger. NTFS erbte viele Konzepte von IBMs Dateisystem HPFS, das in dem
zusammen mit Microsoft entwickelten Betriebssystem OS/2 verwendet wurde. Im Vergleich zu FAT bietet NTFS u.a. einen gezielten Zugriffsschutz auf Dateiebene durch vollständige Unterstützung von Zugriffskontrolllisten (ACL). ( siehe in Dateisysteme ) |
| NTP | Network Time Protocol, ist ein Standard zur Synchronisierung von Uhren in
Computersystemen über paketbasierte Kommunikationsnetze. ( siehe NTP ) |
| NUMA | Non-Uniform Memory Architecture ist eine Computer-Speicher-Architektur für
Multiprozessorsysteme, bei denen die Zugriffszeiten auf den Speicher vom Ort des Speichers
abhängen. Ein Prozessor kann auf seinen eigenen, als lokal zugewiesenen Speicher schneller
zugreifen als auf den von anderen Prozessoren im gleichen System verwalteten Speicher. NUMA-Architekturen sind der logisch nächste Schritt zur Erhöhung der Skalierbarkeit von SMP-Architekturen. NUMA-Systeme stehen dabei im Gegensatz zu sogenannten UMA- (Uniform-Memory-Architecture), NoRMA- (No-Remote-Memory-Architecture) und CoMA- (Cache-only-Memory-Architecture) Architekturen. ( siehe etwa NUMA-Architektur, Projektarbeiten ) |
| NVRAM | NVRAM (Abk.: Non Volatile Random Access Memory, nicht flüchtiger RAM) ist eine
Speichertechnologie in der Elektronik, die auch ohne Aufrechterhaltung der Energieversorgung die
Information halten kann. Im Gegensatz zu volatilen (flüchtigen) Speichern, wie DRAM oder SRAM,
welche die in ihnen gespeicherten Informationen ohne Energieversorgung verlieren. Wird der Speicherinhalt mit Hilfe einer Batterie erhalten, spricht man auch von einem Pseudo-NVRAM. |
| o: | |
| Offenes Relay | Als Offenes Mail-Relay, Open Relay wird ein Mailserver bezeichnet, der jeden Mailclient
erlaubt, über sich Mails an beliebige Empfänger zu versenden. Etwa:
A -----> B ----> C
Sender Relay Empfänger
Server
Und B ist weder für Mail von A noch von C zuständig ist.( siehe in Simple Mail Transfer Protocol (SMTP) und E-Mail ) |
| OGC | Das Open Geospatial Consortium ist eine 1994 gegründete gemeinnützige
Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Entwicklung von raumbezogener
Informationsverarbeitung (insbesondere Geodaten) auf Basis
allgemeingültiger Standards zum Zweck der Interoperabilität festzulegen. Markenzeichen ist OpenGIS. |
| Ogg | Ogg ist ein Dateiformat, das Audio-, Video- sowie Textdaten enthalten kann. Es ist damit
ein Multimedia-Container. Ogg wurde mit dem Ziel konzipiert,
Multimedia-Inhalte effizient zu speichern und zu streamen, und gleichzeitig eine freie und von
Softwarepatenten unbeschränkte Alternative zu proprietären Formaten zu haben. Die
Entwicklung des Containers wird von der Xiph.Org Foundation geleitet, welche auch für einige
Codecs verantwortlich ist, welche die Inhalte in einem Ogg-Container komprimieren. Der bekannteste Codec ist dabei der Audio-Codec Vorbis, mit dem Ogg häufig fälschlicherweise verwechselt oder als Einheit gesehen wird, obwohl Ogg der Container für Vorbis-codierte Inhalte ist. ( siehe in Audioformate und Videoformate ) |
| ONC | Open Network Computing |
| OpenBSD | OpenBSD ist ein 4.4 BSD-basiertes Unix-ähnliches Betriebssystem,
welches unter der BSD-Lizenz frei verfügbar ist. ( siehe in bsinfos ) |
| Open Document |
OASIS Open Document Format for Office Applications (Kurzform: OpenDocument) bezeichnet die
offenen Austauschformate für Dateien von Office-Programmen, welche durch die Organisation OASIS
spezifiziert wurden und inzwischen als internationale Norm ISO/IEC 26300 veröffentlicht worden sind. ( siehe in Dateierweiterungen und in OpenOffice ) |
| Open Group | Die Open Group ist der Zusammenschluss von Open Software Foundation und
X/Open, um neue Industriestandards für das Betriebssystem Unix zu entwickeln, die unabhängig
von dem von AT&T entwickelten System V sind. Die Open Group hat zudem die Rechte an dem Markennamen
Unix inne. Open Group. |
| OpenOffice | OpenOffice.org ist ein freies Office-Paket, das aus einer Kombination verschiedener Programme
zur Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation und zum Zeichnen besteht. Ein
Datenbankprogramm und ein Formeleditor sind ebenfalls enthalten. Ziel des quelloffenen Projektes OpenOffice.org ist es, das international führende Office-Paket zu werden und für alle wichtigen Betriebssysteme verfügbar zu sein. Dabei soll der Zugang zu Funktionen und Daten durch offengelegte Schnittstellen und ein XML-basiertes Dateiformat ermöglicht werden. ( siehe in OpenOffice ) |
| Open StreetMap |
OpenStreetMap ist ein freies Projekt mit dem Ziel, für jeden frei nutzbare Geodaten zu sammeln und daraus eine Weltkarte zu erstellen oder Spezialkarten abzuleiten. Es handelt sich bei dem Projekt um ein Wiki und eine Datenbank mit geographischen Daten. Die Datenbank befindet sich im Aufbau. Für Deutschland gibt es in den meisten größeren Städten schon eine sehr gute Abdeckung, teils sogar detailreicher als die kommerzieller Anbieter. In ländlichen Bereichen sind jedoch in vielen Bereichen nur Durchgangsstraßen erfasst. ( siehe in Arbeiten mit GPS-Gräten und Geodaten in Linux ) |
| OpenVPN | OpenVPN ist ein Programm zur Herstellung eines Virtuellen Privaten Netzwerkes
(VPN) über eine verschlüsselte TLS-Verbindung.
Zur Verschlüsselung werden die Bibliotheken des Programmes OpenSSL
benutzt. OpenVPN verwendet wahlweise UDP oder TCP
zum Transport. ( siehe in VPN - Virtual Private Networks ) |
| OS/2 | OS/2 ist ein Multitasking-fähiges Betriebssystem für den PC. Es wurde
ursprünglich als Nachfolger für DOS von IBM und Microsoft gemeinsam entwickelt. Nachdem
Microsoft sich 1991 zurückzog, entwickelte IBM es allein weiter. 2005 wurden der Vertrieb und die
Basisentwicklung von IBM eingestellt. ( siehe Vortrag ai92 ) |
| OS/360 | OS/360 war ein Betriebssystem mit Stapelverarbeitungsfähigkeit
(Batch-Betrieb) das die IBM für ihre
System/360-Großrechner im Jahr
1964 angekündigt hatte. OS/360 gehörte zu
den ersten Betriebssystemen die Massenspeicher mit direktem Zugriff, z. B. Festplatten,
voraussetzten. OS/360 wurde als eine Familie bestehend aus drei Steuerungsprogrammen
entwickelt, jedes der drei Steuerungsprogramme war sowohl größer als auch mit
mehr Funktionalität ausgestattet. Die einfachste Version, das PCP (Primary Control
Program), konnte jeweils einen Task ausführen und musste somit die Jobs sequenziell
bearbeiten. Die nächste Version, das MFT (Multiprogramming with a Fixed number of
Tasks), fügte dem Funktionsumfang ein beschränktes Multitasking hinzu. Es konnte
nur eine fest definierte Anzahl von Tasks gleichzeitig ausgeführt werden, die
notwendigen Speicherzuweisungen für die Jobs mussten vor dem Start des Jobs fest
definiert werden. Die letzte Version, das MVT (Multiprogramming with a Variable number of
Tasks), erlaubte das Ausführen einer beliebigen Anzahl von Tasks, sowie eine
dynamische Speichernutzung durch die Tasks, d.h. der einem Task zugeordnete
Speicherbereich konnte sich während der Ausführung vergrößern oder
verkleinern. Das System/370 war eine evolutionäre Weiterentwicklung des System/360 und wurde im Sommer 1970 von IBM angekündigt. Wichtigste Neuerung war die Data Address Translation (MMU). Als Betriebssystem konnten neben dem OS/360 der S/360 auch die ersten Betriebssysteme mit Virtualisierung VM/370, MVS und DOS/VS verwendet werden. |
| OSF | Open Software Foundation, ein Konsortium, das von HP, IBM und DEC gegründet wurde, um neue Industriestandards für Unix zu entwickeln. Die OSF schloss sich später mit X/Open zusammen und bildet nun die Open Group. |
| OS- Fingerprinting |
Unter dem Begriff OS-Fingerprinting, spezieller auch TCP/IP-Stack-Fingerprinting, versteht
man die Erkennung von Betriebssystemen durch die Beobachtung diverser Reaktionsweisen der Systeme im
Netzwerk aus der Ferne. Zur Erkennung des Betriebssystems können aktive, als auch passive
Methoden Verwendung finden. Über den TCP/IP-Stack das Betriebssystem zu ermitteln ist bei beiden Methoden möglich; zusätzlich kann bei der aktiven Variante noch der Banner eines Programmes analysiert werden. (siehe in Netzwerkscanner) |
| OSI-Modell | Das OSI-Modell (Open Systems Interconnection Reference Model) ist ein Schichtenmodell
für die Kommunikation offener, informationsverarbeitender Systeme. Es handelt sich um
vereinheitlichte Verfahren und Regeln für den Austausch von Daten. Es wird seit 1979 entwickelt und ist von der ISO standardisiert worden. (siehe OSI - Modell) |
| OSS | Open Source Software ist ein Begriff, der im Sinne der Open Source Definition,
für Software angewandt wird, dessen Quellcode "frei" verfügbar ist. Was dabei unter "frei" zu verstehen ist, ist in verschiedenen Lizenzbedingungen festgelegt. Die verbreitetste ist die GNU GPL (General Public License und die Apache-Lizenz). (siehe Open Source Software) |
| p: | |
| Paging | Mit Paging, bezeichnet man eine Methode der Hauptspeicherverwaltung durch Betriebssysteme.
Dabei werden, im Unterschied zu Swapping, nur soviel nicht benötigte
Teile eines Programmes ausgelagert, wie für ein zu aktivierendes Programm benötigt werden. ( siehe Paging ). |
| Paketmanager | Ein Paketmanager ermöglicht das komfortable Management von Software auf einem
Computersystem, wie es insbesondere unter Linux sehr verbreitet ist. Dazu gehört das Installieren,
Aktualisieren und Deinstallieren der Software in Form gepackter Programme. ( siehe Softwareinstallation ). |
| PAM | Die Pluggable Authentication Modules (PAM) sind eine Softwarebibliothek, die eine
allgemeine Programmierschnittstelle (API) für Authentisierungsdienste zur Verfügung
stellt. 1997 veröffentlichte die Open Group eine vorläufige Spezifikation namens X/Open Single Sign-on Service (XSSO). PAM steht inzwischen auf AIX, HP-UX, Solaris, Linux, FreeBSD, NetBSD und DragonFly BSD zur Verfügung. ( siehe Authentifizierung mit PAM ). |
| Para- virtualisierung |
In der Informatik ist Paravirtualisierung eine Technologie zur
Virtualisierung, die eine
Softwareschnittstelle bereitstellt, die ähnlich, aber nicht identisch zur tatsächlichen Hardware
ist. Das Betriebssystem muss portiert werden um auf der virtuellen Maschine (VM) ausgeführt werden zu
können, was die Rechteinhaber proprietärer Betriebssysteme aus strategischen Gründen ablehnen
können. Die Portierung vereinfacht jedoch den Aufbau der VM und ermöglicht den darauf
ausgeführten virtuellen Maschinen eine höhere Leistung. ( siehe Was ist Virtualisierung? ). |
| Partition | Partitionierung ist die Unterteilung eines physischen Datenträgers in verschiedene
logische Bereiche. So können beispielsweise mehrere Betriebssysteme auf eine Festplatte
installiert werden, obwohl verschiedene Dateisysteme verwendet werden. Alternativ zur Partitionierung gibt es in einigen Betriebssystemen das flexiblere Logical Volume Management. ( siehe in Festplattenpartitionierung ). |
| Passwort | Ein Passwort ist ein allgemeines Mittel zur Authentifizierung eines Benutzers
(nicht ausschließlich ein Mensch) innerhalb eines Systems, der sich durch eine eindeutige
Information (das Passwort) dem System gegenüber ausweist. Die Authentizität des Benutzers
bleibt daher nur gewahrt, wenn er das Passwort geheim hält. ( siehe im Linux-Skript ). |
| pcf | A profile configuration file or a .pcf file is a configuration file for setting
the client parameters in a virtual private network. The file is in
INI file format and contains information about a VPN connection which is necessary for the
client software, such as the username, password, tunneling port,
DNS settings and much more. The .pcf-files were originally used in Cisco Systems' VPN client software, but are now used also in other VPN systems to distribute configuration information to clients. ( siehe in VPN - Virtual Private Networks ). |
| PCI | Peripheral Component Interconnect, ist ein Bus-Standard zur Verbindung von
Peripheriegeräten mit dem Chipsatz eines Prozessors. ( siehe USB-Grundlagen). |
| PCMCIA | Die 1990 gegründete "Personal Computer Memory Card International Association" ist
Namensgeber eines Standards für Erweiterungskarten mobiler Computer. PCMCIA-Karten arbeiten stromsparend und unterstützen Hot-Plug, sind also im laufenden Betrieb wechselbar. Da alle zur automatischen Konfiguration des Treibers nötigen Eigenschaften der Karte auf dieser in der Card Information Structure, CIS, abgelegt sind, ist ebenfalls Plug and Play möglich. ( siehe ). |
| PDA | Ein Personal Digital Assistant ist ein kleiner tragbarer Computer mit eigener
Stromversorgung, der neben vielen anderen Programmen hauptsächlich für die persönliche
Kalender-, Adress- und Aufgabenverwaltung benutzt wird. ( siehe Linux auf PDAs, Studentischer Vortrag ). |
| PDC | Der Primary Domain Controller (PDC) ist ein spezieller Server, der unter Windows NT
die Verzeichnis-Datenbank verwaltet und Anfragen auf ihre Authentizität hin überprüft. Jede
Domain hat nur einen PDC in dem alle Verzeichnisse und vorgenommene Änderungen gespeichert
werden. ( siehe Samba ). |
| Das Portable Document Format ist ein plattformübergreifendes Dateiformat für
druckbare Dokumente, das von der Firma Adobe Systems entwickelt und 1993 mit Acrobat 1
veröffentlicht wurde. PDF ist ein kommerzielles, aber offengelegtes Dateiformat, das im PDF
Reference Manual von Adobe dokumentiert ist. Eine Teilmenge des Formats ist inzwischen als PDF/X
und PDF/A von der ISO genormt worden. ( siehe Arbeiten mit PDF-Dateien ). |
Penetration -test |
Unter einem Penetrationtest versteht man in der Informationstechnik die Prüfung der
Sicherheit möglichst aller Systembestandteile und Anwendungen eines Netzwerks- oder
Softwaresystems mit Mitteln und Methoden, die ein Angreifer ("Hacker") anwenden würde, um
unautorisiert in das System einzudringen (Penetration). Der Penetrationtest ermittelt somit die
Empfindlichkeit des zu testenden Systems gegen derartige Angriffe. Wesentlicher Teil eines
Penetrationtests sind Werkzeuge die dabei helfen, möglichst alle Angriffsmuster nachzubilden, die
sich aus den zahlreichen bekannten Angriffsmethoden herausbilden. ( siehe Sicherheit in offenen Netzen ). |
| Perl | Perl ist eine freie, plattformunabhängige und interpretierte Programmiersprache. Ursprünglich als Werkzeug zur System- und Netzwerkadministration vorgesehen, hat Perl auch bei der Entwicklung von Webanwendungen und in der Bioinformatik weite Verbreitung gefunden. Hauptziele sind eine schnelle Problemlösung und größtmögliche Freiheit für Programmierer. Der Umgang mit Texten und viele frei verfügbare Module sind Stärken der Sprache. ( siehe Perl ). |
| PGP | Pretty Good Privacy, ein Public Key-Verschlüsselungsverfahren. Die erste Version
wurde 1991 von Phil Zimmermann
geschrieben. Nicht zuletzt wegen der intransparenten Situation in der Zeit, in der PGP im
Eigentum der McAfee war, wurde bis 1998 der OpenPGP-Standard
(RFC 2440) entwickelt.
Die erste Implementation von OpenPGP und freie Alternative zu PGP war
GNU Privacy Guard oder kurz GnuPG. ( siehe PGP und GnuPG ). |
| PHP | Hypertext Preprozessor, eine in HTML eingebettet Skriptsprache, mit einer an Java
bzw. Perl angelehnten Syntax, die hauptsächlich zur Erstellung dynamischer Webseiten
verwendet wird. ( siehe PHP ein Hypertext Preprozessor ). |
| phpMyAdmin | phpMyAdmin ist eine freie PHP-Applikation zur Administration von
MySQL-Datenbanken. Die Administration erfolgt über das HTTP-Protokoll
mit einem Browser, und kann daher auch via Internet, angesprochen werden, ohne auf nur Programmierern
bekannte SQL-Befehle zurückgreifen zu müssen. Mittlerweile ist phpMyAdmin eine weitverbreitete Applikation und wird unter anderem von großen Webspace-Providern benutzt. ( siehe Installation und Arbeiten mit phpMyAdmin ). |
| Pipe | (unbenannt) bezeichnet einen gepufferten unidirektionalen Datenstrom zwischen zwei
verwandten Prozessen (gemeinsamen Vorfahren) nach dem First In - First Out-Prinzip. Der Puffer
wird im Kernel mit open bereitgestellt und ist nur über die von open übergebene ID
ansprechbar. Diese wird beim Erzeugen (fork) eines Kindprozesses mit übergeben.
(Im Unterschied hat eine FIFO oder benannte Pipe einen Namen). ( siehe Pipes ). |
| PKCS | PKCS steht für Public Key Cryptography Standards und bezeichnet eine Reihe von
kryptografischen Spezifikationen. Diese wurden von den RSA Laboratorien mit anderen ab 1991
entwickelt. Die Entwicklung geschah mit dem Ziel, die Verbreitung der Public-Key-Kryptografie zu
beschleunigen. ( siehe Asymmetrische Verfahren ). |
| PKI | Als Public-Key-Infrastruktur bezeichnet man in der Kryptologie und Kryptografie ein
System, welches es ermöglicht, digitale Zertifikate auszustellen, zu verteilen und zu
prüfen. Die innerhalb einer PKI ausgestellten Zertifikate sind meist auf Personen oder
Maschinen festgelegt und werden zur Absicherung computergestützter Kommunikation verwendet. Als Beispiel DFN-PKI. ( siehe Nutzung von Webserver-Zertifikaten am Beispiel HTW-Server ). |
| Plan 9 | Plan 9 from Bell Labs ist ein Betriebssystem, entwickelt in den späten 80er Jahren von
den Bell Laboratories, die auch schon Unix entwickelt
haben. An der Entwicklung von Plan 9 haben eine Reihe namhafter Personen mitgewirkt, darunter
Ken Thompson, der zeitweilig Leiter des Projekts war und gemeinhin als Erfinder
von Unix gilt. ( siehe Informationen über verschiedene Betriebssysteme ) |
| Plugin | Plugin oder Ergänzungs- oder Zusatzmodul ist eine gängige Bezeichnung für
ein Computerprogramm, das in ein anderes Softwareprodukt "eingeklinkt" wird. Es ergänzt dabei
die Software, anders als ein Add-On stellt es jedoch eine eigenständige
Software dar. Softwarehersteller definieren Schnittstellen zu ihren Produkten, mit deren Hilfe Dritte Erweiterungen (Plugins) für diese Softwareprodukte programmieren können. Das Plugin erweitert dann die Funktionalität dieses Softwareprodukts. |
| png | PNG steht für Portable Network Graphics und ist ein Grafikformat für Rastergrafiken.
Es wurde als freier Ersatz für das ältere proprietäre Format GIF entworfen und ist weniger
komplex als TIFF. Die Daten werden verlustfrei komprimiert abgespeichert (im Gegensatz zum verlustbehafteten
JPEG-Dateiformat). ( siehe Grafikformate ). |
| POP3 | Post Office Protocol Version 3, ein Übertragungsprotokoll, über welches ein Client E-Mails
von einem E-Mail-Server abholen kann (RFC 1225, RFC 1939). POP3 ist in der Funktionalität sehr beschränkt. Für weitere Funktionalitäten müssen Protokolle wie IMAP verwendet werden. ( siehe POP3 ). |
| Port (Protokoll) |
Ports sind Adresskomponenten, die in Netzwerkprotokollen eingesetzt werden, um
Datensegmente den richtigen Diensten (Protokollen) zuzuordnen. Dieses Konzept
ist z. B. in TCP, UDP und SCTP implementiert. In diesen drei Protokollen ist die Portnummer 16 Bit groß, d. h. sie kann Werte von 0 bis 65535 annehmen. Bestimmte Applikationen verwenden Portnummern, die ihnen von der IANA fest zugeordnet und allgemein bekannt sind. Sie liegen üblicherweise zwischen 0 und 1023, und werden als Well Known Ports bezeichnet. Zwischen Port 1024 und 49151 befinden sich die Registered Ports. ( siehe etwa in Zum Internet-Protokoll ). |
Portscanner | Ein Portscanner ist eine Software mit der überprüft werden kann, welche Dienste
ein mit TCP oder UDP arbeitendes System anbietet. Der Portscanner
nimmt dem Anwender dabei die Arbeit ab, das Antwortverhalten eines Systems selbst mit einem
Sniffer zu untersuchen und zu interpretieren. Da es sich bei Portscans um ein
protokollkonformes Verhalten handelt, sind diese in der Regel legal. Ausnahmen bestehen, wenn ein
Portscan als Denial of Service Angriff durchgeführt wird. Allerdings können "einfache Nutzerprogramme" durch ein Portscann schnell abstürzen. Siehe Nmapbeispiel. ( siehe in Netzwerkscanner - Herausfinden von Sicherheitslücken (Penetrationtest) ). |
| POSIX | POSIX (Portable Operating System Interface for UniX) ist ein gemeinsam von der
IEEE und der Open Group für Unix entwickeltes
standardisiertes Applikationsebeneninterface. ( siehe auch Geschichtliche Entwicklung und Einordnung der UNIX Betriebssysteme ). |
| POST | Der Power-On Self-Test (POST) ist ein Selbsttest nach dem Einschalten des Computers - ein
Vorgang, den der Computer beim Hochfahren durchläuft, um zu prüfen, ob die grundlegenden
Komponenten des PCs funktionsfähig sind. |
| Postfix | Postfix ist ein Mail Transfer Agent (MTA) für Unix und
Unix-Derivate. Es wurde erschaffen, um eine kompatible Alternative zu Sendmail
zu bieten. Bei der Entwicklung wurde insbesondere auf Sicherheitsaspekte geachtet. Postfix ist aber
nicht nur sicher, sondern auch schnell und einfach zu administrieren. Zur Außenwelt verhält
es sich wie Sendmail, aber im Inneren ist es komplett anders aufgebaut. Der Quellcode von Postfix
steht unter der IBM Public License zur Verfügung. ( siehe in Simple Mail Transfer Protocol (SMTP) und E-Mail ). |
| PostScript | PostScript ist eine Seitenbeschreibungssprache, die unter diesem Namen seit 1984
von der Firma Adobe entwickelt wird. PostScript hat sich über die Jahre zu einem
Standard in der Druckindustrie entwickelt, wird aber teilweise vom Portable Document Format
(PDF) verdrängt. Grafiken und Druckseiten werden als Dateien im PostScript-Format angelegt, um sie auf den unterschiedlichsten Ausgabegeräten in beliebiger Größe und Auflösung verlustfrei ausgeben zu können. ( siehe in ). |
| PPD | PostScript Printer Description ist eine Textdatei in der die speziellen
Eigenschaften eines PostScript-Druckers beschrieben werden. Dadurch können die
Druckroutinen des Betriebssystems bzw. des druckenden Programms die verfügbaren
Bildauflösungen, Rasterungsmethoden, Papiergrößen, Papierfächer,
eingebauten Schriften usw. berücksichtigen und dem Benutzer ggf. eine Auswahl anbieten,
obwohl für alle PostScript-Drucker derselbe Druckertreiber verwendet wird. ( siehe in Installation von Druckern in SuSE Linux ). |
| Prioritäts -scheduling |
Das Prioritätsscheduling ist ein häufig verwendetes Scheduling-Verfahren. Das Prinzip ist einfach: Jedem Prozess wird eine Priorität zugewiesen und nur der lauffähige Prozess mit höchster Priorität wird zur Ausführung gebracht. Dabei kann die Prioritätenvergabe statisch oder dynamisch erfolgen. In Echtzeit-Systemen wird häufig eine statische Prioritätenvergabe verwendet, während andere Systeme oftmals dynamische Prioritäten nutzen. Bei dynamischer Prioritätenvergabe wird die Priorität mit jedem Timertick verringert bis ein anderer Prozess eine höhere Priorität als der aktuell lauffähige besitzt. ( siehe Grundlegende Schedulingverfahren ). |
| Private IP-Adresse |
Private IP-Adressen gehören zu bestimmten
IP-Adressbereichen, die im Internet nicht geroutet werden. Sie
können von jedem für private Netze wie etwa LANs verwendet werden. Etwa 192.168.0.0–192.168.255.255 (als Class C) und 172.16.0.0–172.31.255.255 (als Class B). Weiterhin hat der Adressraum 169.254.0.0/16, als Link Local eine ähnliche Sonderstellung. Mittels Zeroconf können Endgeräte automatisch eine IP-Adresse aus diesem Bereich verwenden. ( siehe Netzwerkarbeiten ). |
| proc | Beim Prozessdateisystem handelt es sich um ein virtuelles Dateisystem. D.h. es existiert
nur während der Laufzeit von Linux, es beansprucht keinen Speicherplatz auf der Festplatte, es
liegt im Hauptspeicher und besitzt mit dem Verzeichnis »/proc« einen definierten Eintrittspunkt. Das Prozessdateisystem ist ein Spiegel des Systems und ordnet die Informationen des Kernels in einer hierarchischen Struktur an. Aus ihm lassen sich etliche Informationen gewinnen und - in gewissen Grenzen - die Arbeit des Kernels modifizieren. ( siehe auch Arbeiten mit dem /proc-Filesystem ). |
| Programm bibliothek |
Eine Programmbibliothek bezeichnet in der Programmierung eine Sammlung von Programmfunktionen für zusammengehörende Aufgaben. ( siehe C in einer Linux Umgebung ) . |
| Prompt | Prompt0 ist ein Begriff aus dem IT-Bereich und bezeichnet eine Markierung auf der
Kommandozeile, welche auf die Stelle verweist, an der man Kommandozeilenbefehle eingeben kann.
Dieser Prompt wird typischerweise durch den Kommandozeileninterpreter ausgegeben. ( siehe im Linux-Skript ) |
| Protokoll | Ein Protokoll ist ein im Voraus und nach bestimmten Regeln definierter Ablauf,
Vorgang oder Prozess beziehungsweise die Aufzeichnung eines solchen Prozesses. Protokolle in der Telekommunikation und Informatik sind Regeln, welche das Format, den Inhalt, die Bedeutung und die Reihenfolge gesendeter Nachrichten zwischen verschiedenen Instanzen festlegen. ( siehe Verständigungsprobleme ) |
| Provider | Internetdienstanbieter (engl.: Internet Service Provider, abgekürzt ISP),
im deutschsprachigen Raum auch oft nur Provider, sind Anbieter von Diensten, Inhalten oder
technischen Leistungen, die für die Nutzung oder den Betrieb von Inhalten und
Diensten im Internet erforderlich sind. ( siehe Interneteinführung ) |
| Prozess | Ein Programm in der Ausführung. Die zu lösenden Aufgabe in ihrem Bearbeitungszustand.
Besteht aus dem Kontext (Speicherabbild des Programmes) und dem Progammsteuerblock
(PCB), auch Prozesstabelle genannt. ( siehe Prozesse in UNIX-Systemen ). |
| Prozess- tabelle |
Eine Tabelle die pro laufenden Prozess einen Eintrag enthält. Diesen Eintrag
nennt man Prozesskontrollblock (process control block) - PCB. ( siehe Prozesstabelle ). |
| Prüfsumme | In der Informatik ist eine Prüfsumme eine einfache Maßnahme zur
Gewährleistung von Datenintegrität bei der Datenübermittlung oder -speicherung. Sie wird
hauptsächlich bei der Datensicherung und bei der Datenübertragung verwendet. ( siehe Kryptographische Prüfsummen ). |
| ps | PostScript (.ps) hat sich über die Jahre zu einem Standard in der
Druckindustrie entwickelt, wird aber teilweise vom Portable Document Format (PDF)
verdrängt, das ebenfalls von Adobe entwickelt wurde. PDF baut auf PostScript auf,
verwendet jedoch nur einen eingeschränkten Befehlssatz, es fehlen insbesondere die
Strukturen einer Programmiersprache. PostScript-Dateien können nahezu ohne Verlust
grafischer Informationen in PDF-Dateien umgewandelt werden, was auch umgekehrt gilt. ( siehe ). |
| PSK | Mit Pre-Shared Key ("vorher vereinbarter Schlüssel") bezeichnet man solche
Verschlüsselungsverfahren, bei denen die Schlüssel vor der Kommunikation beiden
Teilnehmern bekannt sein müssen, also symmetrische Verfahren. PSK-Verschlüsselung
hat den Vorteil, dass sie zwischen zwei bekannten Teilnehmern wesentlich einfacher zu
realisieren ist als asymmetrische Verschlüsselung. Der große Nachteil des
Verfahrens besteht darin, dass beide Teilnehmer den Schlüssel vor der eigentlichen
Kommunikation im Geheimen tauschen müssen. Der Begriff PSK wird häufig mit Wireless Lan in Verbindung gebracht, da in Funknetzwerken häufig die Verschlüsselungsmethode WPA-PSK verwendet wird. Für kleine Netzwerke wie z.B. in Privathaushalten ist dies eine gute Methode, da der Schlüssel problemlos von einer Person auf den verschieden Geräten wie Router und PC eingetragen werden kann. ( siehe Die Nutzung von HTWLAN ). |
| q: | |
| Qt | Qt ist eine Klassenbibliothek für die plattformübergreifende Programmierung graphischer Benutzeroberflächen (GUIs) unter C++. ( siehe ). |
| r: | |
| RA | Eine Registration Authority, Registrierungsstelle ist eine Registrierungsbehörde
für digitale Zertifikate. Eine Registrierungsstelle stellt eine direkte Verbindung zwischen einem Objekt (z.B. eine Person, ein Computer) und einem für diesem ausgestellten Zertifikat her. Dazu nimmt sie Daten, die dieses Objekt klassifizieren, auf. Bei Zertifikaten, die auf Personen ausgestellt werden, ist zum Beispiel die Prüfung eines amtlichen Dokuments mit Lichtbild möglich um sicherzugehen, dass das Zertifikat auch dieser Person zugeordnet werden kann. Die RA kommuniziert dazu direkt mit der CA, sichert die transportierten Daten jedoch gegen Manipulation ab. In diesem Sinne ist sie also eine untergeordnete CA. ( siehe Zertifikate ). |
| Race Condition |
Als Race Condition (Wettkampfbedingung) werden in der Programmierung Konstellationen bezeichnet,
in denen das Ergebnis einer Operation vom zeitlichen Verhalten bestimmter Einzeloperationen abhängt.
Es muss eine Synchronisation der Prozesse erfolgen. Unbeabsichtigte Wettkampfbedingungen sind ein häufiger Grund für schwer auffindbare Programmfehler. Zur Vermeidung solcher Konstellationen können bei der Programmerstellung beispielsweise Semaphoren eingesetzt werden. ( siehe in Kritischer Abschnitt / Verklemmung ). |
| RADIUS | Das Remote Authentication Dial-In User Service (RADIUS) ist ein Client-Server-Protokoll, das
zur Authentifizierung, Autorisierung und
zum Accounting (Triple-A-System) von Benutzern bei Einwahlverbindungen in ein Computernetzwerk dient.
RADIUS ist der de-facto-Standard bei der zentralen Authentifizierung von Einwahlverbindungen über
Modem, ISDN, VPN, WLAN (IEEE 802.1x) und
DSL. ( siehe in Die Nutzung von HTWLAN ). |
| RAID | Ein RAID-System dient zur Organisation mehrerer physikalischer Festplatten eines Computers
zu einem logischen Laufwerk, das eine größere Speicherkapazität, eine höhere
Datensicherheit bei Ausfall einzelner Festplatten und/oder einen größeren Datendurchsatz
erlaubt als eine physikalische Platte. Während die meisten in Computern verwendeten Techniken
und Anwendungen darauf abzielen, Redundanzen (das Vorkommen doppelter Daten) zu vermeiden, werden
bei RAID-Systemen redundante Informationen gezielt erzeugt, damit beim Ausfall einzelner Komponenten
das RAID als Ganzes seine Funktionalität behält. ( siehe im Tanenbaum RAID ). |
| RAM | Random access memory (der; dt. Speicher mit wahlfreiem Zugriff), abgekürzt RAM, ist ein
Speicher, der besonders bei Computern als Arbeitsspeicher Verwendung findet. Die gängigsten Formen
gehören zu den Halbleiterspeichern. RAMs werden als integrierte Schaltkreise hauptsächlich in
Silizium-Technologie realisiert. |
| rar | RAR ist ein Algorithmus und Dateiformat zur Datenkompression, um den Speicherbedarf von
Dateien für die Archivierung und Übertragung zu verringern. RAR hat je nach Dateiformat
und der Anzahl der Dateien eine gute Kompressionsrate. Die Archivdateien tragen üblicherweise die Endung .rar; der MIME-Typ ist application/x-rar-compressed. ( siehe Komprimieren von Daten ). |
| RBL | Als Realtime Blackhole List (RBL) werden in Echtzeit (realtime) abfragbare Schwarze
Listen bezeichnet, die verwendet werden, um E-Mail zweifelhafter Herkunft als Spam zu
klassifizieren. ( siehe RBL Spam-Check ). |
| RC4 | RC4 ist eine einfache Stromchiffre. Eine Zufallsfolge wird aus einem nur einmalig zu
verwendenden Schlüssel erzeugt. Der Klartext wird Byte für Byte per XOR mit der Zufallsfolge
verknüpft, um die Daten zu verschlüsseln. Er wurde 1987 von Ronald L. Rivest (Ron's Code 4)
für RSA Data Security Inc. (heute RSA Security) entwickelt und von vielen bekannten Firmen und in
einer Vielzahl von Standards wie SSH, HTTPS und
WEP bzw. WPA eingesetzt. ( siehe RC2, RC4, RC6 ). |
| rdesktop | Das Open-Source-Programm rdesktop erlaubt über eine gewöhnliche
Netzwerkverbindung den Fernzugriff von einem Unix-artigen System auf einen Rechner, auf dem Windows
XP, Windows 2000 oder Windows 2003 läuft. Es holt einen original Windows-Desktop des entfernten
Windows-Rechners auf den lokalen Rechner, auf dem ein Unix-artiges Betriebssystem läuft. Die Verbindung wird mittels des Remote Desktop Protokolls (RDP) hergestellt. Auf dem entfernten Rechner muss der Windows Terminal Server gestartet sein. ( siehe rdesktop ). |
| RDP | Das Remote Desktop Protocol ist ein Protokoll von Microsoft. Es stellt die technische Basis
für die Implementation von Terminaldiensten zwischen zwei Computersystemen bereit. Microsoft lizenzierte die Technologie WinFrame der Firma Citrix, um im Jahr 1998 sein eigenes Produkt Windows Terminal Server zu veröffentlichen. Da das bei WinFrame verwendete Protokoll ICA nicht Bestandteil der Lizenzierungsvereinbarung war, entwickelte Microsoft das Protokoll RDP. ( siehe Terminalserver ). |
| README | Der Begriff README, vom englischen read me (lies mich), bezeichnet eine Datei, die
üblicherweise zusammen mit Software ausgeliefert wird und die wichtigsten Informationen
enthält, die der Benutzer vor der Installation oder aber vor der ersten Verwendung lesen sollte.
Durch die Großschreibung fällt die Datei besonders auf. Üblicherweise werden reine Textdateien verwendet, damit sie auf allen Systemen gelesen werden können. |
| RealPlayer | Der RealPlayer ist ein Medienspieler der Firma Real Networks. Der RealPlayer erlaubt neben der Wiedergabe von RealAudio und RealVideo auch die Wiedergabe von MP3, MPEG-4 und Quicktime sowie zahlreichen weiteren Medienformaten. Die Basisversion der Software ist kostenlos verfügbar. In der kostenpflichtigen Version, genannt RealPlayer Plus, gibt es zusätzlich die Möglichkeit des Beschreibens von CD-Rohlingen und erweiterte Einstellungsmöglichkeiten. Der RealPlayer ist plattformunabhängig. |
| Red Hat | Die Firma Red Hat ist ein amerikanischer Softwarehersteller mit Sitz in Raleigh (North
Carolina), der unter anderem die weit verbreitete Linux-Distribution Red Hat Enterprise Linux
vertreibt und am Fedora-Core-Projekt beteiligt ist. Früher wurde auch Red Hat Linux von Red Hat
vertrieben. ( siehe about Linux ). |
| Regex | Regulärer Ausdruck (regular expression) dienen der Beschreibung einer Familie von
formalen Sprachen. Einige Programmiersprachen wie z. B. Perl unterstützen einige Erweiterungen der regulären Ausdrücke, z. B. Rückwärtsreferenzen. Hierbei handelt es sich nicht mehr um reguläre Ausdrücke im Sinne der theoretischen Informatik. Aber nur diese regulären Ausdrücke sind hier von Interesse. Eine häufige Anwendung regulärer Ausdrücke besteht darin, spezielle Zeichenketten in einer Menge von Zeichenketten zu finden und ev. zu manipulieren. ( siehe Regex ). |
| ReiserFS | ReiserFS ist ein Mehrzweck-Dateisystem, das von einer Entwicklergruppe um Hans Reiser
in der ihm gehörenden Firma Namesys unter der GPL entwickelt und realisiert wurde. ReiserFS war das erste Journaling-Dateisystem, das im Linux-Kernel standardmäßig (ab Kernel-Version 2.4.1) enthalten war. Das ReiserFS basiert auf der von Rudolf Bayer entwickelten Datenstruktur des B*-Baums, einer Weiterentwicklung des nach Bayer benannten Bayer-Baums. Reiser4 stellt eine vollständige Neuentwicklung dar und sollte nicht mit einer Weiterentwicklung des alten ReiserFS verwechselt werden. Daher wird es bewusst nicht als Reiser FS 4 vertrieben. Es wird eine Abwandlung der B*-Baum-Struktur verwendet, so genannte "Dancing Trees". ( siehe Dateisysteme ). |
| Replikation | Eine Replikation ist eine Verdopplung bzw. Vervielfältigung von Daten. Der Datenbestand der replizierten Daten ist in der Regel mit dem Original identisch. Die vervielfältigten Daten (Replikate) werden für gewöhnlich an unterschiedlichen Standorten gehalten. Dieses dient einerseits zur Datensicherung; andererseits ermöglicht es die Betrachtung (und in bestimmten Fällen sogar die Bearbeitung) von großen Datenmengen an voneinander getrennten Orten, ohne Netzlast (siehe Computernetzwerk) zu verursachen. ( siehe Replikation in Verteilte Dateisysteme ). |
| Repository | Ein Repository (Lager, Depot, Paketdepot), ist eine Verzeichnisstruktur oder
Datenbank, die
Datenobjekte und deren Methoden zur Datentransformation enthält. Repositorys werden unter anderem zum Versionsmanagement verwendet. Beim CVS etwa werden z. B. Quellcodedateien oder andere Textdateien aus dem Repository „ausgecheckt“, d. h. auf den Rechner eines Programmierers geladen. Nach der Bearbeitung werden die geänderten Dateien wieder in das Repository „eingecheckt“, wobei die Veränderung protokolliert wird. Eine Sonderform sind Metadaten-Repositorys: Hier handelt es sich üblicherweise um Datenbanktabellen zur Verwaltung von Metadaten. Ein Anwendungfall sind die Paketmanager. ( siehe in Softwareinstallation ). |
| RFC | Request for Comments (zu deutsch etwa Bitten um Kommentare) sind eine Sammlung von
Dokumenten über das Internet, ( siehe RFC ). |
| RFS | Remote File Sharing |
| Ring | Der Ring (auch Domain genannt) bezeichnet im Umfeld der Betriebssystem-Programmierung und des
Multitaskings eine Privilegierungs- bzw. Sicherheitsstufe eines Prozesses. Diese schränkt den
Prozess in dem auf der CPU nutzbaren Befehlssatz und Speicherbereich ein. Die Nutzung von
Privilegierungsebenen ist sinnvoll, um die Hardware zu abstrahieren und um Prozesse voneinander
abzuschotten. Der Befehlssatz wird für unprivilegierte Prozesse derart eingeschränkt, dass sie nicht direkt auf die Hardware zugreifen können und sich auch nicht aus ihrer Privilegierungsebene befreien können. Prozesse im Ring 0 befinden sich im sogenannten Kernel-Modus - alle anderen im Benutzer-Modus. Jeder Wechsel von einem Ring zum anderen erfordert in der CPU jedes Mal einen Kontext-Wechsel, der einige Rechenzeit in Anspruch nimmt. ( siehe in Virtualisierung und die x86 Architektur, Studentischer Vortrag ) |
| RISC | Reduced Instruction Set Computing, zu deutsch Rechnen mit reduziertem Befehlssatz, ist eine
bestimmte Designphilosophie für Prozessoren; ein RISC-Prozessor ist ein Prozessor mit
reduziertem Befehlssatz. Ein RISC-Befehlssatz verzichtet zugunsten eines niedrigeren Dekodierungsaufwands auf Seiten der CPU – konsequent auf komplexe Befehle, wodurch die Ausführung einfacher als bei einem CISC-Befehlssatz ist. Dadurch sind die Einzelbefehle einfacher ausführbar, was letztlich zu schnelleren Prozessoren führt. ( siehe ) |
| RMI | Remote Method Invocation, gelegentlich auch als Methodenfernaufruf bezeichnet, ist der
Aufruf einer Methode eines entfernten Java-Objekts und realisiert die Java-eigene Art eines sog.
RPC. „Entfernt“ bedeutet dabei, dass sich das Objekt in einer anderen Virtuellen
Maschine befinden kann, die ihrerseits auf einem entfernten Rechner oder auf dem lokalen Rechner
laufen kann. Dabei sieht der Aufruf für das aufrufende Objekt (bzw. dessen Programmierer)
genauso aus wie ein lokaler Aufruf, es müssen jedoch besondere Ausnahmen abgefangen werden, die
zum Beispiel einen Verbindungsabbruch signalisieren können. ( siehe in Tanenbaum ) |
| ROM | ROM (Read-Only-Memory, wörtlich: Nur-Lese-Speicher), gelegentlich auch als
Festwertspeicher bezeichnet, ist ein Halbleiterspeicher, der nur lesbar und nicht flüchtig ist,
das heißt: er hält seine Daten auch in stromlosem Zustand. Das prädestiniert ihn zur
Aufnahme von „fest verdrahteten“ Computerprogrammen wie z. B. dem BIOS. Das
Einschreiben von Daten in ein ROM wird als Programmierung des Bausteins bezeichnet und ist nicht mit
den Schreibzugriffen in einem Schreib-/Lese-Speicher (RAM, Festplatte) vergleichbar.
Zu unterscheiden ist zwischen Bausteinen mit reversibler und irreversibler Programmierung. ROM
ermöglicht wie RAM einen wahlfreien Zugriff auf die Daten. |
| Round Robin | Round-Robin bezeichnet ein Scheduling-Verfahren, d. h. es ordnet
mehreren wettstreitenden Prozessen begrenzte Ressourcen zu. Das Round-Robin-Verfahren gewährt
allen Prozessen nacheinander für jeweils einen kurzen Zeitraum einer sogenannten Zeitscheibe
( auch Quantum ) Zugang zu den benötigten Ressourcen.
Steht heute meist in Verbindung mit dem Prioritätsscheduling. ( siehe Grundlegende Schedulingverfahren ) |
| Router | Ein Router ist ein Vermittlungsrechner, der in einem Netz bei ihm eintreffende Daten
eines Protokolls zum vorgesehenen Zielnetz oder Subnetz weiterleitet (so genanntes Routing). ( siehe Netzwerkarbeiten ) |
| RPC | Remote Procedure Call, eine Technik zur Netzwerkkommunikation auf der fünften,
teilweise auch sechsten Schicht des ISO/OSI-Modells. Mit Hilfe von RPC können über ein Netzwerk Funktionsaufrufe auf entfernten Rechnern durchgeführt werden. RPC wurde ursprünglich durch Sun Microsystems für Network File System (NFS) entwickelt. ( siehe RPC ) |
| RPM | Der RPM Package Manager wurden von der Firma Red Hat entwickelt und unter der GPL Lizenz
veröffentlicht. RPMs (Dateiendung ".rpm") sind Archive, die ein Softwarepaket enthalten. Das
Paketformat und alle nötigen Software-Tools um RPM Pakete zu erstellen, zu installieren und zu
verwalten dienen einer effektiven Softwareinstallation. ( siehe Softwareinstallation ) |
| RS-232 | Die Serielle Schnittstelle bezeichnet einen digitalen Eingang und Ausgang
eines Computers oder eines Peripheriegerätes. Bei der seriellen Datenübertragung
werden die Bits nacheinander über eine einzige Leitung übertragen. Wenn ohne
nähere Kennzeichnung von einer „seriellen Schnittstelle“ gesprochen wird, ist damit
fast immer die RS-232-Schnittstelle gemeint. Zum Vergleich Parallele Schnittstelle (LPT). ( siehe Terminal-Hardware ) |
| RSA | Das RSA-Kryptosystem ist ein asymmetrisches Ent- und Verschlüsselungverfahren.
Es ist nach seinen Erfindern Ronald L. Rivest, Adi Shamir und Leonard Adleman benannt. ( siehe Asymmetrische Verfahren (RSA) ) |
| RSS | Really Simple Syndication, zu deutsch etwa „wirklich einfache Verbreitung",
ist eine
Technik, die es dem Nutzer ermöglicht, die Inhalte einer Webseite oder Teile davon zu
abonnieren oder in andere Webseiten zu integrieren. Neu veröffentlichte Inhalte werden dank RSS automatisch in regelmäßigen Abständen auf die Computer (oder andere Endgeräte wie z.B. Handys, PDAs oder mobile Spieleplattformen) des Abonnenten geladen. Dadurch bekommt der Abonnent die jeweils neuesten Informationen automatisch und bequem geliefert. Auf RSS basierende Funktionen werden zunehmend in bestehende Anwendungen integriert, zum Beispiel E-Mail-Programme oder Webbrowser. ( siehe RSS ) |
| rsync | rsync dient zum Replizieren von Daten (Dateien/Verzeichnisse). D.h., die "Synchronisation" erfolgt unidirektional nach dem Master/Slave Prinzip. Kopiert werden nur die "Differenz-Daten" zwischen Quelle (Master) und Ziel, d.h. es erfolgt ein inkrementeller Abgleich. Dies ist die Grundlage für ein minimales Übertragungsvolumen. ( siehe rsync - ein Werkzeug zur Datensicherung ) |
| RTF | Das Rich Text Format ist ein Dateiformat für Texte, das von Microsoft 1987
eingeführt wurde und zum Datenaustausch zwischen Textverarbeitungsprogrammen verschiedener
Hersteller auf verschiedenen Betriebssystemen dient. Technisch gesehen sind RTF-Dateien reine Textdateien. Sie enthalten Anweisungen, die das Aussehen des Textes verändern. ( siehe Dateierweiterungen ) |
| Ruby | Ruby ist eine interpretierte, objekt-orientierte Programmiersprache, die mehrere weitere
Programmierparadigmen (Prozedurale Programmierung, Funktionale Programmierung, Nebenläufigkeit)
unterstützt. Der Name basierte ursprünglich auf dem Edelstein Rubin und wird heute auch als Anspielung auf die Programmiersprache Perl verstanden. ( siehe Die Skriptsprache Ruby, Vortrag ) |
| Runlevel | Viele Betriebssysteme von Computern durchlaufen beim Start (Booten) mehrere
abgestufte Systemzustände, die als Runlevel bezeichnet werden. Jedem Runlevel sind
bestimmte System-Dienste zugeordnet, die beim Booten als Prozesse in wohldefinierter
Reihenfolge innerhalb des Betriebssystems gestartet werden. ( siehe Runlevel ) |
| s: | |
| Samba | Samba ist ein Open Source Programmpaket, mit dem jeder Unixrechner problemlos Datei- und Druckdienste für SMB und CIFS Clients zur Verfügung stellt. ( siehe Samba ) |
| SAN | Als Storage-Area-Network bezeichnet man im Bereich der Datenverarbeitung ein
Netzwerk zur Anbindung von Festplattensubsystemen (Disk-Array) (und
früher Tape-Libraries) an Server-Systeme. Der Datenverkehr in einem SAN besteht hauptsächlich in der Übertragung blockbasierter Daten. Blockbasierte Datenzugriffe werden in der Kommunikation zwischen Rechnern und deren Festplatten verwendet. Bei einem blockbasierten Datenaustausch werden durch den Rechner einzelne Datenblöcke von einer Festplatte angefordert (Beispiel: „Block 6001 von Festplatte 4“). Im Gegensatz dazu werden bei einem dateibasierten Datenaustausch über CIFS oder NFS ganze Dateien angefordert (beispielsweise: „Datei /home/user/readme.txt“), oder Ausschnitte aus Dateien. SANs werden heute meistens über Glasfaserkabel gebildet; das dabei eingesetzte System wird als Fibre Channel bezeichnet. ( siehe Speichersysteme und Speichernetze ) |
| SATA | Serial ATA, ein Nachfolger von ATA, Interfaces zur Festplattenansteuerung ( siehe Update von SuSE 9.1 ) |
| SCCS | Das Source Code Control System ist ein System zur Versionsverwaltung von Dateien auf dem
Computer. Es dient speziell bei Textdateien wie Quelltexten, Konfigurationsdateien oder
Dokumentationen der Verwaltung und Dokumentation der Änderungen. Es wird üblicherweise
bei kommerziellen UNIX-Versionen mitgeliefert. SCCS verwaltet einzelne Dateien und kann daher nicht oder nur bedingt zur Verwaltung von ganzen Projekten verwendet werden. SCCS ist im wesentlichen mit RCS vergleichbar, wurde aber speziell bei der Softwareentwicklung von CVS abgelöst, das wiederrum durch Subversion (SVN) abgelöst wurde. ( siehe Das Quellcodeverwaltungssystem SCCS ) |
| Scheduler | auch Prozessumschalter, Dispatcher und Supervisor. Spezieller Prozess im Betriebssystem zur Verwaltung der CPU.
( siehe Prozessorverwaltung ) |
| Schichten -modell |
Schichtenmodelle sind eine beliebte Klasse von Modellen in der Informatik, um komplexe
Sachverhalte vereinfacht darstellen zu können. Die bekanntesten Schichtenmodelle sind das OSI-Modell-Schichtenmodell und das TCP/IP-Referenzmodell zur Beschreibung von Netzwerken. Schichtenmodelle werden jedoch z. B. auch bei der Beschreibung von Betriebssystemen oder Datenbankmanagementsystemen verwendet. ( siehe OSI und TCP/IP ) |
| scp | Secure Copy oder SCP ist ein Protokoll sowie ein Programm zur verschlüsselten
Übertragung von Daten zwischen zwei Computern über ein Netzwerk, zum Beispiel das Internet.
Es gewährleistet Vertraulichkeit, Integrität und Authentizität der übertragenen
Daten. Dazu nutzt es SSH. Mit OpenSSH stehen ein freier Server sowie ein freier Client für SCP
zur Verfügung. SCP-Clients gibt es auch für Windows, zum Beispiel PSCP vom PuTTY oder WinSCP. ( siehe Dateitransfer zwischen Rechnern ) |
| scpm | Das System Configuration Profile Management erlaubt das einfache Umkonfigurieren eines
Linux-Rechners zwischen in Profilen gespeicherten Konfigurationen. ( siehe Linux Profile Manager ) |
| SCSI | Das Small Computer System Interface (SCSI, umgangssprachlich auch [ 'skazi ]) ist eine
standardisierte, parallele Schnittstelle zur Datenübertragung zwischen Geräten auf
einem Computer-Bus. ( siehe in Update von SuSE 9.1 ) |
| SCTP | Das Stream Control Transmission Protocol ist ein zuverlässiges Transportprotokoll, das
auf einem potenziell unzuverlässigen verbindungslosen Paketdienst aufsetzt, beispielsweise auf
IP. Als Transportprotokoll steht SCTP auf der selben Stufe des OSI-Referenzmodell wie TCP und UDP (Layer 4). ( siehe in ) |
| SeaMonkey | SeaMonkey (zu deutsch„Salinenkrebs) st eine aus Webbrowser, E-Mail-Programm und weiteren
Werkzeugen bestehende freie Programmsammlung. SeaMonkey ist eine Weiterentwicklung der Mozilla Application Suite der Mozilla Foundation. Als diese sich entschloss, ihr Produkt nicht mehr weiterzuentwickeln, um die Entwicklungstätigkeit auf den Webbrowser Firefox und das Emailprogramm Thunderbird zu konzentrieren, fand sich schnell eine Gruppe freiwilliger Softwareentwickler zusammen, welche die Fortführung der Entwicklung der Software übernahm. ( siehe Mozilla-Firefox ein freier Webbrowser) |
| sed | sed steht für Stream EDitor und ist ein bekanntes Unix-Werkzeug, mit dem Texte
geändert werden können. sed ermöglicht die automatisierte Manipulation per Kommandozeile
im Gegensatz etwa zu einem interaktiven Texteditor wie dem vi(m). Die sed-Befehle orientieren sich teilweise an denen des zeilenorientierten Texteditors ed. ( siehe sed, in Kommandoliste) |
| Seitentabelle | Seitentabellen sind Teile von Prozessen, welche der Transformation von virtuellen in
physikalische Seitenrahmen dienen. Die optimale Seitengröße ist ein Kompromiss zwischen
Häufigkeit von Seitenwechseln und Größe der Tabelle. In der Praxis ist eine
Größe zwischen 2 und 32 kByte üblich. ( siehe Seitentabellen ) |
| Semaphor | ist eine Datenstruktur zur Prozesssynchronisation, beim Zugriff auf exklusive
Betriebsmittel (BM), bzw. zum Schutz eines kritischen Abschnittes. ( siehe Semaphore ) |
| Sendmail | Sendmail ist ein so genannter Mail Transfer Agent (MTA), d. h. ein
Computerprogramm, das E-Mails von einem Computer zum anderen transportiert. Es ist das klassische und
bekannteste seiner Art für UNIX-Betriebssysteme. Neben einer Open Source-Version existiert auch
eine kommerzielle Version von sendmail, vertrieben durch Sendmail, Inc., für welche der Name
sendmail ein eingetragenes Warenzeichen ist. ( siehe sendmail ) |
| Server | Erbringer einer Dienstleistung. Man muss unterscheiden: Ein Server (Software) ist ein Programm, das mit einem anderen Programm, dem Client, kommuniziert, um ihm Zugang zu speziellen Dienstleistungen (genannt Dienste) zu verschaffen. Ein Server (Hardware) ist ein Computer in einem Netzwerk, auf dem ein oder mehrere Server (Software) laufen. ( siehe Client/Server Modell ) |
| Servlet | Servlet“steht als Wortkreation aus den Begriffen„Server und„
Applet, also serverseitiges Applet. Als Servlets bezeichnet man Java-Klassen, deren Instanzen innerhalb eines J2EE Applicationservers Anfragen von Clients entgegen nehmen und beantworten. Der Inhalt der Antworten kann dabei dynamisch, also im Moment der Anfrage, erstellt werden und muss nicht bereits statisch (etwa in Form einer HTML-Seite) für den Webserver verfügbar sein. Servlets stellen somit das Java-Pendant zu CGI-Skripten oder anderen Konzepten, mit denen dynamisch Web-Inhalte erstellt werden können (PHP etc.), dar. ( siehe ) |
| Setuid | Setuid (set-uid Bit) ist ein Zugriffsbit für Dateien oder Verzeichnisse des
Unix-Betriebssystems. Ausführbare Programme, bei denen dieses Bit gesetzt ist, werden mit den
Rechten des Benutzers ausgeführt dem die Datei gehört, anstatt mit den Rechten desjenigen
Benutzers, der die Datei ausführt. Auf den meisten Systemen funktioniert dies nur für
ausführbare Binärdateien, nicht jedoch für interpretierte Scripts. Dieses Vorgehen ermöglicht unprivilegierten Benutzern und Prozessen einen kontrollierten Zugriff auf privilegierte Ressourcen. ( siehe in Zugriff auf die Prozesstabelle ) |
| sftp | SSH File Transfer Protocol (kurz SFTP) ist eine Weiterentwicklung von SCP und erlaubt
sichere Datenübertragung und Dateizugriffe auf entfernte Systeme. Entworfen wurde SFTP für die Verwendung mit SSH ab Version 2, kann jedoch auch unabhängig von SSH2 als Dateiübertragungsprotokoll verwendet werden, wenn die sichere Verbindung zwischen Server und Client besteht und die Transportschicht die Benutzer-Identifikation an SFTP weitergeben kann. ( siehe in Dateitransfer zwischen Rechnern ) |
| SGML | Standard Generalized Markup Language ist eine Metasprache, mit deren Hilfe man verschiedene
Auszeichnungssprachen (markup languages) für Dokumente definieren kann. SGML ist ein ISO-Standard:
ISO 8879:1986. HTML ist eine Anwendung von SGML und XML eine bestimmte Untermenge von SGML. ( siehe in Einführung: (X)HTML ) |
| SHA | Der Begriff sicherer Hash-Algorithmus (englisch secure hash algorithm), kurz SHA,
bezeichnet eine Gruppe standardisierter kryptographischer Hash-Funktionen. Diese dienen zur
Berechnung eines eindeutigen Prüfwerts für beliebige elektronische Daten. Meist
handelt es sich dabei um Nachrichten. Es gilt als praktisch unmöglich, zwei verschiedene
Nachrichten, auch Kollisionen genannt, mit dem gleichen SHA-Wert zu finden. ( siehe Secure Hash Algorithm (SHA-1) ) |
| Shared Memory |
Shared Memory bezeichnet eine bestimmte Art der Interprozesskommunikation
(IPC). Bei dieser Art nutzen zwei oder mehrere Prozesse einen bestimmten Teil des
Hintergrundspeichers gemeinsam. Für alle beteiligten Prozesse liegt dieser gemeinsam genutzte
Speicherbereich in deren Adressraum und kann mit normalen Speicherzugriffsoperationen ausgelesen und
verändert werden. ( siehe Shared Memory ) |
| Shared Storage |
Unter Shared Storage ist in der Informatik ein gemeinsam genutzter Festspeicher
zu verstehen, auf den von mehreren Rechnern über ein Netzwerk oder eine sonstige
Verbindung gemeinsam und unter Umständen gleichzeitig (konkurrierend) zugegriffen
werden kann. Der Festspeicher besteht typischerweise aus einem sogenannten
Disk Array. Um Shared Storage zu ermöglichen, kann nicht ohne weiteres eine lokale Festplatte eines Rechners eingesetzt werden. Verwendet werden stattdessen:
|
| Shell | (verschiedene) Kommandointerpreter in Unix/Linux Betriebssystemen, in den verschiedenen Systemen gibt es meist eine Standardshell, hier eine Auswahl der behandelten Shells:
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| Signal | Signale sind kleine Nachrichten, die von der Hard- oder Software erzeugt werden, wenn
während der Programmausführung besondere Ereignisse auftreten. Häufig führen diese 'abnormalen'
Ereignisse zum Abbruch des Programmes. Die Signale werden deshalb auch als
Interrupts bezeichnet. ( siehe Signalbehandlung ) |
| Skin | Ein Skin (engl. Haut, Verkleidung), auch Design oder Theme (engl. für Thema) genannt,
ist ein Paket von Bildern und Einstellungen, die das Aussehen und Verhalten der grafischen
Benutzeroberfläche (GUI) von Computerprogrammen festlegen. ( siehe etwa in Audio-Player ) |
| SMB | Server Message Block (kurz SMB) ist ein Kommunikationsprotokoll für Datei-, Druck- und
andere Serverdienste im Netzwerk. Es ist der Kern der Netzwerkdienste von Microsofts
LAN-Manager, der Windows-Produktfamilie, sowie des LAN-Servers von IBM. Insbesondere wird es von der frei verfügbaren Software Samba und Samba-TNG verwendet, um Windows-Systemen den Zugriff auf Ressourcen von UNIX-basierten Systemen zu ermöglichen und umgekehrt. SMB ist kein Dateisystem im eigentlichen Sinn, kann jedoch – ähnlich wie NFS als eng verwandt betrachtet werden. CIFS ist eine erweiterte Version von SMB aus dem Jahre 1996 und bietet neben der Datei- und Druckerfreigabe weitere Dienste wie zum Beispiel den Windows-RPC- und den NT-Domänendienst an. ( siehe Samba ) |
| SMP | Ein Symmetrisches Multiprozessorsystem ist eine Multiprozessor-Architektur, bei der die
laufenden Prozesse auf alle verfügbaren Prozessoren verteilt werden können dagegen wird
beim asymmetrischen Multiprocessing jeder CPU eine Aufgabe fest zugewiesen. Symmetrisches Multiprocessing ist seit Ende der 80er Jahre die Standard-Architektur für Multiprozessor-Maschinen mit bis zu 16 CPUs, während asymmetrisches Multiprocessing praktisch nicht mehr zum Einsatz kommt. ( siehe Symmetrisches Multiprocessing (SMP) ) |
| SMTP | Simple Mail Transfer Protocol, ist ein Protokoll der Internetprotokollfamilie, das zum
Austausch von E-Mails in Computer-Netzwerken dient. Es wird dabei vorrangig zum Einspeisen und
zum Weiterleiten von E-Mails verwendet, zum Abholen von Nachrichten kommen spezialisierte
Protokolle, zum Beispiel das POP3-Protokoll oder das IMAP-Protokoll, zum Einsatz. SMTP Server
nehmen traditionell Verbindungen auf Port 25 ("smtp") entgegen, neuere Server auch auf
Port 587 ("submission"). ( siehe SMTP ) |
| Snapshot | Das Begriff Snapshot (Schnappschuss) hat in der Informationstechnologie mehrere
Bedeutungen. Zwei spielen auf dieser Website eine größere Rolle: 1. Bildschirmfoto (eig. Screenshot) - ein Snapshot von einem Terminalfenster (wird hier sehr häufig genutzt). 2. Bei Massenspeichern - hier ist ein Snapshot eine ältere Versionen eines aktuellen Datenbestandes. Die Speicherung erfolgt in heutigen SAN-Systemen auf Block-Ebene. ( siehe etwa in Zentrales Backup-System und Snapshots ) |
| Sniffer |
Ein Sniffer ist eine Software, die den Datenverkehr eines Netzwerks empfangen, aufzeichnen,
darstellen und ggf. auswerten kann. Es handelt sich also um ein Werkzeug der LAN-Analyse. ( siehe in Spezielle Werkzeuge zur Überprüfung der IT Landschaft ) |
| SNMP |
Simple Network Management Protocol. Wurde von der IETF entwickelt, um Netzwerkelemente
(z. B. Router, Server, Switches, Drucker,
Computer usw.) von einer zentralen Station aus
überwachen und steuern zu können. ( siehe SNMP ) |
| Snort | Snort ist eine Software zur Erkennung von Angriffen und Einbrüchen auf
Computernetzwerke, ein sogenanntes Intrusion Detection System (IDS). Snort "liest" direkt an der Netzwerkkarte den gesamten vorbeikommenden Netzwerkverkehr mit. Der Inhalt der Datenpakete wird mit charakteristischen Mustern von bekannten Angriffen verglichen - diese Muster werden allgemein Signaturen genannt, die bei Snort in "Rules" (Regeln) festgehalten werden. ( siehe Snort ein Beispiel für ein NIDS ) |
| SOAP | SOAP (ursprünglich für Simple Object Access Protocol) ist ein leichtgewichtiges
Protokoll, mit dessen Hilfe Daten zwischen Systemen ausgetauscht und Remote
Procedure Calls durchgeführt werden können. SOAP stützt sich auf die Dienste anderer
Standards, XML zur Repräsentation der Daten und Internet-Protokolle
der Transport- und Anwendungsschicht (vgl. TCP/IP-Referenzmodell) zur Übertragung der Nachrichten.
Die gängigste Kombination ist SOAP über HTTP und TCP. ( siehe ) |
| Socket | Ein Socket ist eine bi-direktionale Software-Schnittstelle zur Interprozess- (IPC)
oder Netzwerk-Kommunikation. Sockets sind die vollduplexfähige Alternative zu
Pipes, FiFos oder Shared Memory. Sockets bilden eine standardisierte Schnittstelle (API) zwischen der Netzwerk-Protokoll-Implementierung des Betriebssystems und der eigentlichen Applikationssoftware. ( siehe Sockets ) |
| Software -Uhr |
Im Unterschied zur Hardware-Uhr kommt nur das Taktsignal
über einen Unterbrechungsanforderung (Interrupt Request) von der Hardware, der Zähler wird
vom Betriebssystem (also der Software) geführt. Die meisten Betriebssysteme führen zusätzlich zur meist eingebauten Hardware-Uhr auch eine Software-Uhr (auch als Systemzeit bezeichnet), die beim Booten mit der Hardware-Uhr abgeglichen wird. Beim Herunterfahren wird häufig die Hardware-Uhr auf den Wert der Software-Uhr gesetzt. ( siehe in Zeit - Einführung ) |
| Spam | Als Spam werden unerwünschte, in der Regel auf elektronischem Weg übertragene
Nachrichten bezeichnet, die dem Empfänger unverlangt zugestellt werden und massenhaft versandt
wurden oder werbenden Inhalt haben. Dieser Vorgang wird Spamming oder Spammen genannt, der
Täter Spammer. ( siehe Spamschutz ) |
| Spooling | Beim Spooling (Simultaneous Peripheral Operation On Line) handelt es sich um eine
wichtige Eigenschaft von Betriebssystemen (Tanenbaum),
bei welchen ankommende Jobs eingelesen und auf der Festplatte zwischengespeichert werden. Sobald ein
laufender Job beendet wird, kann das System mit wenig Zeitverlust einen neuen Job von der Platte
laden. Typisches Beispiel ist hier die Druckerwarteschlange, in der Druckaufträge gesammelt und nacheinander abgearbeitet werden. Auch Mailserver sammeln zu versendende Mails üblicherweise in einem Spool-Verzeichnis, von dem aus sie dann verschickt werden. ( siehe ) |
| SQL | Datenbanksprache für relationale Datenbanken. SQL wird im allgemeinen Sprachgebrauch als
Abkürzung für „Structured Query Language“ aufgefasst, obwohl es laut ANSI-Standard ein
eigenständiger Name ist. SQL hat eine relativ einfache Syntax, die an die englische Umgangssprache angelehnt ist, und stellt eine Reihe von Befehlen zur Definition von Datenstrukturen nach der relationalen Algebra, zur Manipulation von Datenbeständen (Anfügen, Bearbeiten und Löschen von Datensätzen) und zur Abfrage von Daten zur Verfügung. Durch seine Rolle als Quasi-Standard ist SQL von großer Bedeutung, da eine weitgehende Unabhängigkeit von der benutzten Software erzielt werden kann. ( siehe ) |
| SquirrelMail | SquirrelMail ist ein in PHP 4 geschriebenes Open-Source-Webmailfrontend. Es
nutzt die in PHP integrierten IMAP- und SMTP-Funktionen zum
Empfang und Versand von E-Mails über vorhandene SMTP- und
IMAP-Server. Die Oberfläche lässt sich ohne JavaScript verwenden und
ist HTML 4.0 konform. SquirrelMail lässt sich durch eine Reihe von Plugins erweitern, zum Beispiel Spamfilter und Authentifizierung gegen LDAP-Server. Im FB-Informatik ist dies der Standard-Webmailfrontend. ( siehe Das Webmailsystem des FB Informatik ) |
| ssh | Secure Shell, auch OpenSSH und in MS-Systemen PuTTY, ist sowohl ein Programm als auch ein Netzwerkprotokoll, mit dessen Hilfe man sich zum Beispiel über das Internet auf einem entfernten Computer einloggen und dort Programme ausführen kann. Die IANA hat dem Protokoll den TCP-Port 22 zugeordnet. ( siehe Secure Shell ). |
| SSI | Server Side Includes sind in (meist HTML-) Dokumente
eingebettete, einfach zu
nutzende Scriptbefehle, die auf dem Webserver ausgeführt werden, bevor das Dokument an
den Client ausgeliefert wird. Sie stellen eine einfacher zu verwendende Alternative zu
Programmen/Scripten dar, die das ganze Dokument dynamisch generieren. Ursprünglich wurden SSI als Apache-Modul mod_ssi eingeführt. |
| SSID | Als Service Set Identifier (SSID) oder auch Network Name bezeichnet
man die Kennung eines Funknetzwerkes, das auf IEEE 802.11 basiert. Jedes Wireless LAN (WLAN)besitzt eine konfigurierbare, so genannte SSID oder ESSID (Extended Service Set IDentifier), um das Funknetz eindeutig identifizieren zu können. Sie stellt also den Namen des Netzes dar. Die SSID-Zeichenfolge kann bis zu 32 Zeichen lang sein. Sie wird in der Basisstation (englisch: Access Point) eines Wireless LAN konfiguriert und auf allen Clients, die darauf Zugriff haben sollen, eingestellt. ( siehe in WLAN - Umgang mit versteckten (hidden) SSID ). |
| ssl | Secure Sockets Layer, auch openssl oder Transport Layer Security (TLS),
ist ein Verschlüsselungsprotokoll für Datenübertragungen im Internet. TLS 1.0 und
1.1 sind die standardisierten Weiterentwicklungen von SSL 3.0. Im OSI-Modell ist SSL oberhalb der Transportschicht (z.B. TCP) und unter Anwendungsprotokollen wie HTTP oder SMTP angesiedelt. SSL arbeitet transparent, so dass es leicht eingesetzt werden kann, um Protokollen ohne eigene Sicherheitsmechanismen abgesicherte Verbindungen zur Verfügung zu stellen. ( siehe openssl ). |
| SSO | Eine Einmalanmeldung bzw. Single Sign-On bedeutet, dass ein Benutzer nach einer
einmaligen Authentifizierung auf alle Rechner und Dienste, für die er berechtigt ist,
zugreifen kann, ohne sich jedes Mal neu anmelden zu müssen. ( siehe Diplomarbeit in pdf ). |
| Stack | Ein Stack ist ein Stapelspeicher oder Kellerspeicher. Ein Stapel kann eine beliebige Menge von
gleich langen Informationsstrukturen (Objekte) aufnehmen und gibt diese in entgegengesetzter Reihenfolge zur
Aufnahme wieder zurück. Es wird nach dem LIFO-Prinzip gearbeitet. Diese Speicherform wird von den meisten Mikroprozessoren in der Hardware direkt unterstützt. ( siehe etwa in Überblick über die Prozessverwaltung ). |
| Subversion | Subversion (SVN) ist eine Open-Source-Software zur Versionsverwaltung. Es wurde als
moderne Ablösung für das mit vielen Schwächen behaftete, in Entwicklerkreisen
trotzdem noch sehr verbreitete Programm CVS entwickelt. Deshalb ist es mit Bedacht in der
Bedienung sehr ähnlich gehalten, zusätzlich zu vielen neuen Features werden fast alle
Funktionen von CVS unterstützt. ( siehe Versionsverwaltung mit Subversion, Studentischer Vortrag, i01 ). |
| Superblock | Der Superblock ist Teil des Dateisystems des Betriebssystems Unix. ( siehe etwa in Dateiverwaltung ). |
| Suse | SUSE Linux (SL), jetzt openSUSE (ehemals SuSE Linux Professional), ist eine
Linux-Distribution der Firma Novell, bzw. deren Tochterunternehmen Suse Linux GmbH. Die erste Version der eigenständigen und von Slackware unabhängigen Linux-Distribution wurde im Mai 1996 unter dem Namen S.u.S.E. Linux mit der Versionsnummer 4.2 veröffentlicht. ( siehe SuSE-Linux an der HTW-Dresden ). |
| SVG | Scalable Vector Graphics ist ein Standard zur Beschreibung zweidimensionaler Vektorgrafiken in
der XML-Syntax. SVG wurde im September 2001 vom W3C als
Empfehlung veröffentlicht und viele aktuelle
Webbrowser können von Haus aus einen Großteil des Sprachumfangs darstellen, wie z. B. Mozilla
Firefox oder Opera. Der verbreitete Internet Explorer benötigt zur Darstellung jedoch noch ein
Plug-In, wie z. B. den SVG-Viewer von Adobe. Eine SVG-Datei besitzt entweder die Dateiendung .svg oder, wenn sie mit gzip komprimiert ist, .svgz. Der MIME-Typ ist image/svg+xml. ( siehe SVG - Scalable Vector Graphics ). |
| Swapping | Swapping beschreibt in der Informatik den Vorgang des Ein- und Auslagerns von
Speichersegmenten in den/vom Arbeitsspeicher vom/in den Hintergrundspeicher wie beispielsweise eine
Festplatte. Dieser Vorgang ist Teil der Segmentierung, einer speziellen Art der Speicherverwaltung
in Betriebssystemen. Beim Swapping sind die Daten eines Prozesses entweder vollständig ausgelagert oder vollständig im Hauptspeicher enthalten. Diese Eigenschaft unterscheidet das Swapping vom Paging, bei dem nur einzelne Speicherseiten aus- und eingelagert werden. Dies führt dazu, dass Programme, welche mehr Arbeitsspeicher benötigen als vorhanden ist, nicht ausgeführt werden können. ( siehe Swapping ). |
| Switch | Ein Switch ist eine Netzwerk-Komponente zur Verbindung mehrerer Computer bzw.
Netz-Segmente in einem lokalen Netz (LAN). Da Switches den
Netzwerkverkehr analysieren und logische Entscheidungen treffen, werden sie auch als
intelligente Hubs bezeichnet. ( siehe etwa in Aufbau eines kleinen LAN ) |
| Synchronisation | Synchronisation ist die Koordinierung des zeitlichen Ablaufs mehrerer
nebenläufiger Prozesse bzw. Threads. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um Threads in
einem Programm, um Programme auf einem Computer oder um Prozesse in einem Verteilten System
handelt, die über ein Netzwerk kommunizieren. ( siehe Prozesskommunikation und -synchronisation ). |
| Syntax |
Eine Syntax ist ein Regelwerk, mittels dessen korrekte sprachliche Ausdrücke konstruiert
werden können, und mit dem festgestellt werden kann, ob ein sprachlicher Ausdruck korrekt
ist oder nicht. Eine Syntax kann ihrerseits eine Sprache definieren, d.h. syntaktisches
Regelwerk für eine Syntax sein. Eine solche Sprache, die eine Sprache definiert, wird als
Metasprache bezeichnet. Zur Festlegung der Syntax einer Computersprache, z.B. einer
Programmier- oder Markupsprache (Auszeichnungssprache),
werden Produktionen verwendet, d.h. Regeln, nach
denen die Bestandteile eines Strings (oder eines Wortes oder eines Satzes oder einer anderen
Konstruktion) durch andere Strings (oder ...) ersetzt werden können. Die Menge aller
syntaktischer Regeln beschreibt eine Sprache. Eine einfache Syntax ist die nach Backus und Naur benannte EBNF, die Extended Backus-Naur Form, mittels derer die Syntax der Metasprache XML definiert ist. ( ein Beispiel in Syntax eines XML-Dokuments ). |
| sysfs | sysfs dient zusammen mit proc zum Auslesen von Informationen und dem
Setzen von Einstellungen im laufenden System. sysfs ist eine Neuheit in Linux-2.6 und war vorher Teil von proc (zu finden in /proc/sys). ( siehe Einführung zum /proc-Filesystem). |
| syslog | syslog ist ein De-facto-Standard zur Übermittlung von Log-Meldungen in einem
IP-Rechnernetz. Der Begriff „syslog“ wird oft sowohl für das eigentliche
syslog-Netzwerkprotokoll als auch für die Anwendung oder Bibliothek benutzt, die
syslog-Meldungen sendet oder empfängt. Das syslog-Protokoll ist sehr einfach aufgebaut - der syslog-Sender sendet eine kurze Textnachricht (weniger als 1024 Byte) an den syslog-Empfänger. Der Empfänger wird oft als "syslogd", "syslog daemon" oder "syslog server" bezeichnet. Syslog-Meldungen werden mittels UDP (Port 514) gesendet und enthalten die Nachricht im Klartext, also unverschlüsselt. ( siehe Systemüberwachung mit Protokoll-/Logdateien ). |
| Systemruf | Bei einem Systemruf (system call) handelt es sich um einen Funktionsaufruf in einem
Betriebssystem, der einen Sprung in einen privilegierteren Teil des Systems - in der Regel in den
Kernel auslöst. Heutige Systeme enthalten weit über 300 Systemrufe. In Unixsystemen sind die wichtigsten, die Systemrufe zur Prozesssteuerung. Diese sind fork, exec, exit und wait. Für den Wechsel vom "user mode" in den "kernel mode" werden Traps benutzt. ( siehe Systemrufe zur Prozesssteuerung, nach Bach und im Tanenbaum ). |
| t: | |
| Tanenbaum | Andrew Stuart "Andy" Tanenbaum (* 1944 in New York City) ist Professor für Informatik an der
Freien Universität Amsterdam (Niederlande). Bekannt wurde er vor allem als Entwickler des UNIX-artigen
Systems Minix und als Autor mehrerer Fachbücher zu diversen Themen der Informatik. Er ist einer der bekannten Absolventen der University of California, Berkeley. ( siehe etwa Moderne Betriebssysteme ) |
| tar | tar ist der Name eines im Unix-Umfeld sehr geläufigen Archivierungsprogramms.
Außerdem wird so auch das Dateiformat bezeichnet, das von diesem Programm verwendet wird. Der
Name wurde aus tape archiver (Bandarchivierer) gebildet, da mit dem Programm ursprünglich Daten
auf Bandlaufwerken gesichert wurden. Gleichzeitig ist tar auch das englische Wort für Teer (mit
dem Programm werden Dateien unkomprimiert zu einer Datei zusammengeklebt). Tar bietet die Möglichkeit, Dateien sequenziell in eine einzige Datei zu schreiben, bzw. Dateien aus selbiger wieder herzustellen. Die entstehende Datei trägt die Endung .tar (unkomprimiert) und wird auch als Tarball (dt. Teerklumpen oder Teerkugel) bezeichnet. ( siehe in Arbeiten mit Archiven ) |
| TCG | Die Trusted Computing Group ist eine internationale, industriegetriebene Standardisierungs-
Organisation die einen offenen Standard für Trusted-Computing-Plattformen entwickelt.
Sie hat im Jahre 2003 die Standardisierungsarbeit der ehemaligen TCPA adoptiert und setzt diese fort. ( siehe TCG-Spezifikation, Studentischer Vortrag) |
| TCP | Transmission Control Protocol, ist Teil der Internetprotokollfamilie. Alle Betriebssysteme moderner Computer beherrschen TCP und nutzen es für den Datenaustausch mit anderen Rechnern. Das Protokoll ist ein zuverlässiges, verbindungsorientiertes Transportprotokoll in Computernetzwerken. Die Sichheit der Verbindung wird insbesondere durch das Drei-Wege-Handshake Protokoll erreicht. ( siehe TCP ) |
| termcap & terminfo |
termcap steht für Terminal Capabilities und ist eine Datei, in der die
Fähigkeiten (Zeilen-, Spaltenanzahl, ...) zahlreicher Terminals hinterlegt sind. terminfo leistet prinzipiell das gleiche wie termcap. Allerdings liegen in der terminfo-Datenbank die Terminal-Fähigkeitsbeschreibungen nicht in einer einzigen ASCII-Datei vor, sondern als separate Binär-Dateien alphabetisch geordnet in Unterverzeichnissen. ( siehe termcap & terminfo ) |
| Terminal- server |
Ein Terminalserver ist ein Computer, der mehrere Terminals (PCs, Bildschirme bzw. Desktops
oder Kommandozeilen) emuliert bzw. die Software, die besagte Emulation ermöglicht. Auf jedem
emulierten Terminal können, wie auf einem normalen PC, mehrere verschiedene Programme laufen.
Diese emulierten Terminals werden auf den Bildschirmen von meist entfernten (remote) PCs oder Thin
Clients dargestellt. ( siehe Terminalserver ) |
| Theora | Theora ist ein von der Xiph.Org Foundation entwickelter freier Video-Codec, der zum
Ogg-Containerformat gehört. ( siehe in Videoformate ) |
| Thompson, Ken |
1969 implementierte Thompson an den Bell Labs die erste Version des
Unix-Betriebssystems in Assemblersprache. Zusammen mit
Dennis Ritchie erhielt er hierfür 1983 den Turing Award. ür Unix schrieb er unter anderem die erste Shell (sh) und den Zeileneditor ed. Er entwickelte die Programmiersprache B, einen Vorgänger der Sprache C, letztere gehört noch heute zu den weltweit meistbenutzten Programmiersprachen. Später erfanden er und Rob Pike, ebenfalls an den Bell Labs, das Betriebssystem Plan 9. Er ist einer der bekannten Absolventen der University of California, Berkeley. ( siehe etwa in Geschichtliche Entwicklung und Einordnung der UNIX Betriebssysteme ) |
| Thread | Ausführung einer Anweisungsfolge oder Kontrollfluss/Faden, Ziel sind mehrere Threads nebenläufig in einem Adressraum. Teil eines Prozesses. ( siehe Threads ) |
| Thunderbird | Mozilla Thunderbird ist ein Open-Source-E-Mail-Programm und Newsreader der
Mozilla Foundation. ( siehe Thunderbird ) |
| TLB | Translation Lookaside Buffer bezeichnet eine funktionale Einheit der Speicherverwaltung
(MMU) eines Prozessors. Wenn virtueller Speicher verwendet wird, müssen die virtuellen in physikalische Adressen umgerechnet werden. Diese zeitintensive Rechenarbeit wird aus Performancegründen gepuffert - im TLB. Der TLB kann eine begrenzte Menge dieser Referenzen halten (üblicherweise im Bereich von 32 bis 64 Einträgen) und kann die Ausführung von Speicherzugriffen deutlich beschleunigen. Dies wird über assoziative Ordnungsregister realisiert, die parallele Zugriffe erlauben. Durch seinen Aufbau ist der TLB pro Eintrag sehr teuer. ( siehe in Adresskonversionsverfahren ) |
| TLS | Das Transport-Layer-Sicherungsprotokoll ist eine Weiterentwicklung von SSL duch eine
Arbeitsgruppe der Internet Engineering Task Force (IETF). Man kann z.T.
auch sagen, es ist der Nachfolger von SSL. So wurden etwa eine Reihe von
Verschlüsselungsalgorithmen hinzugefügt. Es gibt aber auch einfache praktische
Veränderungen, so wird bei POP und IMAP der "normale
Port" und nicht ein alternativer genutzt. ( siehe in OpenSSL- Eine kurze Einführung ) |
| Token | Ein Token ist ein Bit-Muster. Er wird zwischen den in einem Netz angeschlossenen Geräten
oder Prozessen in einem System weitergeleitet. Die Aufgabe des Token ist es, die angeschlossenen
Geräte oder Prozesse über den aktuellen Zustand des Netzes bzw. des Systems zu informieren.
Der Token wird dabei ständig innerhalb des Netzes bzw. des Systems von einem zum nächsten
Gerät bzw. Prozess weitergeleitet. Nur das Gerät bzw. der Prozess, welches einen freien Token
erhält, darf senden bzw. eine kritische Arbeit ausführen. ( siehe etwa in Token-Ring-Algorithmus ) |
| Token Ring | ist eine Vernetzungstechnologie für Computernetzwerke, festgelegt in der Spezifikation IEEE 802.5. Sie definiert Kabeltypen und Signalisierung für die Bitübertragungsschicht, Paketformate und Protokolle für die Medienzugriffskontrolle (Media Access Control, MAC). |
| Top-Level -Domain |
Jeder Name einer Domain im Internet besteht aus
einer Folge von durch Punkte getrennten Namen. Die Bezeichnung Top-Level-Domain (übersetzt Bereich oberster Ebene; Abkürzung TLD) bezeichnet dabei den letzten Namen dieser Folge und stellt die höchste Ebene der Namensauflösung dar. ( siehe in Interneteinführung ) |
| Torvalds, Linus |
Linus Benedict Torvalds (28.12.1969 in Helsinki, Finnland) ist Initiator des freien
Kernels Linux, dessen Entwicklung er bis heute koordiniert. Am 25. August 1991 kündigte der Informatikstudent in der Newsgroup comp.os.minix sein Vorhaben an. Am 17. September 1991 stellte er dann Linux 0.01 auf einem öffentlichen FTP-Server zum Download zur Verfügung. Der Quelltext für das neue Unix-Betriebssystem umfasste 241 KByte und das Makefile war 96 Zeilen lang. ( siehe in Eine Sammlung zur Linux-Geschichte ) |
| Transaktion | Als Transaktion bezeichnet man in der Informatik eine feste Folge von Operationen, welche als
eine logische Einheit betrachtet werden. Transaktionen werden von Transaktionssystemen verarbeitet; diese
erzeugen dabei aus mehreren Transaktionen eine Historie. ( siehe Transaktionen in verteilten Dateisystemen ) |
| Trap | Führt eine Anwendung einen Systemruf aus, erzeugt
sie einen Trap. Der Prozessor unterbricht die Anwendung und startet die
Trap-Behandlungsroutine (trap handler) des Betriebssystems. Die CPU-Kontrolle wird vom
Anwendungsprogramm ("user mode") an das Betriebssystem ("kernel mode") übergeben.
Über einen Identifizierer (Index des Systemrufs) kann nun die angeforderte Funktion
gestartet werden. ( siehe etwa im Tanenbaum ) |
| Treiber | Ein Treiber ist ein Computerprogramm oder -modul, welches die Interaktion mit
angeschlossenen oder eingebauten Geräten (Hardware) steuert. Dazu nutzt es
Schnittstellen zum Kommunikationsbus oder anderen Kommunikationssystemen, an denen das
Gerät angeschlossen ist, um Steuersignale und/oder Daten zum Gerät zu senden bzw.
von ihm zu empfangen. Auf der anderen Seite stellt es eine Schnittstelle für eine
Nutzung dieser Funktionen durch das Betriebssystem oder andere Anwendungsprogramme bereit. ( siehe Index Gerätetreiber ) |
| TSM | Der Tivoli Storage Manager ist eine Software zur Datensicherung, die von IBM vertrieben wird. TSM ist ein Teil der Produktfamilie Tivoli und funktioniert nach dem Client-Server-Prinzip: der TSM-Server verwaltet die gespeicherten Daten, Speichermedien, Backupdevices, die Clients sowie die User, stellt Sicherungsautomatismen zur Verfügung u.v.m. Der Client (Node) hingegen ist vor allem für die Datensicherung zuständig. ( siehe Zentrales Backup-System ) |
| TSO | TSO (Time-Sharing Option) ist ein interaktiver Befehlszeileninterpreter für IBM
Großrechner-Betriebssysteme z.B. OS. Time Sharing erlaubt dass mehrere Benutzer gleichzeitig den
Rechner nutzen. Sie bekommen für eine gewisse Zeit die CPU zugeteilt, während die anderen
Nutzer mit ihren Transaktionen in Warteposition stehen. ( siehe in Grundlegende Schedulingverfahren ) |
| Tunnel | Tunnel bzw. Tunneling bezeichnet den Gebrauch eines Netzwerkprotokolls als
Transportmittel für artfremde Daten, ohne dabei den Standard des Protokolls zu
verletzen. Entweder werden in einem Tunnel die Daten eines Dienstes im Protokoll eines
anderen Dienstes eingebettet (z. B. HTTP-Tunnel) oder zumindest das
Protokoll eines Dienstes mit dienstfremden Daten versehen und somit funktionell erweitert
(z. B. DNS-Tunnel). Tunnel werden verwendet, um unsichere Netzwerkprotokolle mithilfe eines gesicherten und verschlüsselten Netzwerkprotokolls abhör- und manipulationssicher zu transportieren (z. B. SSH-Tunnel). Sie können auch dazu dienen, ganze Rechnernetze durch ein inkompatibles Netz hindurch miteinander zu verbinden (z. B. VPN-Tunnel) oder um das Regelwerk einer Firewall und andere Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen. ( siehe etwa in Tunneln von X11 und anderen TCP Protokollen ) |
| TUN/TAP | TUN and TAP sind virtuelle Netzwerk-Kerneltreiber die Netzwerkgeräte über Software
simulieren. Während sich normalerweise hinter Netzwerk-Devices (wie z.B. eth0) direkt eine
entsprechende Hardware in Form einer Netzwerkkarte verbirgt, werden Pakete die an ein TUN/TAP-Device
gesendet werden an ein Programm im Userspace weitergeleitet und anders herum. Damit ein Userspace-Programm
auch auf TUN/TAP-Devices zugreifen kann, haben diese im Gegensatz zu realen Ethernet-Karten eine
Device-Datei mit der Bezeichnung tunN bzw. tapN unterhalb von /dev. TUN simuliert ein Point-to-Point
Netzwerk-Device während TAP ein Ethernet-Device simuliert. ( siehe VPN ) |
| u: | |
| udev | udev ist ein Programm, mit welchem der Linux-Kernel
Gerätedateien für die Datenein- und -ausgabe verwaltet. udev ersetzt seit dem Kernel 2.6 das früher genutzte devfs-Dateisystem, dessen Aufgaben es damit übernimmt. Genauso wie devfs verwaltet udev das /dev-Verzeichnis, welches die speziellen Dateien enthält, um von Programmen aus auf die vom System zur Verfügung gestellten Geräte zuzugreifen. Mit der Einführung von udev waren sowohl udev als auch devfs im Kernel enthalten. Seit Ende Juni 2006 ist nur noch udev enthalten, devfs wurde vollständig entfernt. ( siehe Gerätedateien im Linux ) |
| UDP |
User Datagram Protocol, ist ein minimales, verbindungsloses Netzprotokoll das zur Transportschicht der Internetprotokollfamilie gehört. |
| UFS | Unix File System, ist ein Dateisystem, welches vom original-Dateisystem FS abstammt,
das ursprünglich von AT&T für die ersten Versionen von UNIX (System V) entwickelt wurde. ( siehe Dateisysteme ) |
| UID | In Unix-Systemen wird der Benutzer durch einen user identifier (UID) repräsentiert.
Die UID ist ein Integer meist zwischen 0 und 65.535. Das Betriebssystem arbeitet mit der UID
und nicht mit dem Loginkennzeichen. Dateien (aber auch Prozesse und andere
Ressourcen) werden mit der UID ihres Besitzers markiert. ( siehe etwa Tanenbaum Sicherheit in Unix ) |
| UMA | Uniform Memory Access steht allgemein für eine Speicherarchitektur in
Multiprozessorsystemen. Dabei gibt es nur einen globalen Speicher, auf den von allen Prozessoren aus
einheitlich zugegriffen werden kann. Im Idealfall jeweils mit derselben Bandbreite und Latenzzeit. Das
Konzept steht im Gegensatz zu NUMA. ( siehe etwa UMA-Architektur, Projektarbeiten ) |
| Unix | Unix ist ein Mehrbenutzer-Betriebssystem. Es wurde Anfang der 70er Jahre des 20.
Jahrhunderts von Bell Laboratories zur Unterstützung der Software-Entwicklung entwickelt. Unix bezeichnet im allgemeinen Sprachgebrauch Betriebssysteme, die entweder ihren Ursprung im Unix-System von AT&T (ursprünglich Bell Laboratories) der 70er haben oder dessen Konzepte implementieren. ( siehe Informationen über verschiedene Betriebssysteme ) |
| URI | Uniform Resource Identifier ist ein Identifikator und besteht aus einer
Zeichenfolge, die zur Identifizierung einer abstrakten oder physischen Ressource dient. URIs
werden zur Bezeichnung von Ressourcen (wie Webseiten, sonstigen Dateien, Aufruf von
Webservices, aber auch z. B. E-Mail-Empfängern) im Internet und dort vor allem im WWW
eingesetzt. Es werden folgende Unterarten von URIs unterschieden:
|
| URL | Uniform Resource Locator, eine eindeutige Adresse eines Objektes (Ressource) im Internet. ( siehe URL ) |
| URN | Uniform Resource Name ist ein Uniform Resource Identifier (URI) mit dem Schema urn, der als dauerhafter, ortsunabhängiger Bezeichner für eine Ressource dient. Die Deutsche Nationalbibliothek verwaltet den deutschen URN-Namespace. |
| USB | Universal Serial Bus, ist ein Bussystem zur Verbindung eines Computers mit
Zusatzgeräten. Ein USB-Anschluss belegt wenig Platz und kann einfache Geräte wie
Mäuse, Telefone oder Tastaturen mit Strom versorgen. Mit USB ausgestattete Geräte
können im laufenden Betrieb miteinander verbunden werden (Hot-Plugging), angeschlossene
Geräte und deren Eigenschaften können automatisch erkannt werden. ( siehe USB ) |
| UTC |
Universal Coordinated Time,
steht für Universal Time mit dem Zusatz C für coordonné. Kompromiss zwischen englischer und französischer Sprache. Koordinierte Weltzeit. ( siehe UTC ) |
| UTF-8 | UCS Transformation Format, UCS - Universal Character Set, ist die verbreitetste
Kodierung für Unicode.
Damit werden die meisten Alphabete und Schriftzeichensysteme umfasst, die weltweit derzeit genutzt werden. UTF-8 hat eine zentrale Bedeutung als globale Zeichenkodierung im Internet. Die Internet Engineering Task Force (IETF) verlangt von allen Internetkommunikationsprotokollen, dass die Zeichenkodierung deklariert wird und dass UTF-8 eine der unterstützten Kodierungen ist. ( siehe UTF-8 ) |
| v: | |
| Verklemmung | Eine Verklemmung (deadlock) ist ein Zustand von Prozessen, bei dem Prozesse 'wechselseitig' auf exklusive BM warten und keiner mehr arbeiten kann. ( siehe Prozesskommunikation und -synchronisation ) |
| Verzeichnis -dienst |
In Netzen werden Verzeichnisse in der Regel dazu verwendet, Benutzerdaten zentral zu
sammeln und Applikationen zur Verfügung zu stellen. Diesen Datensammlungen liegt meist eine
Datenbank zugrunde, in der die Daten aufgenommen werden. Um mit diesem Dienst in Kontakt zu
treten, werden sogenannte Netzwerkprotokolle verwendet, um Daten aus dem Verzeichnis abzufragen
oder zu aktualisieren. Ein Verzeichnisdienst ist somit eine im Netzwerk verteilte hierarchische Datenbank, die auf dem Client-Server Prinzip basiert. In dieser Datenbank können beliebige Informationen gespeichert werden. Ein erstes Beispiel war NIS, gefolgt vom Directory Service im DCE und aktuell von LDAP. ( siehe LDAP ) |
| VFS | Virtual File System, ist eine Abstraktionsschicht oberhalb konkreter Dateisysteme. Darstellung im Linux. ( siehe SUN/NFS ) |
| vim | Der vim (Vi IMproved) gehört zur Gruppe der vi ähnlichen Editoren. Es gab seit
der Entwicklung des vi 1978 (Bestandteil von 2BSD) eine Vielzahl von analogen Editoren. Der vim hat
sich aber, inbesondere im Linuxumfeld durchgesetzt und ist dort zu einem der Standardeditoren
geworden. Konkret ist es ein Alias für den vi (oder besser umgekehrt). ( siehe Der Editor vim ) |
| Virtualisierung | Es gibt viele Konzepte und Technologien im Bereich der Hardware und Software die
diesen Begriff verwenden. Ein sehr offener Definitionsversuch könnte wie folgt lauten:
Virtualisierung bezeichnet Methoden die es erlauben, Ressourcen eines Computer aufzuteilen. ( siehe Was ist Virtualisierung? ) Projektseminar Virtualisierung auf wikibs. ( siehe auch Vorträge zu Xen, VMWare ESX, VMWare ) |
| Virtueller Adressraum |
Der Virtuelle Adressraum bezeichnet den Adressraum, der einem Prozess für Daten und das
Programm vom Betriebssystem zur Verfügung gestellt wird. Nur die Betriebssysteme, die eine Virtuelle Speicherverwaltung verwenden, können einen Virtuellen Adressraum generieren und dadurch Speicherseiten, die physikalisch nicht zusammenhängend sind, für den Programmierer bzw. das Programm als logisch zusammenhängenden Speicherbereich abbilden. Die Virtuelle Speicherverwaltung ermöglicht weiterhin die Implementierung von Speicherschutzmechanismen. ( siehe Virtuelle Adressen ) |
| Virtueller Speicher |
Die Virtuelle Speicherverwaltung ist eine spezielle Implementierung einer Speicherverwaltung in
einem Computer. Sie findet heute in beinahe allen modernen Betriebssystemen Verwendung, da ihre Vorteile gerade den heutzutage zwingend notwendigen Eigenschaften bei der Verwaltung von Arbeitsspeicher entsprechen und es keine gravierenden Nachteile gibt. Die Voraussetzung für die Nutzung der virtuelle Speichertechnik ist das Lokalitätsprinzip. Für die zusätzliche Adressrechnung wird eine Hardwareunterstützung (MMU) genutzt. ( siehe Virtueller Speicher ) |
| VLAN | Virtual Local Area Network ist ein virtuelles lokales Netz innerhalb eines
physischen Netzes. |
| VLC | Der VLC media player ist ein portabler, freier Media Player sowohl für diverse
Audio-, Videocodecs und Dateiformate als auch DVDs, Video-CDs und unterstützt
unterschiedliche Streaming-Protokolle. Er kann auch als Server zum Streaming in Uni- oder
Multicast in IPv4 und IPv6 verwendet werden. ( siehe in Video-Player ) |
| VMS | Virtual Memory System (VMS) ist ein Betriebssystem des Computerherstellers Digital
Equipment Corporation (DEC) für seine Virtual Address eXtension
(VAX)-Rechner. Es war zur Zeit der Veröffentlichung ein ausgesprochen fortschrittliches
32-Bit-Betriebssystem, das Multiuser- und Multitasking-fähig war. ( siehe etwa in Schedulingstrategien - VAX/VMS ) |
| VMware | VMware Inc. ist eine Softwarefirma, die sich auf Emulation und Virtualisierung
spezialisiert hat und deren bekanntestes Produkt„VMware Workstation ist. Ende 2003 wurde VMware von
der EMC Corporation übernommen. Für den Betrieb von Servern gibt es die Produkte VMware Server, der kostenfrei verfügbar ist, und ESX-Server. VMware Server sind Hosted-Produkte, das heißt sie benötigen als Wirtsbetriebssystem entweder Windows oder Linux. VMware ESX Server basiert auf einem VMware-eigenen Kernel und benötigt daher kein Wirtsbetriebssystem. Diese Version ist für den professionellen Einsatz gedacht, da hierbei insbesondere Kosteneinsparungen durch Konsolidierung von Hardware erreicht werden können. ( siehe in Virtualisierung ) |
| VNC | Virtual Network Computing ist eine von Olivetti & Oracle Research Laboratory (ab 1999 AT&T)
entwickelte Software, die den Bildschirminhalt eines entfernten Rechners (auf dem die VNC-Server
Software läuft) auf einem lokalen Rechner (auf dem die VNC-Viewer Software läuft) anzeigt und
im Gegenzug Tastatur- und Mausbewegungen des lokalen Rechners an den entfernten Rechner sendet. Damit
kann man auf einem entfernten Rechner arbeiten, als säße man direkt davor. TightVNC ist eine bekannte (und von Suse genutzte) Implementierung. ( siehe in Virtual_Network_Computing, studentischer Vortrag i00 und i04) |
| Von-Neumann -Architektur |
Die Von-Neumann-Architektur benannt nach John von Neumann ist ein Schaltungskonzept zur
Realisierung universeller Rechner (Von-Neumann-Rechner, VNR), welches folgende Komponenten
enthält: ALUs - Rechenwerk, Memory - Speicherwerk, Control Unit - Steuerwerk, I/O Unit -
Eingabe-/Ausgabewerk und Bus - Verbindungssystem. Grundlage dieses Prinzips ist die Äquivalenz von Steuerung und Information. ( siehe in Was ist ein Computer? ) |
| Vorbis | Vorbis (auch Ogg Vorbis genannt) ist ein freier Codec zur verlustbehafteten
Audiokompression, welcher im Rahmen der Xiph.Org Foundation als patentfreie Alternative zum weit
verbreiteten MP3-Format entwickelt wird. Es unterstützt bis zu 255
Kanäle mit variabler Bitrate und ist streamingfähig. Die zur Kodierung/Dekodierung
benötigten Bibliotheken wurden unter einer BSD-artigen Lizenz
veröffentlicht. Vorbis-Daten sind normalerweise in Ogg-Containerdateien (.ogg) eingebettet, die ebenfalls von der Xiph.Org Foundation entwickelt werden. Vorbis-Daten können aber auch in Matroska- oder OGM-Containern enthalten sein. ( siehe in Audioformate ) |
| VPN | Ein Virtual Private Network ist ein Computernetz, das zum Transport privater Daten ein
öffentliches Netz (zum Beispiel das Internet) nutzt. Teilnehmer eines VPN können Daten wie
in einem internen LAN austauschen. Die einzelnen Teilnehmer selbst müssen hierzu nicht direkt verbunden sein. Die Verbindung über das öffentliche Netz wird üblicherweise verschlüsselt. Der Begriff „Private impliziert jedoch nicht, wie vielfach angenommen, dass es sich um eine verschlüsselte Übertragung handelt. Eine Verbindung der Netze wird über einen Tunnel zwischen VPN-Client und VPN-Server (Concentrator) ermöglicht. Meist wird der Tunnel dabei gesichert, aber auch ein ungesicherter Klartexttunnel ist ein VPN. OpenVPN ist ein Produkt unter GNU GPL. ( siehe VPN ) |
| w: | |
| WAFL | Write Anywhere File Layout ist ein Dateisystem, das von NetApp
für deren Massenspeichersysteme unter dem Einsatz des Betriebssystems Data Ontap entwickelt
wurde. WAFL is a file system that supports large, high-performance RAID arrays, quick restarts without lengthy consistency checks in the event of a crash or power failure, and growing the filesystem size quickly. An important feature of WAFL is its support for both a Unix-style file and directory model for NFS clients and a Microsoft Windows-style file and directory model for CIFS clients. WAFL also supports both security models of both operating systems, and one mode for using both on the same file. Unix can use either access control lists (ACL) or a simple bitmask, whereas the more recent Windows model is based on access control lists. These two features make it possible to write a file to a CIFS type of networked filesystem and access it later via NFS from a Unix workstation. |
| WAN | Ein Weitverkehrsnetz, ist ein Rechnernetz, das sich im Gegensatz zu einem
LAN oder MAN
über einen sehr großen geografischen Bereich erstreckt. Die Anzahl der angeschlossenen Rechner ist auf keine bestimmte Anzahl begrenzt. WANs erstrecken sich über Länder oder sogar Kontinente. WANs werden benutzt, um verschiedene LANs, aber auch einzelne Rechner miteinander zu vernetzen. Einige WANs gehören bestimmten Organisationen und werden ausschließlich von diesen genutzt. Andere WANs werden durch Internetdienstanbieter errichtet oder erweitert, um einen Zugang zum Internet anbieten zu können. |
| Warteschlange | Eine Warteschlange (engl. Queue) ist eine häufig eingesetzte spezielle Datenstruktur. Eine Warteschlange kann eine "beliebige" Menge von Objekten aufnehmen und gibt diese in der Reihenfolge ihres Einfügens wieder zurück (First In First Out - FIFO). |
| WAV | Das WAV-Dateiformat ist ein Containerformat zur digitalen Speicherung von Audiodaten, das
neben den meist enthaltenen unkomprimierten sog. PCM-Rohdaten (eigentlich nur Bytes, die den
digitalen Wert des Audiosignals darstellen) auch komprimierte Audiodaten (z. B. ADPCM- oder auch
MP3-komprimierte Signale) enthalten kann. Im Falle von PCM unterstützt es variable
Quantisierungsbitraten, Abtastraten und Kanäle. Es stellt heute einen De-Facto-Standard für
die Speicherung von digitalen Audiodaten auf MS Windows-basierten PC-Systemen dar. (siehe in Audioformate) |
| WEP |
Wired Equivalent Privacy (WEP) ist der ehemalige Standard-Verschlüsselungsalgorithmus
für WLAN. Er soll sowohl den Zugang zum Netz regeln,
als auch die Vertraulichkeit und Integrität der Daten sicherstellen.
Aufgrund verschiedener Schwachstellen wird das Verfahren als unsicher angesehen.
Zum Entschlüsseln müssen ausreichende Datenmengen mitgeschnitten
werden, was nur einige Minuten dauert. Anschließend können diese
Daten in wenigen Sekunden analysiert und der Schlüssel berechnet werden.
Daher sollten WLAN-Installationen die sicherere WPA-Verschlüsselung
verwenden. (siehe in WLAN im Home-Netz) |
| Wget | Wget ist ein Kommandozeilen-Programm (noninteractiv) zum Herunterladen von Webstrukturen (Websites) oder anderer Dateien. Es ist auch eine gute Ablösung von FTP (siehe Wget) |
| Windos NT | Windows NT ist das erste vollwertige, mit präemptiven Multitasking, (Windos)Betriebssystem der Firma Microsoft. Es wurde in den Versionen 3.1, 3.5, 3.51 und 4.0 vertrieben. Die Versionen 5.0, 5.1, 5.2, 6.0 wurden dann aus Marketinggründen als Windows 2000, Windows XP, Windows Server 2003 bzw. Windows Vista vertrieben. NT sollte nach Microsoft für das Kürzel in New Technology stehen. Die Entwicklung an Windows NT begann, als die Allianz zwischen IBM und Microsoft zur Produktion von OS/2 aufbrach. Leiter des NT-Projekts wurde David N. Cutler. Zu der Zeit galt er als einer der renommiertesten Entwickler von Betriebssystemen überhaupt. Cutler, der maßgeblich an der Entwicklung von VMS (Virtual Memory System, ein Betriebssystem der Digital Equipment Corporation (DEC) beteiligt war. (siehe Inside Windows NT letzter Änderungsstand 1998) |
| Wiki | MediaWiki ist eine Wiki-Software (eine sogenannte Wiki-Engine), die ursprünglich
für die freie Enzyklopädie Wikipedia entwickelt wurde. Mittlerweile wird sie auch
für verschiedene andere Projekte der gemeinnützigen Wikimedia-Stiftung und, da sie
für jeden frei verfügbar ist, auch für eine Vielzahl anderer Projekte im Internet
oder in Intranets verwendet. Sie ist unter der GPL lizenziert und in der Programmiersprache PHP5
geschrieben. Zum Speichern der Inhalte nutzt MediaWiki die relationale Datenbank MySQL.
Alternativ kann ab Version 1.5 auch PostgreSQL als Datenbank-Backend verwendet werden, jedoch ist
die Unterstützung noch experimentell. (siehe MediaWiki) |
| WLAN | Wireless LAN (Wireless Local Area Network, WLAN, Kabelloses Lokales Netzwerk) bezeichnet ein „
drahtloses“ lokales Funknetz, wobei meistens ein Standard der IEEE 802.11-Familie gemeint ist. (siehe WLAN) |
| WMA | Windows Media Audio ist ein Audio-Codec von Microsoft und Teil der Windows Media-Plattform. |
| WPA | Wi-Fi Protected Access (WPA) ist eine Verschlüsselungsmethode für ein Wireless LAN. Nachdem sich die Wired Equivalent Privacy (WEP) des IEEE-Standards 802.11 als unsicher erwiesen hatte und sich die Verabschiedung des neuen Sicherheitsstandards IEEE 802.11i verzögerte, wurde durch die Wi-Fi Alliance eine Teilmenge von IEEE 802.11i vorweggenommen und unter dem Begriff WPA als Pseudostandard etabliert. Die Zertifizierung nach diesem Standard begann im April 2003. Der Nachfolger ist WPA2. (siehe WLAN) |
| WPA -Supplicant |
Der WPA-Supplicant ( Bittsteller) ist eine Software für Linux, BSD und Windows welche die
im WPA-Standard definierte Rolle des Supplicanten wahrnimmt. Bei WPA werden die zur Verschlüsselung verwendeten Schlüssel regelmäßig automatisch ausgetauscht. WPA verwendet Schlüssel im alten WEP-Format, die durch das regelmäßige automatische Austauschen sicher gemacht werden. WEP-Schlüssel sind knackbar, sobald eine Mindestmenge darüber ausgetauschter Daten mitgehört wurde, der regelmäßige Schlüsseltausch sorgt dafür, dass die Schlüssel vor dem Erreichen dieser Datenmenge durch neue ersetzt werden. (siehe Die Nutzung von HTWLAN) |
| W3C | Das Word Wide Web Consortium, ist das Gremium zur Standardisierung das World Wide
Web betreffender Techniken. Gründer und Vorsitzender des W3C ist Tim Berners-Lee, der
auch als der Erfinder des World Wide Web bekannt ist. Es wurde 1994 gegründet. Beispiele für bisher vom W3C verabschiedete Standards sind HTML, XML, CSS, SVG, RSS und WAI. Das W3C und seine Mitglieder beschäftigen sich auch mit der Weiterentwicklung von Standards oder mit der Entwicklung neuer Standards. ( siehe in Einführung in HTML ) |
| WWW | Das Word Wide Web, ist ein über das Internet abrufbares Hypertext-System. Hierzu benötigt man einen Webbrowser, um die Daten vom Webserver zu holen und z. B. auf dem Bildschirm anzuzeigen. Der Benutzer kann den Hyperlinks im Dokument folgen, die auf andere Dokumente verweisen, gleichgültig ob sie auf dem selben Webserver oder einem anderen gespeichert sind. Hierdurch ergibt sich ein weltweites Netz (oder Gewebe) aus Webseiten. ( siehe in Alles über WWW ) |
| x: | |
| X.25 | X.25 ist eine von der ITU-T (Internationale Fernmeldeunion) standardisierte Protokollfamilie für großräumige Computernetze (WANs) über das Telefon-Netzwerk. Der Standard definiert die physikalische Schicht, Sicherungsschicht und Netzwerkschicht (Schicht 1 bis 3) des OSI-Modells. International wird X.25 als packet switching network (Paketvermitteltes Netzwerk) verkauft. |
| X.500 | Der X.500-Standard beschreibt den Aufbau eines Verzeichnisdienstes.
Auf diesen Verzeichnisdienst kann global zugegriffen werden. Es gibt keine vollständige
Implementierung von X.500, da der Standard sehr umfangreich ist und auf einem ISO/OSI-Stack
aufsetzt, was die Implementierung schwierig und rechenintensiv machte und damit einen Erfolg
verhinderte. Es gibt nur wenige Beispiele im Hochschulwesen, etwa Personenverzeichnis der TU Chemnitz. Nur der Standard X.509 für eine kryptographische Public Key Infrastruktur, der ursprünglich auf X.500 aufbauen sollte, erreichte eine weite Verbreitung. Ein verbreitetes Protokoll, das auf X.500 basiert, aber nicht all dessen Anforderungen entspricht, ist LDAP. (siehe LDAP) |
| X.509 | Der X.509-Standard für eine Public- Key-Infrastruktur und derzeit der wichtigste
Standard für digitale Zertifikate. Die aktuelle Version ist X.509v3. (siehe Zertifikate) |
| Xdm | Der X Display Manager ist ein Teil des X-Window-Systems für grafische
Benutzeroberflächen unter Unix-Systemen. Der Xdm ist dafür verantwortlich, dem
Benutzer einen grafischen Anmeldebildschirm zu zeigen, über den Benutzername und
Passwort eingegeben werden können. Außerdem können hier verschiedene Vorgaben für die zu startende Session eingestellt werden, zum Beispiel das zu verwendende Desktop Environment oder den Window Manager. Nach erfolgreicher Anmeldung wird dann automatisch eine X-Session gestartet. Im Terminal-Betrieb dient der Xdm außerdem zur Auswahl der Workstation, auf dem die Session gestartet werden soll. (siehe Arbeiten mit dem xdm) |
| XDR | External Data Representation, ist ein abstrakter technischer Kommunikationsstandard,
um den Datenaustausch zwischen Servern und Clients hardwareunabhängig zu standardisieren.
XDR definiert eine Repräsentation für die gebräuchlichsten Datentypen wie z.B.
Integer, Strings oder Arrays, ist jedoch selbst untypisiert. Die XDR-Byte-Reihenfolge wird in
den aktuellen Standards auf Big Endian festgelegt, was der Network Byte Order von TCP/IP
entspricht. ( siehe XDR ) |
| Xen | Die Software Xen ist ein auf dem Linux-Kernel basierender Virtuelle-Maschinen-Monitor
(VMM) der an der Universität Cambridge entwickelt wird. Xen läuft direkt auf der x86-Hardware. Diese wird für die darauf laufenden Systeme (Domains) paravirtualisiert. Dabei wird eine sehr hohe Performance erzielt, da die Hardware nicht emuliert wird, sondern diese den Gastsystemen mit einem sehr kleinen Overhead zur Verfügung gestellt wird. ( siehe in Virtualisierung ) |
| xFS | xFS ist ein verteiltes und dezentrales Netzwerk-Dateisystem der Berkeley-Universität von
Kalifornien. Dieses Dateisystem befindet sich seit 1993 in der Entwicklung. Die Abkürzung steht
für x File System. Da sich die Entwickler über keinen Namen für das Dateisystem einigen
konnten, wurde der Buchstabe x als Variable hergenommen und kann somit von jedem individuell
interpretiert werden. ( siehe in xFS: Serverloses Dateisystem, im Tanenbaum ) |
| XFS | XFS ist ein von der Firma Silicon Graphics (SGI) entwickeltes Journaling-Dateisystem für
UNIX-basierte Betriebssysteme wie Linux. Das bis Ende 1994 ausschließlich für IRIX
entwickelte 64-Bit-Dateisystem überzeugt vor allem durch seine robuste Struktur und hohe
Geschwindigkeit. Viele Entwickler schätzen XFS leistungsfähiger als
ReiserFS ein. Seit dem 1. Mai 2001 ist das Dateisystem auch offiziell für
Linux ab Version 2.4 quelloffen erhältlich. Seit Kernel-Version 2.6 ist es offizieller
Bestandteil des Kernels. ( siehe in Dateisysteme ) |
| XHTML | Der W3C-Standard Extensible HyperText Markup Language ist eine
textbasierte Auszeichnungssprache zur Darstellung von Inhalten wie Texten, Bildern und Hyperlinks in
Dokumenten. Es ist eine Neuformulierung von HTML 4 in XML 1.0: Im Gegensatz zu
seinem Vorgänger HTML, welcher mittels SGML definiert wurde, verwendet XHTML
die strengere und einfacher zu parsende SGML-Teilmenge XML als Sprachgrundlage.
XHTML-Dokumente entsprechen also den Syntaxregeln von XML. ( siehe in (X)HTML - (Extensible) Hypertext Markup Language ) |
| xine | xine ist ein unter GNU General Public License stehender Medienspieler für Linux (x86, Alpha,
Sparc, etc.), FreeBSD, Solaris, IRIX und Mac OS X. An der Unterstützung für weitere Plattformen
wie Windows, HP-UX, OpenBSD und OS/2 wird gearbeitet. Das Anwendungsprogramm steht unter GNU General Public
License. Unterstützt werden alle gängigen Containerformate wie AVI,
Ogg Media oder MKV, sowie
viele verschiedene Video- und Audio-Codecs. Des Weiteren können Datenträger
wie DVD oder CDs
abgespielt werden. In der neuen xine-Version ist auch DVB-Unterstützung eingebaut. ( siehe in Video-Player ) |
| xinetd | Der Internet Service Daemon (inetd) dient zum Starten von Internetdiensten. Der xinetd ist ein vollwertiger Ersatz für den inetd. Das »x« deutet hier nicht etwa ein X-Window-Programm an, sondern steht für »extended« (erweitert). Er implementiert dieselben internen Dienste wie der inetd. Des Weiteren ermöglicht der xinetd die Protokollierung aller Zugriffe. ( siehe Internet Service Daemon ) |
| Xiph.Org | Die Xiph.Org Foundation ist eine gemeinnützige Organisation für die Entwicklung von freien Multimedia-Formaten, -Protokollen und -Standards. Die Stiftung wurde von Chris Montgomery gegründet, der auch das Ogg-Containerformat entwickelt hat. |
| XML | Die Extensible Markup Language, ist ein Standard zur Modellierung von halb-strukturierten Daten in
Form einer Baumstruktur, der vom World Wide Web Consortium (W3C) definiert wird. XML
definiert also Regeln
für den Aufbau von Dokumenten, die Daten enthalten, die zum Teil einer fest vorgegebenen Struktur
entsprechen, teilweise aber auch Elemente beinhalten, die nicht diesem statischen Schema entsprechen. XML
als Rahmenkonzept lässt somit offen, ob und wie ein konkretes XML-Dokument automatisiert verarbeitet
werden kann. ( siehe in XML - Extensible Markup Language ) |
| xmlns | Da XML jedermann erlaubt, seine eigenen Variablennamen für die
Tags zu definieren und weil man in einem XML Dokument verschiedene DTDs
gleichzeitig verwenden kann, braucht man
ein Verfahren, wie bei gleichen Namen verfahren werden soll. Mit xmlns kann man explizit einen Namensraum angeben. Namensräume werden durch URIs dargestellt, meistens also durch normale Webadressen. Dabei ist zu beachten, dass die entsprechende Adresse nicht existieren muss. Sie kann beliebig definiert werden. ( siehe in XML - Extensible Markup Language ) |
| xmms | X MultiMedia System ist ein grafischer, freier Audio-Player für unixartige
Betriebssysteme. Abhängig von den installierten Plugins spielt er MP3, Ogg Vorbis, MOD, WAV, Midi und zahlreiche andere Audioformate wie z. B. FLAC ab, ähnlich wie Winamp für Windows. Man kann mit XMMS auch Skins von Winamp 2 verwenden. Es ist auch möglich mittels MPlayer-Plugin Videos zu schauen (ähnlich Winamp 3). (siehe Audio-Player) |
| xpm | X PixMap (.xpm) ist ein ASCII-Format für die Darstellung von Bitmap-Grafiken,
hauptsächlich Icons. Die Struktur des Datenformats ist einfach und an das ältere XBM-Format angelehnt. Die Grafiken können mit einem einfachen Texteditor bearbeitet werden und werden oft auch in C-Quellcode direkt eingebunden. (siehe ) |
| XSD | XML-Schema beschreibt in einer komplexen Schemasprache Datentypen, einzelne
XML-Schema-Instanzen (Dokumente) und Gruppen solcher Instanzen. Ein konkretes XML-Schema wird
auch als eine XSD (XML-Schema-Definition) bezeichnet und hat als Datei üblicherweise die Endung
".xsd". Im Gegensatz zu DTDs kann bei Verwendung von XML-Schemas zwischen dem
Namen des XML-Typs und dem in der Instanz verwendeten Namen des XML-Tags unterschieden werden. (siehe unter XML - Extensible Markup Language) |
| XSL | Extensible Stylesheet Language ist eine Familie von Sprachen zur Erzeugung von Layouts
für XML-Dokumente. Der XSL-Dialekt XSLT kann auch zur
Übersetzung/Transformation eines XML-Dialektes in ein anderes Format dienen (meistens in andere
XML-Dialekte). Diese Layouts (auch Stylesheets genannt) können in die zu formatierenden
XML-Dokumente eingebunden werden, wobei sich die Layouts speziellen Medien zuordnen lassen. So ist es
möglich, ein Layout zum Drucken und ein Layout für die Darstellung am Computer zu verwenden. (siehe unter XML - Extensible Markup Language) |
| XSLT | XSL-Transformations ist Teil der XSL. XSLT ist eine Programmiersprache zur Transformation von XML-Dokumenten. Es baut auf der logischen Baumstruktur eines XML-Dokumentes auf und erlaubt die Definition von Umwandlungsregeln. XSLT-Programme, sogenannte XSLT-Stylesheets, sind dabei ebenfalls nach den Regeln des XML-Standards aufgebaut (Namespace für XSLT). Häufig wird CSS als Alternative zu XSLT genannt. CSS ist jedoch nur scheinbar eine Alternative zu XSLT, da es sich bei CSS lediglich um eine Formatierungssprache handelt. (siehe unter XML - Extensible Markup Language) |
| X Windows | Das X Window System ist eine Sammlung von Protokollen, Computerprogrammen und
Standards zur Ansteuerung grafischer Bildschirme im allgemeinen und zur Anzeige einer grafischen
Benutzungsoberfläche, vor allem unter Unix-Systemen, dort auch X11. Freie Server, insbesodere für Linux sind, XFree86 und X.Org-Server. (siehe Nutzung des X Windowsystems) |
| y: | |
| YaST | Yet Another Setup Tool ist ein Installations- und Konfigurationswerkzeug, ib der
Suse LINUX-Distribution zum Einsatz kommt. YaST besitzt verschiedene Benutzerschnittstellen, so dass es sowohl mit einer Qt-basierten grafischen Oberfläche als auch über die Kommandozeile mit einer textbasierten Oberfläche benutzt werden kann. Seit der Übernahme von Novell wird intensiv an der Entwicklung von YaST gearbeitet. ( siehe erste Hinweise YaST ) |
| YOU | Das Yast-Online-Update, hat sich ab der Version 10.1
wesentlich verändert ( siehe erste Hinweise Yast Online Update (YOU) in Suse 10.0 und Suse 10.1 ) |
| YUM | YUM (Yellowdog Updater, Modified) ist ein Paketmanagement-System, das für die
Linux-Distribution Yellow Dog Linux entwickelt wurde. Mit dem Kommandozeilenprogramm lassen sich
RPM-Pakete suchen, installieren und aktualisieren. ( siehe in Softwareinstallation ) |
| z: | |
| Zeilenvorschub | Unter Zeilenvorschub (englisch line feed) versteht man im ursprünglichen Sinne das
Drehen der Walze bei einer Schreibmaschine. Mit Aufkommen der elektronischen Datenverarbeitung und
damit der dazugehörigen Drucker und Bildschirme benötigte man ein Steuerzeichen, das
sinngemäß genau das Gleiche hervorruft, nämlich das Bewegen in die nächste Zeile. Unter Unix bzw. Linux wird nur das Zeichen LF (Hexadezimal 0A, Dezimal 10) benutzt. Unter Windows wird als Zeilenvorschub die Zeichenkette CR LF (Hexadezimal: 0D 0A) benutzt. ( siehe im Linux-Skript ) |
| Zeroconf | Zero Configuration Networking,
auch Automatic Private IP Addressing, kurz APIPA,
oder Auto-IP, ist eine Technik zur konfigurationsfreien Vernetzung von Geräten in lokalen
Rechnernetzen (LAN). Zeroconf ermöglicht ein einfaches Einrichten und den konfigurationslosen Betrieb von Netzen auf Basis des Internet Protocol (IP). Das einfachste Einsatzszenario ist es, zwei Computer mit einem Crossover-Kabel zu verbinden. Beide Geräte konfigurieren dann automatisch ihre Netzwerk-Schnittstellen, finden sich gegenseitig in diesem gerade etablierten Netzwerk und kommunizieren über IP. Dies geschieht ohne ein manuelles Eingreifen eines der Benutzer oder durch das Verwenden von externer Netzwerkkonfiguration wie DHCP. Die erste Implementierung von Zeroconf wurde von Apple durchgeführt und hörte auf den Namen Rendezvous (inzwischen Bonjour). Mit Avahi existiert auch eine freie, portable (LGPL) Implementation von mDNS/DNS-SD, die heutzutage in allen Linux-Distributionen Standard ist. ( siehe in ) |
| Zertifikat | Zertifikate bestätigen die Zugehörigkeit eines kryptografischen Schlüssels zu einer Person/Firma/Institution (z. B. bei der PGP-Verschlüsselung von Dateien oder E-Mails), zu einer Maschine (z. B. bei der SSL-Verschlüsselung von Website-Traffic). Dadurch können Authentizität, Vertraulichkeit und Integrität von Daten gegenüber Dritten garantiert werden. ( siehe Zertifikate ) |
| ZFS | ZFS ist ein von Sun Microsystems entwickeltes Meta-Dateisystem mit integriertem
Volume-Management. Der Name ZFS stand ursprünglich für Zettabyte File System, ist aber
inzwischen ein Pseudo-Akronym, und daher ist die lange Form nicht mehr gebräuchlich. Herkömmliche Dateisysteme verwalten jeweils nur eine Partition und werden ggf. durch einen Logical Volume Manager unterstützt, der physikalische Partitionen zu logischen zusammenfassen kann und dabei Funktionalität zur Ausfallsicherung (siehe RAID) bereitstellen kann. ZFS fasst diese Funktionen zusammen und bildet zunächst aus den physischen Datenträgern eine logische Einheit, den sogenannten Pool. ( siehe Sun ZFS, Vortrag i02) |
| zip | Das ZIP-Dateiformat ist ein offenes Format zur komprimierten Archivierung von Dateien. Die
Archivdateien tragen üblicherweise die Endung .zip. Der MIME-Typ ist application/zip. ( siehe Komprimieren von Daten ) |
| Zombie | ein mit exit() beendeter, sprich gestorbener Prozess (a defunct process), der noch einen Eintrag in der Prozesstabelle besitzt, ( siehe Zombieprozesse ) |
| Zugangs- berechtigung und -kontrolle |
siehe Authentifizierung |
| Zugriffs- berechtigung und -kontrolle |
siehe Autorisierung |
| L. Koch; 05.07.2009 |
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